Schmidt mit Dete

24. Mai 2017
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Vorträge 2017 (2)

Ab Himmelfahrt werde ich ein weiteres Mal in eine längere Familienpause verschwinden; nach meiner Rückkehr stehen einige Vorträge an, auf die ich hier in bewährter Manier verweisen will:

  • Am 27. Juni werde ich in Leinfelden-Echterdingen bei der Jahrestagung der ajs (Aktionsstelle Jugendschutz) sein, die unter dem Motto steht „Medien: Macht – Gewalt – Kultur?“ (Programm als .pdf). Ich werde dort den Eröffnungsvortrag halten dürfen: „Zwischen Partizipationsversprechen und Algorithmenmacht: Wie soziale Medien Meinungsbildung
    und Orientierung in der Welt prägen“.
  • Am 25. August bin ich in Hannover bei der Landesgruppe Niedersachsen der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen zu Gast, um über „Soziale Medien und Meinungsbildung: Von Filterblasen, Echokammern und Algorithmenmacht“ zu referieren.
  • Am 29. September werde ich der Europäischen Akademie Sankelmark einen Besuch abstatten dürfen; im Rahmen des Seminars „Medien, Politik und Gesellschaft. Können wir unseren Medien vertrauen?“ werde ich über das breite Thema „Medien und Gesellschaft“ sprechen und mich dabei (wen wundert’s?) insbesondere auf die digitalen Medien konzentrieren.
  • Am 15. Oktober schließlich reise ich zum „Symposium Turm der Sinne“ nach Nürnberg, Die Veranstaltungs- bzw. Symposiumsreihe hat ihren Schwerpunkt eigentlich in der Psychologie und Neurowissenschaft, aber bei dem diesjährigen Thema („Gehirne unter Spannung: Kognition, Emotion und Identität im digitalen Zeitalter“) dürfen sozial- und kommunikationswissenschaftliche Perspektiven nicht fehlen – ich werde daher zum Thema „Filterblasen und Algorithmenmacht. Wie sich Menschen im Internet informieren“ sprechen.

15. Mai 2017
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Mittendrin zur Monatsmitte (2017-05)

Mitte Mai ist traditionell die Zeit des Jahres, in der der HSV seine Relegationsspiele absolviert – aber auch Zeit für eine neue Ausgabe von „Mittendrin zur Monatsmitte“. Was beschäftigt mich gerade?

  • Eine große Baustelle der letzten Monate ist abgeschlossen: Ende vergangener Woche ging die Sonderausgabe „Algorithmen, Kommunikation und Gesellschaft“ online, die ich mit Katharina Kinder-Kurlanda, Christian Stegbauer und Nils Zurawski zusammen herausgegeben habe. Dank meiner Zeiterfassung kann ich sogar einigermaßen abschätzen, wie viel Zeit ich dafür aufgewandt habe: Seit Februar 2016, als ich mit Katharina das erste Mal über die Idee für diese Sonderausgabe sprach, kamen knapp 85 Stunden zusammen…
  • Auch zeitaufwändig, derzeit aber vor allem für zwei meiner studentischen Mitarbeiter, ist die Recherche der Kandidierenden zur Bundestagswahl 2017. Bislang haben wir knapp 2.650 Kandidierende erfasst, aber da die Listenaufstellung der Parteien noch nicht überall abgeschlossen ist, wird es noch etwas dauern, bis wir alle beieinander haben. Fernziel ist es, für die Kandidierenden dann auch Social-Media-Präsenzen (d.h. Twitter und Facebook) zu recherchieren – bei einem Meeting vor ein paar Tagen haben wir, neben Absprachen zum weiteren Vorgehen, spaßeshalber mal die Nachnamen und Vornamen in Word Clouds visualisiert (s.u.); für ein Journal Paper werden wir diese Auswertung aber wohl nicht verwenden…

  • Ab Himmelfahrt werde ich wieder eine familienbedingte längere Pause einlegen, aber nach meiner Rückkehr Ende Juni steht ein Termin an, der jetzt schon seine Schatten vorauswirft: Im Zuge unserer Bewerbung um die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft wird eine Begehung durch den Wissenschaftsrat stattfinden, bei der wir zwei Tage lang wir das Hans-Bredow-Institut präsentieren können. Das erfordert natürlich einiges an Vorbereitung und Proben, die momentan neben dem Tagesgeschäft so laufen.

