<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Journalistische Ethik im Social Web</title>
	<atom:link href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 19 Jul 2010 12:27:49 +0200</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Jan</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1711</link>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 22:34:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1711</guid>
		<description>@gui: Keine Ahnung - evtl. im Internet Archive?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@gui: Keine Ahnung &#8211; evtl. im Internet Archive?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gui</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1710</link>
		<dc:creator>Gui</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 16:28:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1710</guid>
		<description>Existiert der angesprochene Artikel noch irgendwo? Unter dem Links ist er leider nicht mehr zu finden. Danke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Existiert der angesprochene Artikel noch irgendwo? Unter dem Links ist er leider nicht mehr zu finden. Danke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: seo</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1625</link>
		<dc:creator>seo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 20:36:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1625</guid>
		<description>Ich habe ein Mal die Erfahrung gemacht, das ein ganz guter Blogfreund von mir zitiert wurde im Fernsehen, ohne, dass er davon was wusste !! (das wollte ich nur mal nebenbei erwähnen)-sein Foto wurde dann auch gleich gezeigt. Für jemanden, der noch einen weiteren Job hat, ist das nicht so prickelnd und so gab es bei ihm schon ganz schönen Stress.
Leider habe ich Zapp nicht gesehen, kommt evtl. eine Wiederholung?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein Mal die Erfahrung gemacht, das ein ganz guter Blogfreund von mir zitiert wurde im Fernsehen, ohne, dass er davon was wusste !! (das wollte ich nur mal nebenbei erwähnen)-sein Foto wurde dann auch gleich gezeigt. Für jemanden, der noch einen weiteren Job hat, ist das nicht so prickelnd und so gab es bei ihm schon ganz schönen Stress.<br />
Leider habe ich Zapp nicht gesehen, kommt evtl. eine Wiederholung?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Julius</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1620</link>
		<dc:creator>Julius</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 17:10:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1620</guid>
		<description>Danke für den informativen Beitrag. FYI: Über den Existenzzeitraum des Blogs von 28 Monaten und 66 Postings gibt es 13 Kommentare, von denen vier vom Blogger selbst stammen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den informativen Beitrag. FYI: Über den Existenzzeitraum des Blogs von 28 Monaten und 66 Postings gibt es 13 Kommentare, von denen vier vom Blogger selbst stammen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: warumichdasnichtsagstehtimkommentar</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1617</link>
		<dc:creator>warumichdasnichtsagstehtimkommentar</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 01:26:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1617</guid>
		<description>Ich weiß auch nicht was solche Blogzitate in einer Zeitung sollen. Allerdings hab ich mich dann auch dabei ertappt ein wenig zu suchen und hab auch einige der oben geannten Profilte usw. gefunden wie auch Freunde usw. Dazu waren einige Dinge noch falsch zitiert, oder macht man aus einem , ... jetzt einen Punkt ( es ging um frauen ticken anders oder so). Was ja an sich eine allerweltsaussage ist, die weder relevant noch sonstwie irgendwie mit der Tat zu tun hat, wenn dann doch eher den Beitrag etwas weiter unten, von wegen Zeitbombe usw. Will da jetzt nicht näher drauf eingehen.

Insgesamt macht mir das wieder klar wie einfach es doch ist mit sehr wenig Aufwand ein recht umfassendes Profil in 20 Minuten von einer Person zu erstellen, das von Hobbies, Freunde, Beruf, Musikvorlieben, der Einstellung zu verschiedenen Themen usw. über Gesundsheitsprobleme alles zu erfahren. Zwar nicht direkt über den Realname, aber wenn der nur einmal in Verbindung mit dem Nick fällt ist es ja schon egal, da recht eindeutig erkennbar. Da sind ja noch nicht mal Dienste wie Xing, StudiVZ, Facebook und Co betrachtet worde, wo es ja sicherlich auch noch einige Infos gibt.

Es heißt daraus gewisse lehren zu ziehen. Das heißt nicht unbedingt sich nicht mehr an sozialen Netzwerken zu beteiligen, aber doch mal aufzupassen, dass z.B. nicht der Nick des Spielsuchtforums mit dem des Depriforums mit dem der beim Arbeitgeber hinterlassenden Mailadresse überheinstimmt usw. Außerdem wäre es wirklich mal an der Zeit so eine Art Selbstbesteimmbares Verfallsdatum für Daten im Netz zu bestimmen, bzw. eine Möglichkeit alte Daten und Accounts einfach zu löschen, was aufgrund der großen Datenredundanz  im Moment nicht wirklich Möglich ist.

