Schmidt mit Dete

Vorträge01

31. August 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Vorträge 2015

Ob der Sommer endgültig vorbei ist, wird sich zeigen; zumindest die Sommerpause ist meinerseits abgeschlossen und ich kann mal wieder eine aktuelle Übersicht der anstehenden Vorträge und Tagungsbesuche bloggen.

  • Den Auftakt macht die „Media Logic Revisited„-Tagung vom 21. bis 23. September in Bonn. Ich werde am 22.9 in Panel IV einen Vortrag über das Thema „Modelling the Media Logic of Software Systems“ halten; das extended abstract und einige weitere Bemerkungen zu dem Thema mache ich im Vorfeld der Tagung, d.h. im Lauf der kommenden Wochen, hier im Blog auch noch zugänglich.
  • Am 22.10. bin ich in Freiburg zu Gast beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, das ein Fachgespräch „Herausforderung digitale Medien“ (keine Homepage) veranstaltet. Ich werde dort zum Thema „Heranwachsen in der digitalen Gesellschaft“ sprechen.
  • Am darauffolgenden 23.10. bin ich zumindest auf dem Papier bei der Konferenz „The Empiricist’s Challenge: Asking meaningful questions in political science in the age of big data„, die das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung veranstaltet: Gemeinsam mit meinen Kolleg/innen Lisa Merten, Wiebke Loosen, Uwe Hasebrink und Sascha Hölig habe ich ein Paper zu „Twitter Friend Repertoires: Researching Patterns of Selective Connectivity“ dort eingereicht – und wenn es sich zeitlich einrichten lässt, werde ich auf der Rückreise von Freiburg Stop in Mannheim machen, um Lisa Merten bei der Präsentation zu unterstützen.. :-) So oder so werde ich auch zu diesem Paper und der darin beschriebenen Methode der Twitter-Analyse im Lauf der kommenden Wochen noch einmal gesondert bloggen.
  • Am 4. November werde ich nach Münster reisen, um beim „Forum Jugendpastoral“ der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz einen Input zu „Mediennutzung der Digital Natives“ zu geben.
  • Am 5. und 6. November muss ich nicht weit fahren, denn da findet in Hamburg die Tagung „Digitaler Journalismus: Disruptive Praxis eines neuen Paradigmas“ statt, organisiert von Prof. Lilienthal und seinem Team. Ich darf im Anschluss an eine Keynote von Christian Jakubetz bei einer Podiumsdiskussion zusammen mit anderen, sehr illustren Podiant/innen (sagt man so?) über „Defizite, Chancen, Herausforderungen“ des digitalen Journalismus sprechen.
  • Am 10. November geht es dann nach Berlin, wo ich beim „Markpartnerkongress der Energiewirtschaft 2015“ zum Abschluss des ersten Tages etwas über „Soziale Medien – Funktionsweise, Dynamik und Bedeutung für Netzwerke“ erzählen werde.
  • Und am 20./21. November schließlich geht es noch einmal nach Berlin, um die Jahrestagung der Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung zu besuchen, die den schönen (und langen) Titel trägt: „Das Internet als Instrument, Infrastruktur oder Institution? Was die Technikforschung und die Internetforschung voneinander lernen können“. Das Programm ist, soweit ich das sehe, noch nicht veröffentlicht, aber ich kann ja schon mal verraten, dass ich am 20.11. nachmittags mit Katharina Kinder-Kurlanda von der GESIS einen Vortrag zum Thema „Rekursivität der Algorithmen – Big Data’s Moving Target“ halten werde.

Es stehen also wieder eine Reihe von interessanten Reisen an, und 2016 wirft auch schon seine Schatten voraus. Aber dazu mehr zu gegebener Zeit…

 

 

Publikationen02

25. August 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Beitrag zu Games Studies und Mediensoziologie

gamestudies2015Im Juni 2013 war ich an der Universität Tübingen, um in der von Klaus Sachs-Hombach und Jan-Noël Thon organisierten Ringvorlesung „Digital Games“ einen Vortrag über „Game Studies und Kommunikationswissenschaft“ zu halten. Aus diesem Vortrag ist in der Folge ein Beitrag für den Sammelband „Game Studies. Aktuelle Ansätze der Computerspielforschung“ geworden, den ich gemeinsam mit meinem geschätzen Kollegen Jeffrey Wimmer (Ilmenau) verfasst habe.

Wimmer, Jeffrey / Schmidt, Jan-Hinrik (2015): Game Studies und Mediensoziologie. In: Klaus Sachs-Hombach / Jan-Noël Thon (Hrsg.): Game Studies. Aktuelle Ansätze der Computerspielforschung. Köln: Herbert von Halem Verlag. S. 252-278.

Das Belegexemplar hatte ich vor einigen Tagen in meiner Post – und bereits nach dem ersten kursorischen Durchblättern bin ich sehr angetan, denn es gibt einen tollen Überblick zu vielen verschiedenen Perspektiven auf die „Game Studies“; auf der Seite des Halem-Verlags können sich meine geneigten Leser/innen mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses und einer Leseprobe selbst davon überzeugen.. :-)

Nach der Arbeit

2. August 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Die #scientipps gehen in die neue Saison

So eine Sommerpause ohne WM, EM oder Olympische Spiele ist schon was merkwürdiges. Mit Ende des letzten Spieltags – bei HSV-Fans einige Tage später – macht sich eine merkwürdige Leere breit, die vor allem an Wochenenden fast schon körperlich spürbar ist und nur hin und wieder durch eine Neuigkeit vom Transfermarkt etwas gelindert wird. Spätestens das Erscheinen des Kicker-Sonderheftes inkl. Stecktabelle signalisiert der kundigen Fussballfachfrau((Dieser Blogeintrag ist im generischen Femininum formuliert, d.h. Männer sind bei den Formulierungen immer mit gemeint.)) aber: Es geht wieder los! Und seit inzwischen vier Jahren schon bedeutet der Auftakt der neuen Bundesliga-Saison auch den Start für eine neue Auflage der „#scientipps„-Tipprunde.

Wie immer freue ich mich über viele Mittipperinnen, die sich einfach auf dieser Seite bei kicktipp.de anmelden können. Die Regeln des Tippspiels sind auf einer eigenen Blog-Unterseite niedergeschrieben, und dieser Eintrag ist den Pokalen und Preisen gewidmet, denn wieder haben sich erfahrene Preisstifterinnen nicht lumpen lassen, wissenschaftliche Werke jeder Coleur aus ihrem Belegexemplarschrank in den großen Preisepott zu werfen (an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Damen Bieber, Bruns, Faas und Weller sowie, erstmals, Janne Mende).