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? Mein „Social Media„-Buch von 2013, denn das werde ich in diesem Sommer für eine 2. Auflage aktualisieren, und dafür muss ich mir wieder einen Überblick verschaffen, was ich beim ersten Mal eigentlich so geschrieben habe…

27. April 2017
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Zwei kurze Beiträge über Intermediäre und Meinungsbildung

Diese Woche kamen gleich zwei Belegexemplare von Zeitschriften, in denen Texte über das „Intermediäre und Meinungsbildung“-Projekt als Teil von größeren Themenschwerpunkten erschienen sind:

  1. Die April-Ausgabe der medienpädagogischen Zeitschrift „merz“ befasst sich mit „Journalismus im medialen Wandel“ und hat dazu u.a. einen Beitrag von Uwe Hasebrink, Lisa Merten, Sascha Hölig und mir abgedruckt, der Befunde aus dem Reuters Digital News Survey 2016 und der erwähnten Intermediäre-Studie kombiniert.
  2. Das Halbjahresmagazin „polar“, eine Zeitschrift für „Politik, Theorie, Alltag“, hat in seiner aktuellen Ausgabe den Schwerpunkt „In der Blase – #Zukunft der Öffentlichkeit“, und ich durfte einen Text über „Filterblasen und Echokammern – das Gefüge digitaler Öffentlichkeit“ beisteuern.

15. April 2017
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Mittendrin zur Monatsmitte (2017-04)

Diesen Monat fällt der „Mittendrin zur Monatsmitte“-Eintrag auf die Osterfeiertage, und an diesem langen Wochenende mache ich nichts Berufliches (Ostereier für die Kinder verstecken zählt nicht…). Aber was steht davor und danach an?

  • Gerade in den vergangenen Tagen habe ich sehr viel Zeit damit verbracht, die Beiträge für die Sonderausgabe „Algorithmen, Kommunikation und Gesellschaft“ zu prüfen und letzte Änderungen mit den Verfasser/innen abzustimmen. Da die Veröffentlichung nun kurz bevorsteht – sollte es keine unvorgesehenen Komplikationen geben, geht die Sonderausgabe Ende April online – kann ich auch schon mal ein paar exklusive Vorabinformationen geben: Neben einem kurzen Editorial der Herausgeber/innen umfasst die Sonderausgabe sechs Aufsätze, ein Essay, zwei Forschungsnotizen und einen Praxisbericht. Inhaltlich reicht das Spektrum von systemtheoretischen Überlegungen zu einer Soziologie des Algorithmus über Studien zur Entwicklung bzw. Implementation algorithmischer Systeme in publizistischen Organisationen bis hin zu (qualitativen und quantitativen) Befunden zu den Auswirkungen von algorithmischer Selektion, insbesondere durch Facebook, auf journalistische Vielfalt und nutzerseitige Polarisisierung. Das Warten wird sich also gelohnt haben! :-)
  • Um „Algorithmen“ geht es auch bei einem anderen Vorhaben, in das ich involviert bin: Anfang des Jahres hatten wir am Hans-Bredow-Institut dazu aufgerufen, uns Bewerbungen für PostDoc-Stipendien im Rahmen des PostDoc-Kollegs „Algorithmed Public Spheres“ zu schicken. Die Resonanz war gut, um nicht zu sagen: überwältigend – über 20 viel versprechende Anträge werden wir in der institutsinternen Auswahlkommission bis Ende April zu begutachten haben, und ich weiss jetzt schon, dass wir uns wünschen werden, wir könnten 20 Stipendien vergeben!
  • Zu guter Letzt werde ich mich in den kommenden Wochen an einen Beitrag für das „Handbuch Innovationsforschung“ machen, das Birgit Blättel-Mink, Ingo Schulz-Schaeffer und Arnold Windeler herausgeben. Ich werde mich mit „Social Media-Innovationen“ befassen und dabei – so mein momentaner Plan – auf den Stellenwert technischen Wandels (mit den Polen „inkrementelle Innovationen und perpetual beta“ vs. „disruptive Innovationen“), auf Innovationen im Bereich der Kommunikationsarchitektur (Stichworte etwa Ent- und Neubündelung von „Micro-Content“; Konvergenz von Konversation und Publikation; Entstehen persönlicher Öffentlichkeiten) und auf „medienökonomische Innovationen“ [Arbeitstitel.. :-)] eingehen, insbesondere auf die Bedeutung der Verdatung und Algorithmisierung von Aktivitäten, Präferenzen, sozialer Einbettung o.ä., die wiederum Grundlage für die Konstruktion von detaillierten und personalisiert bewerbaren Nutzerprofilen ist. Aber mal sehen, was mir bei Schreiben dann noch so alles einfällt…

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? U.a. das neueste Arbeitspapier der „Stuttgarter Beiträge zur Organisations- und Innovationssoziologie„, nämlich von Ulrich Dolata zu „Social Movements and the Internet. The sociotechnical constitution of collective action„.