Ähnliches sollte man auch für zukunftige Entwicklungen bedenken. Auch wenn man sich ncihts dabei denkt ein peinliches Bild ins Internet zu packen ohne Namen usw. würde ich dennoch immer davon ausgehen das es in vieleicht fünf Jahren problemlos Möglich ist, einfach ein Vergleichbild in eine Suchmaschine zu laden und dann so das Bild zu finden, ohne das man die entsprechende Person Namentlich sucht.

Wer weißt evtl. ist es in Zukunft sogar möglich, gewisse Artikel, Forenbeiträge, Kommentare usw. einfach aufgrund von Satzbau, Formulierungen usw. einer gewissen Person zuzuordnen.

Zum Thema was verwndet werden darf, würde ich auf jeden Fall erst mal alles ausschließen, was wie schon von im Beitrag oben gesagt hinter einem Login &quot;verborgen&quot; ist. Also studiVz usw. Außerdem gibt es ja immer noch das Urheberrecht und somit ist ja an sich nichts zu verwenden, außer es darf in irgend einer Form als Zitat genutz werden und ob im konkreten Fall z. B. die Gedanken zur Idendität als Mann oder Ähnliches für den Artikel relevant sind mag ich bezweifeln. Das mag evtl. bei einem Serienvergewaltiger schon wieder anders aussehen.

Dieser Kommentar ist zwar ein wenig vom Thema abgewichen, aber irgendwie musste das mal gesagt. werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß auch nicht was solche Blogzitate in einer Zeitung sollen. Allerdings hab ich mich dann auch dabei ertappt ein wenig zu suchen und hab auch einige der oben geannten Profilte usw. gefunden wie auch Freunde usw. Dazu waren einige Dinge noch falsch zitiert, oder macht man aus einem , &#8230; jetzt einen Punkt ( es ging um frauen ticken anders oder so). Was ja an sich eine allerweltsaussage ist, die weder relevant noch sonstwie irgendwie mit der Tat zu tun hat, wenn dann doch eher den Beitrag etwas weiter unten, von wegen Zeitbombe usw. Will da jetzt nicht näher drauf eingehen.</p>
<p>Insgesamt macht mir das wieder klar wie einfach es doch ist mit sehr wenig Aufwand ein recht umfassendes Profil in 20 Minuten von einer Person zu erstellen, das von Hobbies, Freunde, Beruf, Musikvorlieben, der Einstellung zu verschiedenen Themen usw. über Gesundsheitsprobleme alles zu erfahren. Zwar nicht direkt über den Realname, aber wenn der nur einmal in Verbindung mit dem Nick fällt ist es ja schon egal, da recht eindeutig erkennbar. Da sind ja noch nicht mal Dienste wie Xing, StudiVZ, Facebook und Co betrachtet worde, wo es ja sicherlich auch noch einige Infos gibt.</p>
<p>Es heißt daraus gewisse lehren zu ziehen. Das heißt nicht unbedingt sich nicht mehr an sozialen Netzwerken zu beteiligen, aber doch mal aufzupassen, dass z.B. nicht der Nick des Spielsuchtforums mit dem des Depriforums mit dem der beim Arbeitgeber hinterlassenden Mailadresse überheinstimmt usw. Außerdem wäre es wirklich mal an der Zeit so eine Art Selbstbesteimmbares Verfallsdatum für Daten im Netz zu bestimmen, bzw. eine Möglichkeit alte Daten und Accounts einfach zu löschen, was aufgrund der großen Datenredundanz  im Moment nicht wirklich Möglich ist.</p>
<p>Ähnliches sollte man auch für zukunftige Entwicklungen bedenken. Auch wenn man sich ncihts dabei denkt ein peinliches Bild ins Internet zu packen ohne Namen usw. würde ich dennoch immer davon ausgehen das es in vieleicht fünf Jahren problemlos Möglich ist, einfach ein Vergleichbild in eine Suchmaschine zu laden und dann so das Bild zu finden, ohne das man die entsprechende Person Namentlich sucht.</p>
<p>Wer weißt evtl. ist es in Zukunft sogar möglich, gewisse Artikel, Forenbeiträge, Kommentare usw. einfach aufgrund von Satzbau, Formulierungen usw. einer gewissen Person zuzuordnen.</p>
<p>Zum Thema was verwndet werden darf, würde ich auf jeden Fall erst mal alles ausschließen, was wie schon von im Beitrag oben gesagt hinter einem Login &#8220;verborgen&#8221; ist. Also studiVz usw. Außerdem gibt es ja immer noch das Urheberrecht und somit ist ja an sich nichts zu verwenden, außer es darf in irgend einer Form als Zitat genutz werden und ob im konkreten Fall z. B. die Gedanken zur Idendität als Mann oder Ähnliches für den Artikel relevant sind mag ich bezweifeln. Das mag evtl. bei einem Serienvergewaltiger schon wieder anders aussehen.</p>
<p>Dieser Kommentar ist zwar ein wenig vom Thema abgewichen, aber irgendwie musste das mal gesagt. werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan Schmidt</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1616</link>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 21:29:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1616</guid>
		<description>Danke für die interessanten Kommentare!