(1) Der Scientipps Grand Prix

Am Ende der Saison (inklusive Relegation, DFB-Pokalfinale und Ende der 2. Liga) entscheidet der Punktestand; die drei Erstplatzierten unter den aktiven Tipperinnen erhalten folgende Preise (bei Gleichstand entscheidet das Los):

  1. Preis: Drei Bücher nach Wahl aus unten stehender Liste
  2. Preis: Zwei Bücher nach Wahl aus unten stehender Liste (abzüglich der vom 1. Preis gewählten Bücher)
  3. Preis: Ein Buch nach Wahl aus unten stehender Liste (abzüglich der vom 1. und 2. Preis gewählten Bücher – also das, das übrig bleibt)

Die Bücher:

Ausserdem loben wir eine Reihe von Sonderpreisen aus, die zum Teil (#2) auch schon während der laufenden Saison vergeben werden:

(2) Die „Faas’sche Wundertüte“

  • Sonderpreis für den korrekten Bonustipp „Wer wird Herbstmeisterin?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x ein Überraschungspreis von Faas
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer bis dahin die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

(3) „Snurb’s dynamic down under cup“

  • Sonderpreis für die korrekten Bonustipps „Welche Mannschaften belegen die letzten drei Plätze?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x Weller, Bruns et al. (2013): Twitter & Society [als eBook]
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

(4) „Dr Bieber’s most daring tipper special trophy“

  • Sonderpreis für das torreichste korrekt vorausgesagte Spiel: 1x Bieber (2000): Sneaker Story
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

(5) Aniolas „Siegen ist nicht alles“-Prämie

  • Sonderpreis für die meisten Punkte aus Spieltagssiegen: 1x Mende (2015): Kultur als Menschenrecht
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

 (6) kwelle’s Zusatzherausforderung: „Nie mehr zweite Liga!“

  • Sonderpreis für die korrekten Bonustipps „Welche Mannschaften belegen die ersten drei Plätze in der zweiten Bundesliga?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x König, Stahl, Wiegand (Hrsg.) (2014): Soziale Medien. Gegenstand und Instrument der Forschung.
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

(7) Die große „Der Pokal hat seine eigenen Gesetzestexte“-Sammlung

  • Sonderpreis für den korrekten Bonustipp „Wer gewinnt den DFB-Pokal?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 7.8.2015, 19.00 Uhr bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x das Paket mit drei antiquarischen „Information & Recht“-Bänden (Computerwartung; Verträge über Internet Access; Die Rechtsnatur des Netzgeldes)
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

Bis zum 1. Spieltag nehme ich übrigens gerne auch noch weitere gestiftete Preise an; im Moment sind noch nicht prämierte Tipps: Wer wird Deutscher Meister? Wer wird Torschützenkönig? Wo findet der erste Trainerinnenwechsel statt? Bei Interesse bitte einfach eine Mail an mich (j.schmidt ät hans-bredow-institut.de). Aber ob mit oder ohne Preise gilt: Viel Spaß beim Tippen, und möge die beste Tipperin gewinnen!

 

Publikationen02

8. Juni 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Rezension zu „Social Media und Journalismus“

Für die neueste Ausgabe der Publizistik habe ich eine kurze Rezension zu „Social Media und Journalismus“ (Neuberger/Langenohl/Nuernbergk) verfasst; für mein Blog gibt es jetzt die Fassung mit Hyperlinks :-)

In den Zeitraum, den die Publizistik dem Rezensenten zur Besprechung einräumte, fiel das Angebot von Facebook an Medienhäuser, zukünftig auch deren Inhalte selbst zu hosten. Auf Twitter wurde derweil unter den hashtags #szleaks und #tazgate über Enthüllungen aus und Datenspionage in deutschen Tageszeitungsredaktionen diskutiert. Und die Meldung, dass das Verfahren gegen Sebastian Edathy eingestellt worden ist, haben unzählige Menschen auf ihren Facebookseiten teils so wütend, gar hasserfüllt kommentiert, dass dies wiederum Thema der journalistischen Berichterstattung wurde.

Alle drei Fälle illustrieren, wie soziale Medien den Journalismus ergänzen, erweitern und transformieren – Plattformen wie Facebook und Twitter, aber auch YouTube oder Blogs stellen Infrastrukturen zur Verbreitung von Nachrichten dar, sie sind Resonanzraum von Anschlusskommunikation, und sie können Quelle der Berichterstattung selbst sein.  Wie gut also, dass Christoph Neuberger, Susanne Langenohl und Christian Nuernbergk von der LMU München im Herbst 2014 eine aktuelle Bestandsaufnahme des Zusammenhangs von sozialen Medien und Journalismus vorgelegt haben. Auf knapp 150 Seiten plus Anhang fassen sie Ergebnisse eines Projekts zusammen, das sie für die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen bearbeitet haben; der Band ist als .pdf-Version im Publikationsbereich der LfM-Homepage auch frei verfügbar.

Nach einer kurzen Einführung gibt Christoph Neuberger einen kompakten Überblick zum aktuellen Forschungsstand, den er nach den drei etablierten Beziehungen zwischen sozialen Medien und Journalismus gliedert: Konkurrenz, Komplementarität und Integration. Daran schließen sich zwei Kapitel an, die auf eigenen empirischen Studien beruhen: Zunächst berichten die drei Autoren Ergebnisse einer Redaktionsbefragung unter 105 (von 151 angeschriebenen) Redaktionen professionell-journalistischer Internetangebote. Sie liefert detaillierte Befunde u.a. zum Einsatz von sozialen Medien für die Verbreitung von Inhalten, die Publikumsbeteiligung und die journalistische Recherche. Weitere Fragenblöcke erfassten die Ziele, Strategien und generellen Einschätzungen, die die Befragten mit sozialen Medien verbinden. Zudem findet sich eine gesonderte Diskussion der Situation bei regionalen und lokalen Tageszeitungen.

Die zweite Teilstudie, für die Christian Nuernbergk verantwortlich zeichnet, verschob den Fokus von Redaktionen auf einzelne Journalist/innen, genauer: auf die 223 Mitglieder der Bundespressekonferenz (von insgesamt 839), die im Frühjahr 2014 einen Twitter-Account besaßen. Deren kommunikative Aktivitäten wurden über einen Monat hinweg erfasst und sowohl inhalts- als auch netzwerkanalytisch ausgewertet, um Themen und Einsatzweisen einerseits, regelmäßige Kommunikationspartner und Referenzen andererseits zu ermitteln.

