Schmidt mit Dete

Wissenschaftliches Gutachten zum Medien- und Kommunikationsbericht

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Aufmerksame Leserinnen und Leser meiner „Mittendrin zu Monatsmitte“-Rubrik wissen, dass ich v.a. in der zweiten Jahreshälfte 2016 viel Zeit mit dem „Wissenschaftlichen Gutachten zum Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung“, so der volle Titel, zugebracht habe. Anfang des Jahres hatten wir die Endfassung der Auftraggeberin, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, übergeben. Mittlerweile ist das Gutachten, stolze 251 Seiten lang sowie in einer Kurzfassung, auch öffentlich zugänglich.

Das Gutachten hatte zum Ziel, wesentliche Entwicklungen der Medien (Inhalte und Angebote; Wirtschaft und Organisation; Nutzung und Wirkung; Recht und Regulierung) zwischen 2013 und 2016 nachzuzeichnen sowie übergreifende Trends und Entwicklungen zu diskutieren.1 Weil das keine kleine Aufgabe ist, waren mit mir insgesamt neun Kolleginnen und Kollegen sowie studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt, um verfügbare Daten zusammenzutragen, einzuordnen und die „großen Linien“ herauszuarbeiten. Das war nicht immer einfach, wie wir bereits an der Abgrenzung zwischen einzelnen Mediengattungen und Angebotstypen für die Zwecke einer erweiterten Gliederung merkten2. Zudem mussten zahlreiche Querbezüge zwischen den einzelnen Kapiteln hergestellt und bei den Überarbeitungen im Blick gehalten werden. Und der Umstand, dass gerade zum Ende der Deadline hin viele von uns parallel an unterschiedlichen Stellen des Dokuments arbeiten wollten und mussten, sorgte für einige geraufte Haare…

Aber letztlich kann sich das Gutachten, hoffe ich, doch sehen lassen. Die Zusammenfassung auf vier Seiten (.pdf) ist seeehr komprimiert und gibt vor allem einen ersten Überblick über die Themen. Fürs genauere Reinlesen würde ich persönlich das Kapitel 4 („Trends und Perspektiven“) empfehlen, das die vielen vielen Daten und Befunde aus den Kapiteln davor zu einigen übergreifenden Analysen zusammenfasst (und dabei nebenbei bemerkt auch einen guten Einblick in aktuelle forschungsprogrammatische Überlegungen des Hans-Bredow-Instituts gibt). Aber natürlich freue ich mich, wie alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen, über jede Art von Feedback!

  1. Dieser Text soll die Grundlage für einen politischen Teil des Medien- und Kommunikationsberichts sein, den die Bundesregierung erstellen und dem Parlament vorlegen soll; ob das noch in dieser Legislaturperiode passiert, kann ich aber nicht beurteilen.
  2. Etwa: Wo behandeln wir die Online-Mediatheken der TV-Sender? Wo sortieren wir Intermediäre wie Facebook ein, die professionellen Journalismus genauso wie nutzergenerierte Inhalte verbreiten? Und wo gehen wir auf Entwicklungen wie algorithmische Personalisierung oder Suchmaschinenwerbung ein?

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