15. März 2017
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Mittendrin zur Monatsmitte (2017-03)

Ich hab es jetzt nicht noch einmal extra nachgeprüft, aber ich vermute stark, dass alle „Mittendrin zur Monatsmitte“-Beiträge der vergangenen Monate das „Intermediäre“-Projekt ansprachen. So auch diesmal, aber vermutlich zum letzten Mal in ausführlicher Form, denn:

  • Letzte Woche haben wir den wissenschaftlichen Bericht zu unserer qualitativen Studie über „Intermediäre und Meinungsbildung“ als Arbeitspapier des Hans-Bredow-Instituts veröffentlicht – punktgenau zu einer Veranstaltung der Medienanstalten in Berlin, bei der es unter dem schönen Titel „Ganz meine Meinung?“ um die Rolle von Facebook, Google & Co. im Informationsverhalten ging.

Schmidt, Jan-Hinrik / Lisa Merten / Uwe Hasebrink / Isabelle Petrich / Amelie Rolfs (2017): Zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, März 2017 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Institut Nr. 40). Online verfügbar unter http://www.hans-bredow-institut.de/webfm_send/1172

In einem Radio-Interview am Rande der Berliner Veranstaltung habe ich unsere Befunde noch einmal eingeordnet, siehe den Beitrag auf wwwagner.tv.

Zum Arbeitspapier gehört auch ein Anhang, der alle 18 Einzel- und sechs Gruppenportraits zusammenfasst, die wir im Zuge der Analyse erstellt haben. Möglicherweise bin ich befangen, aber ich finde das eine sehr spannende Lektüre, die Aufschluss über die Vielfalt von Informationsrepertoires und meinungsbildungsrelevanter Praktiken gibt, der wir im Projekt begegnet sind. Wer also über die im Endbericht exemplarisch aufgeführten Portraits hinaus noch wissen will, mit wem wir gesprochen haben, der schaue doch bitte in diesen Anhang.

Und noch ein interessanter Fakt: Auch wenn wir noch einige Vorträge und Publikationen planen, ist das Projekt damit (nahezu) abgeschlossen; laut meiner Zeiterfassung habe ich seit Oktober 2015 (da haben wir die Arbeit am Antrag begonnen und uns um die Ausschreibung beworben) insgesamt knapp 375 Stunden an dem Vorhaben gearbeitet.

Was steht nun auf meiner Agenda? Neben einigen Reviews für „Medien und Kommunikationswissenschaft“ sowie zwei andere Journals stehen gerade insbesondere zwei Dinge an:

  • Die überarbeiteten Einreichungen für die Sonderausgabe von kommunikation@gesellschaft zu „Algorithmen“ sind mittlerweile bei uns Herausgebern gelandet und werden von uns ein weiteres Mal geprüft und kommentiert an die Verfasser/innen zurückgeschickt; nach meinem momentanen Eindruck sieht das aber alles recht gut aus, sodass die Sonderausgabe hoffentlich wie geplant im April erscheinen kann.
  • Mit Christian Nürnbergk arbeite ich weiter an der Analyse der Social-Media-Praktiken von Mitgliedern der Bundespressekonferenz. Wir haben eine knappe Zusammenfassung der Kernergebnisse aus der Online-Befragung, die im Sommer 2016 im Feld war, an die Befragungsteilnehmer/innen verschickt und prüfen gerade, inwieweit wir dieses Dokument auch generell online zugänglich machen (ohne damit die Möglichkeit zu verbauen, daraus einen „regulären“ Aufsatz zu machen). Die Befragungsdaten können wir durch Befunde einer Netzwerkanalyse, einer Analyse von Tweets, und einer Analyse der Twitter Friend Repertoires ergänzen; daran arbeiten wir im Moment noch.

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? Das Buch „Prototype Politics“ von Daniel Kreiss, das die digitalen Strategien der US-Wahlkämpfe von Republikanern und Demokraten zwischen 2004 und 2014 nachzeichnet und dabei insbesondere deren Pfadhängigkeit herausarbeitet – also den Umstand, dass die Figurationen von Digital-Team und -Beratern sowie die von ihnen eingesetzten und weiter entwickelten Technologien mit Ende des Wahlkampfs nicht abrupt verschwinden, sondern auch und gerade in den „Zwischenjahren“ weiter existieren und so die Ausgangslage für den nächsten Wahlkampf prägen.

15. Februar 2017
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Mittendrin zur Monatsmitte (2017-02)

Es ist wieder Zeit für den allmonatlichen Lagebericht: Welche Themen und Aufgaben beschäftigen mich im Moment?