Im abschließenden Fazit fassen die Autoren die Kernergebnisse ihrer Studie zusammen: Facebook- und Twitter-Accounts sind demnach inzwischen Standard für journalistische Redaktionen, wobei die Netzwerkplattform insbesondere dazu dient, Resonanz auf die eigene Berichterstattung zu stimulieren und beobachtbar zu machen; der Microblogging-Dienst Twitter wird demgegenüber stärker dazu eingesetzt, prominente Quellen und Experten zu beobachten und bei Live-Ereignissen nahezu synchron begleitend berichten zu können. Die twitternden BPK-Mitglieder nutzen den Dienst vorrangig, um öffentlich relevante Informationen zu transportieren. In den manifesten Interaktionen (also direkten Bezugnahmen via Retweets oder @-Replies) zeigt sich eine deutliche in-group-Orientierung: Hauptinteraktionspartner sind andere BPK-Mitglieder, und erst mit einigem Abstand dann Politiker/innen.

Der Wert sozialer Medien für den Journalismus liegt der Studie zufolge also weniger darin, die Nutzer/innen direkt an der Erstellung journalistischer Inhalte zu beteiligen, sondern vielmehr über alternative Verbreitungskanäle und Räume der Anschlusskommunikation das bisherige Publikum zu binden und zusätzliche Reichweite zu gewinnen. Zugleich sind die Befragten mehrheitlich der Auffassung, dass der redaktionelle Aufwand für die Betreuung und Beobachtung der sozialen Medien gestiegen ist. Umso wichtiger scheint es, dass Redaktionen wie auch einzelne Journalist/innen eine klare Vorstellung davon entwickeln, welche publizistische Strategie sie in und mit Social Media verfolgen. Die vorliegende Studie, das sollte deutlich geworden sein, bietet eine Fülle an einzelnen Befunden wie auch an Synthese und Verdichtung zu diesem Thema; auf Twitter würde man daher sagen: #lesebefehl.

Publikationen02

18. Mai 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Beitrag in „New Media Culture“ erschienen

Ende letzter Woche fand ich das Belegexemplar von „New Media Culture“ in meiner Post – Christian Stiegler, Patrick Breitenbach und Thomas Zorbach haben den Band gemeinsam herausgeben und eine Reihe von sehr interessanten Beiträgen zu Themen der Netzkultur versammelt. Der transcript-Verlag featuret seine Bücher ja seit einiger Zeit immer mit drei Fragen an die Autoren/Herausgeber, und Christian Stiegler hat zum Band gesagt: „Dieses Buch soll aus Mediennutzern aufgeklärte Netzindividuen machen. Denn es gibt kaum noch einen Bereich unseres Lebens, der nicht von den Bedingungen der digitalen Kultur vereinnahmt ist. Selfies, Memes, Avatare, Shitstorms, ständige Erreichbarkeit, digitale Medienrealitäten und Medienhybride sind für uns schon so selbstverständlich geworden, dass wir sie kaum noch hinterfragen und dadurch wie Lemminge in einen Strudel medialer Netzphänomene geraten. Dieses Buch soll es seinen Lesern ermöglichen die Netzkultur zu reflektieren und weiterzudenken.“

Ich durfte für den Band einen Beitrag beisteuern, der mit „Linked: Vom Individuum zur Netzgemeinschaft“ betitelt ist. Ich zeichne darin einige der grundlegenden theoretischen Konzepte nach, mit denen die Verschränkung von individuellem Handeln und sozialen Strukturen in der netzbasierten Kommunikation während der vergangenen 20 Jahren beschrieben und erklärt wurde. In einem zweiten Schritt wende ich diese theoretischen Konzepte auf das Beispiel der „#aufschrei“-Debatte auf Twitter an.

Schmidt, Jan-Hinrik (2015): Linked. Vom Individuum zur Netzgemeinschaft. In: Christian Stiegler / Patrick Breitenbach / Thomas Zorbach (Hrsg.): New Media Culture. Mediale Phänomene der Netzkultur. Bielefeld. Transcript. S. 83-95.

2. März 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Rezension zu „Soziale Medien. Gegenstand und Instrument der Forschung“

In einer der nächsten Ausgaben von Medien und Kommunikationswissenschaft erscheint eine kurze Rezension von mir zum Band von König/Stahl/Wiegand „Soziale Medien. Gegenstand und Instrument der Forschung„, der 2014 bei Springer VS veröffentlicht wurde. Leser/innen von Schmidtmitdete.de haben heute schon Exklusivzugang dazu.. ;-)

Soziale Medien haben sich als „Gegenstand und Instrument der Forschung“, wie es im Untertitel dieses Bandes heißt, über die letzten Jahre wohl etabliert; zahlreiche Konferenzen, Workshops, Journal-Aufsätze und Buch-Publikationen künden davon. Neben der (sozialwissenschaftlichen) akademischen Forschung tragen zu diesem Bedeutungsgewinn auch die Markt- und Meinungsforschung und, wenngleich in bislang deutlich geringerem Umfang, die amtliche Statistik bei. Dies gab Anlass für einen gemeinsamen Workshop des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute, der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute und des Statistischen Bundesamts im Juni 2013, dessen Vorträge für das vorliegende Buch verschriftlicht wurden.

Die zwei einleitenden Beiträge erschließen das Thema jeweils überblicksartig aus Sicht der Marktforschung (Scheffler) und der sozialwissenschaftlichen Forschung (Welker/Kloß). Die übrigen Texte behandeln vor allem methodische Aspekte sowie Schnittstellen zwischen der Social-Media-Forschung und anderen Disziplinen. So werden bspw. Qualitätsaspekte von nicht-reaktiven Prozessdaten (Stegbauer) und von Stichproben, die über soziale Medien generiert werden (Hennig) diskutiert, während Rahlf/Weller in ihrem Beitrag eine Reihe von Visualisierungstechniken für Daten aus Sozialen Medien vorstellen. Einblicke in die Nutzung sozialer Medien durch Unternehmen geben die Beiträge zum Social Media Monitoring (Hofmann) sowie zu Social Media und Produktgestaltung durch Konsumenten (Kaiser). Auf rechtliche Aspekte der Forschung in und mit sozialen Medien konzentriert sich der Beitrag von Tscherwinka, der u.a. auf Aspekte des Persönlichkeitsrechts und der informationellen Selbstbestimmung sowie auf Besonderheiten des Telemedienrechts eingeht.