  • Die meiste Zeit widme ich gerade der Arbeit am Abschlußbericht für das Intermediäre-Projekt, der auf etwa 100 Seiten zusammenfassen soll, was wir in unserer qualitativen Studie zur Relevanz von Intermediären für die Meinungsbildung erarbeitet haben. Der Bericht soll spätestens am 8. März als Arbeitspapier des Hans-Bredow-Instituts online verfügbar sein, weil wir an dem Tag in Berlin bei der Veranstaltung „Ganz meine Meinung?“ einen kurzen Impulsvortrag beisteuern und dann gerne auf die kompletten Ergebnisse verweisen wollen.
  • Parallel dazu treffe ich gerade Vorbereitungen, um im Lauf der kommenden Monate die „Twitter Friend Repertoires“ von politischen Journalist/innen einerseits und von Bundestagsabgeordneten bzw. -kandidierenden andererseits untersuchen zu können. Diese Vorbereitungen beinhalten beispielsweise, unsere bereits vorliegenden Listen von Twitter-Accounts dieser Gruppen zu aktualisieren bzw. sie (im Fall der Kandidierenden) neu zusammen zu stellen, aber auch die Skripte einzurichten und zu testen, mit denen ich die Liste der Twitter Friends erhebe.
  • Ausserdem steht in wenigen Wochen ein Termin an, der für das gesamte Institut wichtig ist: Nachdem wir im vergangenen Jahr eine Bewerbung um Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft auf den Weg gebracht haben, kommt es nun zur ersten (von insgesamt zwei) externen Begehung. Konkret heisst das, dass uns eine Kommission der Leibniz-Gemeinschaft einen zweitägigen Besuch abstatten und (in verschiedenen Konstellationen) Gespräche führen wird; diese bereiten wir schon seit einiger Zeit gründlich vor, um für möglichst viele Fragen und Situationen gewappnet zu sein.

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? U.a. das Buch „Der (des)informierte Bürger im Netz“ von Wolfgang Schweiger – der Untertitel „Wie soziale Medien die Meinungsbildung verändern“ deutet schon an, dass es Fragen anspricht, die mich auch seit längerem umtreiben.

15. Januar 2017
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Mittendrin zur Monatsmitte (2017-01)

Auch 2017 will ich mit der „Mittendrin zur Monatsmitte“-Reihe gerne regelmäßig einen Einblick in meine laufenden Arbeiten geben. Es passt ganz gut, dass ich in diesen Tagen auch mein jährliches Mitarbeitergespräch mit den Institutsdirektoren habe, bei dem wir auf das vergangene Jahr zurück- und das begonnene Jahr ausblicken – was werde ich in diesem Rahmen ansprechen?

  • Seit 2011 werte ich zum Mitarbeitergespräch immer die Daten meiner Zeiterfassung des vergangenen Jahres aus, die ich mit Hilfe von toggl führe; für 2016 kann ich daraus unter anderem ablesen, dass ich etwas mehr als ein Drittel meiner Arbeitszeit mit Forschungsprojekten im engeren Sinn bestritten habe. Das Schreiben von Aufsätzen und anderen Publikationen (14 %), institutsinterne Koordination (Meetings etc., 13%), die Vorbereitung und das Halten von Vorträgen sowie das Bearbeiten von E-Mails aller Art (jeweils etwa 10 %) sind andere größere Arbeitsfelder gewesen. Gegenüber den Vorjahren ist der Anteil von „Projekte“ noch einmal leicht gestiegen, was insbesondere am Intermediärsprojekt liegt, das alleine schon 17 Prozent meiner Arbeitszeit beanspruchte. Die übrigen Anteile liegen in etwa auf dem Niveau der vorherigen Jahre und damit in Proportionen, die ich als sehr angenehm und produktiv empfinde.
  • Ein zweiter fester Bestandteil des Gesprächs ist, dass ich meine Liste mit Vorhaben aus dem Vorjahr daraufhin durchgehe, was ich abschließen konnte, was noch läuft, und was sich nicht hat realisieren lassen. Auf der „geklappt/abgeschlossen“-Seite stehen da neben dem Intermediärsprojekt etwa auch die Mitarbeit am wissenschaftlichen Gutachten zum Kommunikations- und Medienbericht, das „Handbuch Social Media“ und die Expertise zu Social Media in der Wissenschaftskommunikation. Andererseits hatte ich mir Anfang vergangenen Jahres u.a. auch vorgenommen, zu den damals anstehenden Landtagswahlen „Twitter Friend Repertoire“-Analysen von Kandidierenden durchzuführen, und ich wollte eine Projektidee zu „Softwaresystemen und Partizipation“ zu einem DFG-Antrag ausarbeiten – diese Vorhaben, und noch einige andere kleinere Dinge, konnte ich leider nicht umsetzen.
  • Schließlich geht es im Mitarbeitergespräch natürlich immer auch um meine Planung für das beginnende Jahr. Auf meiner Liste (die ich dann in 2018 wieder kritisch prüfen kann… :-)) stehen diesmal die „Aufräumarbeiten“ zum Intermediärsprojekt, das heißt das Fertigstellen des wissenschaftlichen Endberichts sowie zumindest ein oder zwei weiterer Publikationen, und die Entwicklung (und Durchführung) von Projektideen zur Bundestagswahl 2017 ganz oben auf meiner Agenda. Zu letzterem Themenbereich hatten wir bereits ein erstes institutsinternes Treffen und sind gerade dabei, einige Projektvorhaben so aufeinander abzustimmen, dass sie sich auch wechselseitig informieren und ergänzen können. Vermutlich kann ich dazu im Lauf der kommenden Monate mehr schreiben…

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? U.a. das „Grünbuch Digitale Plattformen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, zu dem im Moment auf der oben verlinkten Dialogplattform auch noch Kommentare und Stellungnahmen abgegeben werden können.