Für den Rezensenten am Erhellendsten war der Text von Strohmaier/Zens, die die Forschung zu sozialen Medien als Bereich der „Konfluenz“ von Informatik und Sozialwissenschaften beschreiben. An den Beispielen der Netzwerkanalyse und –theorie, der emergenten neuen Öffentlichkeiten sowie des Informationsverhaltens skizzieren sie, wie Forschungsfragen und Erkenntnisinteressen dieser beiden Disziplinen in einer „computational social science“ zusammen laufen. Dringend geboten scheint in dem Zusammenhang auch, etablierte sozial- und kommunikationswissenschaftliche Konzepte und Erkenntnisse selbstbewusst in entsprechende Kooperationen und Fachdiskurse einzubringen, um nicht vor lauter Freude über große Datenmengen und entsprechende Auswertungs- und Visualisierungsmethoden den Blick für das dahinter liegende soziale, kommunikative Handeln, die mit ihm verbundenen Sinnbezüge und die (forschungs-)ethischen Fragen zu verlieren.

Publikationen02

11. Februar 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Expertise zu politischer Sozialisation und Partizipation Jugendlicher im Internet

Anfang 2013 habe ich für den Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut eine Expertise zum Thema „Politische Sozialisation und Partizipation von Jugendlichen im Internet“ erstellt, in der ich einige grundlegende Facetten von internetbezogener Teilhabe systematisiert und in Bezug auf Jugendliche diskutiert habe. Der Text ist nun in leicht gekürzter Form als Teil eines Arbeitspapiers des Forschungsverbunds erschienen; eine Zusammenfassung habe ich unten angefügt. Neben meinem Beitrag und einer Einführung von Erich Sass & Mirja Lange sind auch noch zwei weitere Texte enthalten: Ulrike Wagner, Peter Gerlicher & Annika Potz vom JFF haben eine Sekundäranalyse von empirischen Studien zu politischen Aktivitäten junger Menschen online erstellt, und ein Team rund um Nadia Kutscher (Uni Vechta) berichten Befunde einer qualitativen Studie zu politischen Beteiligungsformen Jugendlicher.

Schmidt, Jan-Hinrik (2015): Politische Sozialisation und Partizipation von Jugendlichen im Internet. In: Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut e.V./Technische Universität Dortmund (Hrsg.): Politische Partizipation Jugendlicher im Web 2.0. Chancen, Grenzen, Herausforderungen. Dortmund. S. 11-38. Online verfügbar: http://www.forschungsverbund.tu-dortmund.de/fileadmin/Files/Freiwilliges_Engagement/2015-01_Expertisen_Polit_Partizipation_WEB_2-0.pdf.

Zusammenfassung

  • Digitale vernetzte Medien sind Teil des Alltags von Jugendlichen, beeinflussen mithin auch deren Erfahrungen von und Erwartungen an gesellschaftliche Teilhabe. Zwei Verständnisse von Partizipation lassen sich in diesem Zusammenhang unterscheiden: Das weite Verständnis stellt medienvermittelte Teilhabe an kollektiven Aspekten der Lebenswelt in den Vordergrund. Das enge Verständnis fokussiert hingegen auf Teilhabe am politischen System, also auf Handlungen, die politische Entscheidungen beeinflussen sollen.
  • Der Zusammenhang mit Internet und Partizipation lässt sich in drei Varianten deuten: Teilhabe im Internet umfasst Partizipationsprozesse in den Kommunikationsräumen des Internets. Teilhabe mit Hilfe des Internets meint Partizipationsprozesse, in denen das Internet als Werkzeug genutzt wird. Teilhabe am Internet bezeichnet diejenigen Partizipationsprozesse, in denen die Gestaltung der Medientechnologien selbst Gegenstand ist.
  • Internetbasierte Partizipation von Jugendlichen hat Sollen-, Tun- und Können-Facetten:
  1. Normative Aspekte äußern sich darin, dass Teilhabe ein zentraler demokratischer Wert unserer Gesellschaft ist. In ihrem (Medien-)Alltag erfahren Jugendliche Teilhabe zudem als Handlungsanforderung, die sich in subkultur- oder plattformspezifischen Erwartungen an ihr „Mitmachen“ im Internet artikuliert.
  2. Praktische Aspekte äußern sich darin, dass Partizipation in situativen Handlungsepisoden stattfindet, in denen unterschiedliche Modi bzw. unterschiedliche Aktivitätsgrade vorherrschen. Jugendliche und junge Erwachsene gehören im Vergleich mit anderen Altersgruppen zwar eher zu den aktiven Nutzern, doch auch unter ihnen gibt es deutliche Unterschiede im Grad der Aktivität und Teilhabe.
  3. Befähigungsbezogene Aspekte äußern sich darin, dass Partizipation bestimmte Kompetenzen, Wissensbestände, Ressourcen und Gelegenheitsstrukturen voraussetzt. Diese sind gesellschaftlich ungleich verteilt, sodass auch unter Jugendlichen Partizipation durch Strukturen sozialer Ungleichheit bzw. der „digital divide“ geprägt ist.
  • Politische Sozialisation ist dieser Unterteilung zufolge der kontinuierliche und strukturell gerahmte Prozess, in dem Jugendliche Teilhabe an kollektiven Facetten der Lebenswelt praktizieren und zugleich die rahmenden normativen und befähigenden Strukturen (re)produzieren. Die Ausübung solcher Partizipationsepisoden lässt sich zudem als Bewältigung von übergeordneten Entwicklungsaufgaben verstehen, das heißt internetbasierte Partizipation ermöglicht Jugendlichen immer auch Selbst-, Sozial- und Sachauseinandersetzung im Prozess des Heranwachsens.
  • Die behandelten Befunde und Differenzierungen lassen sich zu einer analytischen Heuristik verdichten, die bei der Identifizierung möglicher Forschungsfragen und vertiefender Vorhaben hilfreich sein kann.

 

Work in progress

25. Januar 2015
von Jan-Hinrik Schmidt
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Analysen zur Hamburgischen Bürgerschaftswahl 2015

[Update 4.2.2015] Heute ist der zweite Gastbeitrag auf hamburger-wahlbeobachter.de erschienen; darin werden Befunde zur Facebook-Nutzung der Kandidierenden vorgestellt.