 

6. Januar 2017
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Vorträge 2017 (1)

Das neue Jahr hat bereits begonnen, schon werfen die ersten Vorträge und Konferenzreisen ihre Schatten voraus.

  • Am 9. Januar bin ich in Berlin beim Abendforum der Evangelischen Akademie zum Thema „Digitale Räume, Diskursverweigerung und die Akademien“. Ich werde dort eine Keynote halten, die den schönen Titel trägt: „Von Echokammern, Filterblasen und Algorithmen. Strukturwandel der Öffentlichkeit in der digitalen Gesellschaft“. Im Anschluss darf ich mit Gesche Joost und Ingo Dachwitz, moderiert von Paul Nolte, zu diesem Thema noch auf dem Podium diskutieren. Was für ein schöner Auftakt!
  • Eine Woche später, am 18. Januar, bin ich gleich nochmal in Berlin, um am „Ideenlabor gesellschaftliche Wirkung von Prozessen algorithmischer Entscheidungsfindung“ teilzunehmen, das die Bertelsmann-Stiftung veranstaltet und zu dem mich Konrad Lischka freundlicherweise eingeladen hat.
  • Am 13. Februar habe ich mal wieder die Gelegenheit, nach Bamberg zurückzukehren, nämlich zur „Zweiten Woche der jungen Forschung“. Ich werde einen Vortrag über „Die Rolle der sozialen Medien in der Wissenschaftskommunikation“ halten und an der anschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen, u.a. auch mit Florian L. Mayer, meinem ehemaligen Kollegen von der FoNK.
  • Am 23.2. bin ich am Gymnasium Hochrad in Hamburg-Othmarschen zu Gast, um an einer Abendveranstaltung für Eltern und Lehrern zum Thema „Digitale Mündigkeit“ (Arbeitstitel) teilzunehmen. Zusammen mit Dorina Gumm (CCC Hamburg und FH Lübeck) werde ich über Herausforderungen und Potenziale digitaler Medien für Kinder und Jugendliche sprechen; mein Impulsvortrag hat im Moment den Arbeitstitel „Wie öffentlich ist das Internet eigentlich?“.
  • Am 8.3. geht es ein weiteres Mal nach Berlin – diesmal zu einer gemeinsamen Veranstaltung der medienanstalten und der LfM zur Rolle von Informationsintermediären für die Meinungsbildung. Ende November 2016 hatten wir ja bereits Ergebnisse aus unserem Forschungsprojekt im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt; diesmal wird es eine Veranstaltung für die breitere Öffentlichkeit sein, bei der auch Birgit Stark (Uni Mainz) und ihr Team eigene Ergebnisse vorstellt. Mehr Details über Ablauf etc. habe ich derzeit noch nicht, reiche ich aber gerne nach.
  • Ähnliches gilt auch für die DGPuK-Jahrestagung, die vom 30.3. bis 1.4. in Düsseldorf stattfinden wird: Wir werden einen Vortrag aus dem Intermediär-Projekt halten, genauer gesagt: „Informationsintermediäre und Meinungsbildung: Kommunikationsarchitektur, Relevanz und reflektierte Nutzung“. Wann das genau sein wird und mit wem zusammen wir eine Session bestreiten werden, steht im Moment aber noch nicht fest.

(tbc)

 

15. Dezember 2016
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Mittendrin zur Monatsmitte (16-12)

Wenn dieser Text zu lesen ist, habe ich es diesen Monat nicht geschafft, einen Blog-Eintrag zu meinen aktuellen Vorhaben und Baustellen zu schreiben… Die Kommentare können gerne dazu benutzt werden, mich zu verhöhnen, anzufeuern, zu ermuntern, oder mich durch demonstratives Schweigen zu strafen.

Elf Monate lang habe ich es geschafft, immer zum 15. des Monats mittags um 12 einen Blogeintrag zu veröffentlichen – und ausgerechnet im Dezember habe ich es verschwitzt, sodass der oben zu sehende Text veröffentlicht wurde (ich hatte im Januar schon alle Monatsbeiträge mit dem jeweils passenden Veröffentlichungsdatum angelegt.. :-)). So ganz unkommentiert will ich das Jahr dann aber doch nicht austrudeln lassen, deswegen kurz drei Dinge, die bei mir gerade anstehen – 2017 wird es mit der „Mittendrin zur Monatsmitte“ auf jeden Fall weitergehen:

  • Schon etwas her, aber hier noch gar nicht gebührend gewürdigt: Das „Handbuch Soziale Medien„, das ich mit Monika Taddicken herausgebe, ist nun auch in einer Print-Fassung erschienen.
  • Am 30.11. haben wir im Rahmen eines Pressetermins erstmals Ergebnisse aus dem „Intermediäre und Meinungsbildung“-Projekt präsentiert. Beim „Bredowcast„, dem Podcast des Hans-Bredow-Instituts, erzählen Lisa und ich von der Veranstaltung und unserem Projekt. Mittlerweile bereiten wir uns auf die zweite, etwas größer angelegte Veranstaltung vor, die am 8.3. stattfinden wird. Wenn alles klappt wie geplant, wird zu diesem Termin eine (kurze) Publikation vorliegen, die sich eher an ein allgemeines Publikum richtet, und wir werden den ausführlichen wissenschaftlichen Abschlußbericht fertiggestellt und als Arbeitspapier veröffentlicht haben.
  • Bis zum Jahresende will ich gemeinsam mit Katharina Kinder-Kurlanda, Christian Stegbauer und Nils Zurawski die Einreichungen begutachtet haben, die wir für die von uns herausgebene Sonderausgabe „Algorithmen, Kommunikation und Gesellschaft“ erhalten haben. Wir hoffen, dass die Aufsätze – durch die Bank sehr interessante und spannende Beiträge – dann im Frühjahr 2017 publikationsreif sind.

Und was lese ich gerade in der S-Bahn? „When the Algorithm itself is a Racist: Diagnosing Ethical Harm in the Basic Components of Software„, ein Aufsatz von Sandvig et al. im International Journal of Comunication zur Frage, wie Algorithmen aus ethischer Perspektive beurteilt werden können/sollten.

28. November 2016
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Geburtstag im Social Web (2016)

Ich weiss nicht, ob dies schon die älteste Blogeintragsserie im deutschen Sprachraum ist – zumindest ist es die älteste Blogeintragsserie auf schmidtmitdete.de! Und nachdem jedes Jahr gefühlt mehr Leute auf diese Statistik Bezug nehmen („Diesmal gratuliere ich Dir über Kanal XYZ, damit das in Deiner Statistik auch auftaucht..“), kann ich auch schlecht mit der Tradition brechen, hier blogöffentlich die Frage zu beantworten: Über welche Wege haben mich dieses Jahr die Geburtstagsglückwünsche erreicht?geburtstag2016

  • Für Teenager und junge Erwachsene mag Facebook ja mittlerweile out sein, aber für wissenschaftliche Referenten in den besten Jahren (*aehem*) ist und bleibt es unverzichtbar… zumindest für Geburtstagsglückwünsche… sage und schreibe 97 Einträge hatte ich auf meiner Pinnwand!
  • Die persönlichen Mails haben sich mehr als verdoppelt (von 3 auf 7…) und auch die Direktnachrichten auf Facebook (6) und Twitter (3) sind etwas mehr geworden.
  • Alle anderen Kanäle blieben gleich oder gingen leicht zurück.

Aber wie jedes Jahr gilt, und das meine ich ernst: Ich habe mich über jeden Glückwunsch gefreut, egal wie er mich erreichte – danke vielmals!

15. Oktober 2016
nach Jan-Hinrik Schmidt
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Mittendrin zur Monatsmitte (16-10)

Diese Oktober-Ausgabe von „Mittendrin zur Monatsmitte“ fällt mit dem Beginn einer weiteren Elternzeit von mir zusammen: Bis Ende November habe ich andere Dinge zu tun als Medienforschung… Doch weil bis Ende 2016 einige Projekte, an denen ich beteiligt bin, abgeschlossen sein müssen, hatte ich in den vergangenen Wochen einiges zu tun:

In einem zweitägigen internen Team-Workshop habe ich mit Kolleg/innen das Material unserer „Intermediär-Studie“ gesichtet und zusammengefasst – angesichts der Transkripte von 6 Gruppendiskussionen und 18 Einzelinterviews war es durchaus herausfordernd, zugleich aber auch sehr ergiebig, sich so einen konzentrierten Zeitraum für die gemeinsame Diskussion und Analyse zu geben. Wir werden einen ersten Entwurf der Befunde Mitte November an den Auftraggeber (die medienanstalten) liefern und Ende November bei einem Pressegespräch die Ergebnisse präsentieren; ich kann jetzt schon verraten, dass das sehr spannend wird!

Für das wissenschaftliche Gutachten zum Kommunikations- und Medienbericht habe ich erste Versionen von Teilkapiteln verfasst, u.a. zu Social-Media-Intermediären und zu Streamingplattformen. Auch hier ist Ende November der Entwurf für den Endbericht fällig, an dem eine Reihe meiner Kolleg/innen am Institut beteiligt sind.