[Update 28.1.2015] Die Seite politik-tweets-hamburg.de bindet nun auch die Twitter-Accounts aller Kandidierenden ein.

Im letzten Herbst hat mich Thorsten Faas von der Uni Mainz angesprochen, ob wir nicht gemeinsam begleitend zur Hamburgischen Bürgerschaftswahl 2015 einige Analysen und Befragungen durchführen wollen, um den Stellenwert der sozialen Medien in der Wahlkampfkommunikation zu untersuchen. Ein Teil dieses Vorhabens, die Bestandsaufnahme der Social-Media-Profile der insgesamt 887 Kandidatinnen und Kandidaten, ist nun abgeschlossen – dank der tollen Arbeit meines studentischen Mitarbeiters Christoph Beyer sowie der großartigen Unterstützung von Martin Fuchs, der u.a. die Plattform pluragraph.de betreut und mit uns die Recherchen abgeglichen hat.

Ausgehend von einer sehr umfangreichen Liste wollen wir in den kommenden Wochen eine Reihe von kleinen Analysen vornehmen und diese auch auf dem „Hamburger Wahlbeobachter„-Blog von Martin Fuchs zur Verfügung stellen; den Auftakt macht eine kurze Bestandsaufnahme der Twitter-Aktivitäten aller Kandidierenden. Neben ähnlichen Übersichten zu Facebook und anderen Social-Media-Diensten möchten wir auch die kommunikativen Aktivitäten (also z.B. Anzahl der Tweets oder Entwicklung der Kontakte) nachzeichnen; dabei werden wir mit Thomas Puppe zusammenarbeiten, der die Plattform „Politik-Tweets Hamburg“ erstellt hat. Ausserdem ist geplant, die „Twitterrepertoires“ der Kandidierenden untersuchen, doch dazu mehr zu gegebener Zeit.

Work in progress

16. November 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
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Geburtstag im Social Web (2014)

Irgendwann komme ich damit noch ins Guiness Buch der Rekorde, als „Längste fortdauernde Blog-Rubrik“ – hier ist die Neuauflage der Geburtstagsstatistik:

Wie in den letzten fünf Jahren auch habe ich die meisten Glückwünsche via Nachricht auf der Facebook-Pinnwand erhalten – aber nach dem Peak 2012 ging die Zahl erneut zurück und lag sogar unter dem Level von 2010. Stirbt Facebook? Meiner eigenen Privatempirie zufolge: Eindeutig Ja.

Aber auch alle anderen Kanäle haben eher abgenommen (bis auf private Facebook-Nachrichten), also liegt es vielleicht auch daran, dass mein Geburtstag auf ein Wochenende fiel, oder möglicherweise mögen mich auch immer weniger Leute leiden, das will ich nicht ausschließen. Umso mehr freue ich mich über alle Glückwünsche, egal auf welchem Kanal – danke! :-)

Publikationen02

4. November 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
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Handbuch und Beitrag zur Ethik der Online-Forschung erschienen

Das Erscheinen des „Handbuch Online-Forschung“ ist doppelt Grund zur Freude. Erstens ist damit ein Publikationsprojekt abgeschlossen, an dem ich fast genau vier Jahre lang gemeinsam mit Martin Welker, Monika Taddicken und Nikolaus Jackob gearbeitet habe1 und das, wie wir finden, einen umfassenden und aktuellen Einblick in die vielen unterschiedlichen Facetten der Online-Forschung gibt. Auf der Webseite des Herbert von Halem Verlags sind Inhaltsverzeichnis und das Vorwort als .pdf abrufbar.

Zweitens ist mit dem Handbuch auch ein Beitrag zur „Ethik der Onlineforschung“ erschienen, den Nele Heise und ich gemeinsam verfasst haben. Hier der abstract:

Der Beitrag befasst sich mit den für die Onlineforschung ethisch relevanten Besonderheiten der Online-Kommunikation (insbesondere: die Notwendigkeit, als Onlineforscher gezielt »Sichtbarkeit« herzustellen; die Entgrenzung von Privatheit und Öffentlichkeit; die Persistenz und Verknüpfbarkeit von Informationen). Anschließend werden zentrale forschungsethische Abwägungen diskutiert, und zwar im Hinblick auf die Notwendigkeit des Einholens einer Einwilligung zur Datenerhebung (in Abhängigkeit von Zugänglichkeit und Sensibilität der Daten), sowie die Art und Weise der Veröffentlichung von Ergebnissen.

Ich hoffe, dass unsere Überlegungen hilfreich sind, um die ethischen Implikationen von empirischer Forschung in und mit dem Internet, speziell auch in und mit den sozialen Medien besser beurteilen zu können; zusammen mit dem Text von Almuth Pflüger und Heiko Dobel, der sich mit „Datenschutz in der Online-Forschung“ beschäftigt, sind auf jeden Fall wichtige normative Rahmenbedingungen für die Online-Forschung angesprochen.

Heise, Nele / Schmidt, Jan-Hinrik (2014): Ethik der Online-Forschung. In: Martin Welker / Monika Taddicken / Jan-Hinrik Schmidt / Nikolaus Jackob (Hrsg.): Handbuch Online-Forschung. Sozialwissenschaftliche Datengewinnung und -auswertung in digitalen Netzen. Neue Schriften zur Online-Forschung, Band 12. Köln: Herbert von Halem Verlag. S. 519-539.

 

  1. Die erste Mail mit der Anfrage zur Mitarbeit hatte Martin Welker am 9.9.2010 geschickt.. :-)
Publikationen01

29. Oktober 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
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Kurzer Beitrag zu sozialen Medien bei VOCER

Für das Dossier „Sind wir noch auf Sendung?“, das Olaf Zimmermann & Theo Geißler für den Deutschen Kulturrat herausgegeben haben (hier im Shop erhältlich), durfte ich einen Text beisteuern, der auf das Verhältnis von sozialen Medien und Öffentlich-Rechtlichem Rundfunk eingeht. Ich fühle mich geehrt, in so illustrer Gesellschaft zu sein; das Inhalts-/Autorenverzeichnis nennt einige Ministerpräsidenten, Indentanten, geschätzte Kollegen und viele mehr. Und weil der Beitrag auch auf der Debattenplattform VOCER erschienen ist, können nun online noch viele weitere illustre und gesschätzte Personen den Text lesen, liken und kommentieren – sehr fein! :-)

 

 

 

Vorträge01

19. August 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
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Vorträge 2014 (3)

Die letzte Übersicht meiner anstehenden Vorträge endete im Mai – Zeit also für eine Aktualisierung.