Die erste Oktoberwoche war ich noch dazu komplett „außer Haus“, nämlich in Berlin. Zum einen stand die Tagung „The Rule of Algorithms“ an, die das HBI zusammen mit dem Fachbereich Informatik der Uni Hamburg organisiert hatte; einen Tag lang diskutierten wir erst in kleinerer wissenschaftlicher Runde, dann bei einer öffentlichen Veranstaltung über die Bedeutung algorithmischer Entscheidungsfindung und Ansatzpunkte für ihre gesellschaftliche Gestaltung. Zum anderen fand die Jahrestagung der Association of Internet Research unter dem Motto „Internet Rules!“ statt, bei der das HBI Ko-Organisator war. Ich hatte längst nicht so viel mit der Organisation zu tun wie Cornelius Puschmann, (der seit dem 1.10. übrigens auch als Senior Researcher unser Team am HBI verstärkt) und konnte mich auf die Vorträge und Keynotes konzentrieren, die ich fast durchgängig sehr anregend fand. Es gab ein beeindruckendes (angesichts der wissenschaftlichen Qualität aber auch völlig gerechtfertigtes) Medienecho auf die AOIR-Tagung, u.a. mit Berichten im Tagesspiegel , der Süddeutschen Zeitung und im Guardian. Und wie es sich für eine Internetforschung-Tagung gehört: Einen sehr aktiven hashtag #aoir2016 und mindestens zwei eigene Twitterbots.

Das waren also die größeren Baustellen – ich freue mich auf die kommenden Wochen, die sicherlich nicht weniger aufregend und ereignisreich werden, aber… anders! :-)

Und was werde ich in der Elternzeit lesen? Hoffentlich einige gute SF-Romane, u.a. habe ich mir „Children of Time“ vorgenommen.

15. September 2016
nach Jan-Hinrik Schmidt
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Mittendrin zur Monatsmitte (16-09)

Eigentlich könnte ich es mir diesen Monat leicht machen und einfach den „Mittendrin zur Monatsmitte“-Beitrag aus dem August kopieren, denn die wesentlichen Baustellen sind die gleichen:

Deutlich stärker noch als im August erlebe ich mittlerweile aber den Druck einer Deadline ganz eigener Art: Mitte Oktober werde ich einen weiteren Elternzeitmonat nehmen, und wenn ich im November zurückkomme, sind es nur noch wenige Tage bis zur Präsentation des Intermediär-Projekts (am 30.11. in Berlin) sowie zur Deadline für die erste Fassung des Kommunikations- und Medienberichts. Dies wiederum bedeutet, dass ich meine Aufgaben in diesen Projekten im Wesentlichen bereits Mitte Oktober abgeschlossen haben muss – und weil ja Anfang Oktober die AOIR inkl. begleitender Veranstaltungen eine ganze Woche beansprucht, schnurrt dieser Zeitraum noch weiter zusammen.

Ich probiere deswegen im Moment eine für mich neue Strategie aus: Ich habe bereits im August in meinem Terminkalender alle Wochen bis zur Elternzeit durchgeplant und dabei einzelne Tage entweder den beiden großen Projekten zugeordnet (da mache ich dann auch nichts anderes) oder aber für Meetings und „Vermischtes“ (Arbeit an ausstehenden reviews; meetings; etc.) vorgesehen. Bislang klappt das ganz gut; mal sehen, wie es sich gestaltet, wenn der Elternzeit-Stichtag dann noch näher rückt.. :-)

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? Aufgrund der oben geschilderten drängenden Verpflichtungen gerade leider nichts ohne direkten Verwertungszusammenhang (wie sonst oft), sondern u.a. die Korrekturfahnen für die Printfassung des „Handbuch Soziale Medien„, das ich mit Monika Taddicken herausgebe. Die müssen am 19.9. wieder beim Verlag sein, damit das Buch dann im Oktober (toi toi toi!) erscheinen kann.. :-)

13. September 2016
nach Jan-Hinrik Schmidt
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Beitrag im Handbuch Medien- und Informationsethik

In diesen Tagen habe ich das Belegexemplar des „Handbuch Medien- und Informationsethik“ erhalten, das Jessica Heesen (Tübingen) herausgegeben hat. Ich konnte bislang nur einen sehr kursorischen Blick auf die Texte des Handbuchs werfen, bin aber von der Breite der behandelten Themen beeindruckt: Insgesamt 48 Beiträge in acht thematischen Abschnitten widmen sich Aspekten von „Technikethik“ über „Anwaltschaftlicher Journalismus“ und „Hackerethik“ bis zu „Algorithmen“ (von der geschätzten Kollegin Nele Heise).

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Mein Beitrag befasst sich mit der „Ethik des Internets“; seine Kernthese ist, dass das Internet als Hybridmedium unterschiedliche Kommunikationsmodi – das „Publizieren“, die „Konversation“ sowie die „Mensch-Maschine-Interaktion“ – unterstützt, die jeweils eigene ethische Probleme aufwerfen bzw. Abwägungen erforderlich machen.