  • Im Rahmen der 35. Kriminologischen Studienwoche der Uni Hamburg, die sich mit „Protest, Event-Gewalt und sozialer Unmut“ befasst, werde ich am 9. September eine Einführung in den Themenbereich “Social Media und soziale Bewegungen” geben.
  • Am 22. September bin ich in Bremen bei der „Tagung der Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Petitionsausschüsse des Bundes und der Länder“ zu Gast und werde ein Impulsreferat zum Thema „Elektronische Petitionen im digitalen Zeitalter“ halten. Grundlage wird u.a. das Arbeitspapier zu unserer Untersuchung der Bundestag-Petitionsplattform sein, das ich mit Katharina Johnsen vor einigen Wochen veröffentlicht habe.
  • Am 9. und 10. Oktober veranstaltet das Projekt „Grundversorgung 2.0“ an der Leuphana Universität Lüneburg eine Tagung zum Journalismus in der digitalen Medienkultur [noch keine Homepage soweit ich das sehe]. Am 9.10. bin ich in einem Panel zu „Nachrichten auf Wunsch? Das Nachrichtenpublikum“ im Einsatz und werde u.a. Erfahrungen und Befunde aus unserem DFG-Projekt berichten.
  • Am 17. Oktober bin ich in Berlin Gast des Gesprächskreises „Zukunft der Parteiendemokratie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung, um einen Input zum Thema „Beschleunigung der Politik im digitalen Zeitalter“ zu geben.
  • Am 22. Oktober werde ich nach Ainring zum Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei fahren, um dort in einem Seminar „Führungspraxis“ in das Thema „Soziale Medien aus sozialwissenschaftlicher Sicht“ einzuführen.
  • Am 29. Oktober bin am anderen Ende der Republik, in Lübeck nämlich, um im Rahmen einer Vortragsreihe zum Thema „Bildung“ einen Vortrag zu „Soziale Medien und vernetzte Öffentlichkeit“ zu halten. Die Vortragsreihe wird von der Gesellschaft „Die Gemeinnützige“ organisiert, in der viele Einrichtungen und Stiftungen zusammen geschlossen sind.
  • Im November folgt dann etwas ganz besonderes: Ich werde zwei Vorträge zum Thema „Gesellschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung“ im Rahmen des Symposiums „Global, liberal, digital – Die Informationsgesellschaft im 21. Jahrhundert“ halten. Dieses Symposium findet auf hoher See statt, genauer gesagt an Bord der MS Europa, auf der Reise von Chile nach Tahiti. (Womit wohl belegt wäre, dass man als Kommunikationswissenschaftler auch an exotische Orte kommen kann…).
  • Zu guter Letzt werde ich am 16.12. in Erlangen im dortigen soziologischen Institut zu Gast sein und einen Vortrag zum „Neuen Strukturwandel von Öffentlichkeit“ halten.

 

Publikationen02

12. August 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
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Zwei neue Publikationen

In den letzten Wochen sind zwei neue Publikationen von mir erschienen. Die erste ist ein Beitrag für den Sammelband „Vernetzte Organisation„, den Alexander Richter (Zürich) herausgegeben hat. Ich habe einen kurzen Überblick zu Praktiken und Strukturen vernetzter Öffentlichkeiten beigesteuert, der hoffentlich einen hilfreichen Rahmen für die übrigen Texte gibt, die sich mit zahlreichen Aspekten von Organisationen unter Bedingungen technisch vernetzter Kommunikation befassen. Im Sammelband sind sowohl eher akademisch ausgerichtete Aufsätze als auch Beiträge aus der Organisationspraxis vertreten; das gesamte Inhaltsverzeichnis ist als .pdf auf dieser Seite abrufbar.

Schmidt, Jan-Hinrik (2014): Vernetzte Öffentlichkeiten: Praktiken und Strukturen. In: Richter, Alexander (Hrsg.): Vernetzte Organisation. München: Oldenbourg. S. 16-25.

Der zweite Text ist ein gemeinsam mit Wiebke Loosen verfasster englischsprachiger Beitrag mit Befunden aus unserem DFG-Projekt zur „Wiederentdeckung des Publikums im Journalismus„. Wir diskutieren in dem Aufsatz die Operationalisierung unseres theoretischen Konzepts der „Inklusionsdistanz“, und zeigen anhand von Daten aus zwei Fallstudien, wie sich eine Reihe von Aspekten der Journalisten-Publikum-Beziehung vergleichend analysieren und einordnen lassen. Wir freuen uns ganz besonders, dass der Beitrag für das Journal „Digital Journalism“ akzeptiert wurde – eine noch recht junge, nichtsdestoweniger aber schon recht einflussreiche Zeitschrift mit einem sehr interessanten thematischen Spektrum.

Schmidt, Jan-Hinrik / Wiebke Loosen (2014): Both sides of the story. Assessing audience participation in journalism through the concept of inclusion distance. In: Digital Journalism, DOI: 10.1080/21670811.2014.930243

Nach der Arbeit

8. August 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
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Die #scientipps sind wieder am Start

[Update: Die Preise sind vergeben, s.u.]

Die WM mitsamt dem phänomenalen mediokren Primzahlsensation-Algorithmus liegt gefühlt schon wieder Ewigkeiten zurück – zum Glück beginnt ja bald die neue Bundesliga-Saison und damit auch eine neue Auflage der „#scientipps„-Tipprunde. Zur neuen Saison habe ich dem Tippspiel eine eigene Unterseite auf dem Blog spendiert, das die Regeln erklärt. Deswegen liste ich hier nur die Preise auf, denn netterweise haben sich wieder einige Preisstifterinnen1 gefunden, die wir schon aus der Vorsaison kennen: Bieber, BrunsFaas, Weller und Schmidt schmeißen alles in den Pott, was nicht niet- und nagelfest ist.

Trotzdem wäre es toll, wenn vielleicht noch die eine oder andere Stifterin hinzukäme? Zum Beispiel fehlen noch zwei Preise für den großen Pool, und es gibt natürlich noch jede Menge Möglichkeiten, eigene Sonderpreise zu stiften.