Schmidt, Jan-Hinrik (2016): Ethik des Internets. In: Jessica Heesen (Hrsg.): Handbuch Medien- und Informationsethik. Stuttgart: J.B.Metzler. S. 284-292. [preprint]

15. August 2016
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Mittendrin zur Monatsmitte (16-08)

Von Sommer kann man im Moment ja nicht wirklich reden, deshalb gibt es für mich dieses Jahr auch keine großen Sommerferien, sondern nur eine kurze Woche Urlaub – und jede Menge laufende Vorhaben und Baustellen. Was mache ich gerade so?

  • Einen Großteil meiner Zeit fließt weiterhin in das Intermediäre-Projekt. Der erste wesentliche Auswertungsschritt ist, die leitfadengestützten Gespräche zu Gruppen- und Einzelfallportraits zu verdichten. Zur Erinnerung: Wir haben sechs Gruppen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Graden des gesellschaftlichen Engagements befragt, und zudem aus jeder Gruppe drei Mitglieder für vertiefende Einzelgespräche rekrutiert. Die Gruppenportraits fassen die wesentlichen Merkmale der Gruppe als kommunikative Figuration zusammen, d.h. wir beschreiben die Akteurskonstellation, das Medienensemble und exemplarische kommunikative Praktiken der Meinungsbildung, bei denen Intermediäre wie Facebook oder WhatsApp eine prägende Rolle spielen. Die Einzelfallportraits gehen dann in die Tiefe und beschreiben das Informationsrepertoire der jeweiligen Person mit einem Fokus auf der Stellung von Intermediären darin; hinzu kommen Einschätzungen über den Wissensstand und Reflexionsgrad im Hinblick auf die Funktionsweisen der Intermediäre (z.B. zu Personalisierungs- und Empfehlungsmechanismen) sowie erneut beispielhafte Praktiken der Meinungsbildung über & mit Intermediären. Weitere Auswertungsschritte folgen, um dann gruppen- bzw. fallübergreifende Aussagen über die Bedeutung von Intermediären für die Meinungsbildung treffen zu können. Aber bereits die Portraits werden eine sehr reichhaltige und anschauliche Lektüre bieten…
  • Die zweite Baustelle, die mehr und mehr Zeit fordert, ist das wissenschaftliche Gutachten für den Kommunikations- und Medienbericht der Bundesregierung. Hier geht es derzeit vor allem noch darum, die Arbeit der vielen studentischen Mitarbeiter/innen zu koordinieren, die Daten und Studien recherchieren und Tabellen aktualisieren. In den kommenden Wochen werde ich dann aber verstärkt damit zu tun haben, die Analyse drumherum zu verfassen (natürlich auch nicht alleine, sondern mit mehreren meiner Kolleg/innen am Institut).
  • In den vergangenen Wochen hatte ich aber auch immer wieder mit Christian Nuernbergk von der LMU München Kontakt, weil wir uns gemeinsam mit der Twitter-Nutzung von Bundespressekonferenz-Journalist/innen auseinandersetzen. Uns geht es zum einen um eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Stellenwert, den Twitter für die journalistische Arbeit dieser Gruppe hat, zum anderen aber auch um Bezüge zu politischen Akteuren, d.h. vor allem zu Bundestagsabgeordneten. Wir kombinieren dazu zwei methodische Ansätze: Eine Online-Befragung unter den Mitgliedern der Bundespressekonferenz, die Christian Nuernbergk federführend betreute, ist mittlerweile abgeschlossen (und erzeugte erste Resonanz :-)); hinzu kommen Analysen des „Twitter Friend Repertoires“ dieser Gruppe, also der Muster in den Accounts, denen die Journalist/innen auf Twitter folgen. Wir haben auch schon mehrere konkrete Fragestellungen identfiziert, die wir vermutlich zu Konferenzvorträgen ausarbeiten werden, aber das ist im Moment noch nicht spruchreif.
  • Apropos Konferenzen: Inzwischen ist das Programm der AOIR 2016 veröffentlicht, die Anfang Oktober in Berlin stattfindet und vom HBI ko-organisiert wird. Ich bin als Co-Author an einem Beitrag zu „News Sharing on Twitter“ beteiligt (bin aber, wie ich tatsächlich gerade erst merke, in einer parallelen Session als Moderator eingespannt.. :-/) und Teil einer Panel Session zu „Algorithmic Personalization and Digital Traces„, wo es u.a. auch um unseren Ansatz der Twitter Friend Repertoires gehen wird. Es ist zwar noch eine Weile hin, aber die Vorfreude auf die Tagung steigt schon!

Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? U.a. den Aufsatz „Disconnected, fragmented, or united? a trans-disciplinary review of network science“ von C. Hidalgo, der einen kompakten und erhellenden Überblick der unterschiedlichen Zugänge der Netzwerkforschung gibt, wie sie die Sozialwissenschaften einerseits und die Naturwissenschaften andererseits vertreten.