Am Ende der Saison (inklusive Relegation, DFB-Pokalfinale und, Achtung neu: Ende der 2. Liga) entscheidet der Punktestand; die drei Erstplatzierten unter den aktiven Tipperinnen erhalten folgende Preise (bei Gleichstand entscheidet das Los):

  1. Preis: Drei Bücher nach Wahl aus unten stehender Liste
  2. Preis: Zwei Bücher nach Wahl aus unten stehender Liste (abzüglich der vom 1. Preis gewählten Bücher)
  3. Preis: Ein Buch nach Wahl aus unten stehender Liste (abzüglich der vom 1. und 2. Preis gewählten Bücher – also das, das übrig bleibt)

Die Bücher:

  • Bildungshaus Schulbuchverlage (Hrsg.) (2013): Digitale Demokratie. Internet und Netzpolitik. Praxis Politik 2/2013
  • Bundeszentrale für Politische Bildung (2012): Digitale Demokratie. Aus Politik und Zeitgeschichte 7/2012
  • Weller, Bruns et al. (2013): Twitter & Society [als gedrucktes Buch, gestiftet von Kwelle]
  • Weller, Bruns et al. (2013): Twitter & Society [als eBook, gestiftet von Snurb]
  • Schmidt (2013): Social Media. Springer VS
  • Schmidt (2006): Weblogs. UVK.

[Update: Die meisten Punkte (433) und damit den ersten Platz belegt Aniola. Herzlichen Glückwunsch! Auf Platz 2 folgt G.vonMalente (407 Punkte; letztes Jahr reichten ihr 410 Punkte nur zu Platz 3…), und auf Platz 3 kommt luski (406 Punkte) .]

Ausserdem loben wir eine Reihe von Sonderpreisen aus, die zum Teil (#1 und #2) auch schon während der laufenden Saison vergeben werden:

(1) Das „Felix Toppberger-Vehfunkel Gedächtnisgemälde“

  • Sonderpreis für den korrekten Bonustipp „Wo findet der erste Trainerinnenwechsel statt?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x eine Zeichnung von @hohse, der sich von Person, Umständen und Ort der ersten Trainerinnenentlassung wird inspirieren lassen.
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer bis dahin die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

[Update 16.9.2014] Des einen (Slomka) leid, des anderen (Rogu) Freud: Die erste Trainerinnen-Entlassung der Saison fand beim HSV statt, worauf nur Rogu getippt hatte. Den Preis wird @hohse höchstpersönlich anfertigen und übergeben.

(2) Die „Faas’sche Wundertüte“

  • Sonderpreis für den korrekten Bonustipp „Wer wird Herbstmeister?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x ein Überraschungspreis von Faas
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer bis dahin die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

[Update: Es gab eine Reihe von Tipperinnen, die auf Bayern München getippt hatten; nach Anwendung der Aktivitätsregel und der Regel „wenigste Gesamtpunkte bisher“ ging der Preis an Flo.]

(3) „Snurb’s dynamic down under cup“

  • Sonderpreis für die korrekten Bonustipps „Welche Mannschaften belegen die letzten drei Plätze?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x Bruns (2007) „Blogs, Wikipedia, Second Life and beyond
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

[Update: Niemand hatte alle drei Teams (HSV, Freiburg, Paderborn) richtig getippt. Die Langeweiler hatte HSV und Paderborn richtig (aber sie will ja keine Preise gewinnen), und elf Tipperinnen hatten auf Freiburg und Paderborn gesetzt. Unter Anwendung der Regeln gewinnt DerTobi.]

(4) „Dr Bieber’s most daring tipper special trophy“

  • Sonderpreis für das torreichste korrekt vorausgesagte Spiel: 1x Bieber/Kamps (im Erscheinen): Die US-Präsidentschaftswahl
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

[Update: Es gab Spiele mit sieben, acht und sogar neun Toren – aber da lag niemand richtig. Sechs Tore reichten also, und DerTobi sowie G.vonMalente hatten beide das 6:0 von Bayern gegen Werder Bremen richtig getippt. Beide hatten schon Preise, sodass DerTobi aufgrund der geringeren Gesamtpunkte das Rennen machte.]

(5) Die „Siegen ist nicht alles“-Prämie

  • Sonderpreis für die meisten Punkte aus Spieltagssiegen: 1x Schmidt/Weichert (2012) „Datenschutz
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

[Update: Klare Siegerin ist btw13, die insgesamt an 9 Spieltagen + den Bonustipps die meisten Tipppunkte alleine oder mit anderen verbuchte, und so 6,78 Spieltagssiege einfuhr.]

 (6) kwelle’s Zusatzherausforderung: „Nie mehr zweite Liga!“

  • Sonderpreis für die korrekten Bonustipps „Welche Mannschaften belegen die ersten drei Plätze in der zweiten Bundesliga?“ (Achtung: Dieser Tipp muss bis zum 1. BuLi-Spieltag bei den Sonderfragen abgegeben werden): 1x König, Stahl, Wiegand (Hrsg.) (2014): Soziale Medien. Gegenstand und Instrument der Forschung.
  • Bei mehreren richtigen Antworten gewinnt, wer (a) keinen anderen Preis gewonnen hat sowie (b) die wenigsten Gesamtpunkte unter den aktiven Tipperinnen hat; bei Gleichstand entscheidet das Los.

[Update: Eine echte Herausforderung! Auf Ingolstadt und Darmstadt tippte niemand, und nur wawerka hatte den KSC auf der Rechnung – herzlichen Glückwunsch!]

 

 

  1. Dieser Blogeintrag ist im generischen Femininum formuliert, d.h. Männer sind bei den Formulierungen immer mit gemeint.
Nach der Arbeit

28. Mai 2014
von Jan-Hinrik Schmidt
3 Kommentare

Primzahlsensation-Algorithmus enthüllt: Deutschland wird Weltmeister 2014

Nach dem erfolgreichen Abschluss der #scientipps-Tipprunde zur Bundesliga-Saison 2013/14 wird es zur WM eine Sonderauflage – ohne Preise – geben, nämlich die scientipps-wm14 – Tipprunde (der Link führt zur Anmeldung; wer mitmachen mag, ist herzlich eingeladen!). Bei den regulären scientipps-Runden lasse ich aus Spaß immer den „Langeweiler“ mitlaufen, der alle Spiele 0-0 tippt und die Bonustipps (Meister etc.) so wie in der Vorsaison. Und wie in der Vorsaison macht er mit dieser Strategie nicht wirklich viele Punkte; da zudem bei einer WM zumindest ab den K.O.-Spielen Unentschieden keine gute Tipp-Option mehr sind, wäre das auch, naja, langweilig. Ich habe mir daher für die WM ein etwas komplexeres System zur Prognose zur Ergebnisse entwickelt, das in der Tipprunde die Tipps von Sepp_Blatter bestimmen wird – und das vorhersagt, dass Deutschland Weltmeister wird! Und das kommt so:

Der zentrale Parameter ist der Rang einer Mannschaft auf der FIFA-Weltrangliste vom 8.5.2014. Um das Ergebnis einer Partie zu bestimmen, gelten nun folgende Regeln:

1) Bestimme die Mannschaft mit dem niedrigeren Rang. Sie schießt mindestens soviele Tore:
Rang >= 50: 0 Tore
Rang >= 25: 1 Tor
Rang >= 10: 2 Tore
Rang >= 2: 3 Tore

2) Bestimme die Differenz zwischen den Rangplätzen der beiden Mannschaften. Die bessere Mannschaft schießt

0 Tore mehr wenn Diff < 5
1 Tor mehr wenn 5 =< Diff <15
2 Tore mehr wenn 15 =< Diff <30
3 Tore mehr wenn 30 =< Diff < 50
4 Tore mehr wenn 50 <= Diff

Es kann nach dieser Regel also Unentschieden geben, wenn die Mannschaften 4 oder weniger Plätze voneinander entfernt sind. Daher brauchen wir Regel

3) In K.O.-Spielen (ab dem Achtelfinale) gilt: Die bessere Mannschaft schießt

1 Tor mehr in der Verlängerung wenn 3 =< Diff < 5
1 Tor mehr im Elfmeterschießen wenn 1 =< Diff < 3

So weit, so gut – aber nach den bisherigen Regeln würde sich immer die besserplatzierte Mannschaft durchsetzen, und am Ende würde Spanien wieder Weltmeister. Das wäre auch langweilig, daher gibt es noch den *trommelwirbel* „Primzahlsensation“-Faktor:

4) Wenn [(Produkt der beiden Weltranglistenplätze) – 1] eine Primzahl ist, dann geht das Spiel genau andersherum aus als in den Schritten 1-3 errechnet. Bei einem Unentschieden bleibt es bei einem Unentschieden.

Ein Beispiel: Uruguay (Rang 6) spielt gegen Griechenland (Rang 10)
1) Rangniedrige Mannschaft (GRI) schießt 2 Tore
2) Ranghöhere Mannschaft (URU) hat weniger als 5 Ränge Vorsprung, ergo schießen sie 0 Tore mehr
Das Spiel geht 2-2 aus. Wenn es ein K.O.-Rundenspiel wäre, würde greifen:
3) Die Differenz von 4 Punkten macht ein Tor mehr in der Verlängerung für Uruguay.
4) Nun ist aber (6*10)-1 = 59, also eine Primzahl. Ergo erleben wir eine Primzahlsensation, und Griechenland gewinnt 3-2.

Mit diesen Regeln habe ich einmal die komplette WM durchgetippt (hier die Übersicht als .pdf). Zunächst zur deutschen Gruppe G: In allen Spielen mit Beteiligung von Portugal kommt es zu Primzahlsensationen! Das Spiel gegen Deutschland geht unverändert 3-3 aus, aber gegen die USA (2-3) und Ghana (1-4!) unterliegen CR7 und Co. Deutschland hingegen gewinnt gegen Ghana (4-1) und gegen die USA (3-2), was in der Summe den Gruppensieg vor den USA bringt.

In den anderen Gruppen kommt es zu einer Reihe von Überraschungen: Brasilien kann dem hohen Erwartungsdruck offensichtlich nicht standhalten, verliert primzahlsensationell gegen Kroatien und gegen Kamerun, und scheidet als Gruppenletzter der Gruppe A sang- und klanglos aus. In Gruppe B sind Holland und Chile exakt punkt- und torgleich, ein Losentscheid ist nötig, Chile gewinnt und zieht ins Achtelfinale ein. In Gruppe C und D kommen die nominellen Favoriten Kolumbien und Griechenland sowie Uruguay und Italien weiter. In Gruppe E ereignen sich dagegen lauter Primzahlsensationen; einzig das Spiel Ecuador gegen Frankreich endet so, wie es zu erwarten wäre – in den anderen Spielen gewinnt jeweils der Underdog, sodass am Ende die Schweiz ausscheidet, aber Honduras sensationell als Gruppenerster weiterkommt! In Gruppe F kommt Nigeria dank zweier Primzahlsensationssiege vor Bosnien und dem Iran punktgleich mit Argentinien weiter. Und in Gruppe H wird es am letzten Spieltag turbulent: Algerien überrumpelt Russland und zieht ins Achtelfinale ein, genauso wie sich Belgien trotz einer Primzahlsensationsniederlage gegen Südkorea in die KO-Runde rettet-

Auch im weiteren Verlauf des Turniers kommt es immer wieder zu unerwarteten Ergebnissen. So unterliegt Uruguay Griechenland mit 2-3 nach Verlängerung, und im Duell der Außenseiter setzt sich Nigeria gegen das höher rangierende Honduras mit 2-1 durch. Deutschland nimmt Rache für Gijon 1982 und gewinnt gegen Algerien 2-1. Der Geheimtipp Belgien verliert primzahlsensationell gegen die USA mit 2-3 nach Elfmeterschießen.

Auch im Viertelfinale hat das Team von Jürgen Klinsmann die Primzahlsensation auf seiner Seite; es gewinnt 3-2 gegen Argentinien; Spanien (gegen Griechenland) und Kolumbien (gegen Chile) setzen sich ebenfalls mit diesem Ergebnis durch. Deutschland schafft einen lockeren 4-1-Sieg gegen Nigeria.

Im Halbfinale haben es unsere Jungs dann aber sehr schwer; erst nach Verlängerung behalten sie mit 4-3 gegen Kolumbien die Oberhand. Spanien hingegen unterliegt primzahlsensationell den USA – tröstet sich dafür mit einem 4-3 nach Verlängerung im Spiel um den 3. Platz gegen Kolumbien.

Am 13.7. kommt es dann also zum pikanten Duell zwischen Deutschland und dem Überraschungsfinalisten USA – Jogi gegen Jürgen, Bratwurst gegen Burger, Ausgespähte gegen Ausspäher. Und wie in der Vorrunde (kein Wunder, ist ja immer noch der gleiche Algorithmus) setzt sich Deutschland am Ende knapp, aber natürlich verdient mit 3-2 durch und ist damit zum 4. Mal Weltmeister, hurra!