@mspro: der Hinweis auf Medienkompetenz ist wichtig, denn sicherlich gehört es zu einer der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt, in den neuen onlinebasierten Räumen abschätzen zu können, wer Zugriff auf meine Daten/Texte/etc. hat.
Das ist aber glaube ich nicht der springende Punkt - die Frage ist doch, wer ethisch falsch handelt: Derjenige, der Informationen von sich preisgibt, oder derjenige, der sie einem Kontext entnimmt und in einen anderen Kontext kopiert/verbreitet. Ich würde sagen: Letzterer - deswegen handeln m.E. Jugendliche, die Profilfotos von Mitschülern kopieren und in die Gruppe &quot;die größten Deppen von schülerVZ&quot; einstellen; oder Personalchefs, die Profile von Bewerbern auf studiVZ (oft noch verdeckt) durchstöbern unethisch.

@Haltungsturner: Ich frage mich in der Tat, wie die Redakteure anfänglich auf das Blog oder die Webseite kamen, denn ich konnte die Sachen ja nur finden, weil ich mit den Zitaten einen Anhaltspunkt hatte. Mit den handwerklichen Fehlern gebe ich Dir recht.

@paniker: Stimmt, das Urheberrecht kann hier, wie Sebastian auch schreibt, zumindest bei den Bildern auch noch eine Rolle spielen.

@Sebastian: Was die Neuigkeit der Öffentlichkeiten angeht, stimme ich Dir zu; das von mir gern verwendete Bild des &quot;holländischen Wohnzimmers&quot; trifft einige Aspekte des Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatsphäre m.E. ganz gut (zumindest lassen sich damit sehr schön Diskussionen anstoßen), kommt aber an seine Grenzen, insbesondere wenn es um die Persistenz, Durchsuchbarkeit und Replizierbarkeit der Daten geht. 
Die erwartete bzw. intendierte Öffentlichkeit einzuschätzen ist in der Tat schwierig; Zugangsbeschränkung durch Registrierung/Login (wie bei den meisten Netzwerkplattformen) wäre für mich z.B. schon mal ein Indikator, aber auch die Inhalte (da wird es dann schon schwammig). Und als Faustregel (mein Vorschlag zur sozialen Norm...): Als Beobachter lieber zu viel Privatheit annehmen und beim Urheber nachfragen, als zu viel Öffentlichkeit annehmen und dann ggfs. Privatsphäre verletzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die interessanten Kommentare!</p>
<p>@mspro: der Hinweis auf Medienkompetenz ist wichtig, denn sicherlich gehört es zu einer der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt, in den neuen onlinebasierten Räumen abschätzen zu können, wer Zugriff auf meine Daten/Texte/etc. hat.<br />
Das ist aber glaube ich nicht der springende Punkt &#8211; die Frage ist doch, wer ethisch falsch handelt: Derjenige, der Informationen von sich preisgibt, oder derjenige, der sie einem Kontext entnimmt und in einen anderen Kontext kopiert/verbreitet. Ich würde sagen: Letzterer &#8211; deswegen handeln m.E. Jugendliche, die Profilfotos von Mitschülern kopieren und in die Gruppe &#8220;die größten Deppen von schülerVZ&#8221; einstellen; oder Personalchefs, die Profile von Bewerbern auf studiVZ (oft noch verdeckt) durchstöbern unethisch.</p>
<p>@Haltungsturner: Ich frage mich in der Tat, wie die Redakteure anfänglich auf das Blog oder die Webseite kamen, denn ich konnte die Sachen ja nur finden, weil ich mit den Zitaten einen Anhaltspunkt hatte. Mit den handwerklichen Fehlern gebe ich Dir recht.</p>
<p>@paniker: Stimmt, das Urheberrecht kann hier, wie Sebastian auch schreibt, zumindest bei den Bildern auch noch eine Rolle spielen.</p>
<p>@Sebastian: Was die Neuigkeit der Öffentlichkeiten angeht, stimme ich Dir zu; das von mir gern verwendete Bild des &#8220;holländischen Wohnzimmers&#8221; trifft einige Aspekte des Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatsphäre m.E. ganz gut (zumindest lassen sich damit sehr schön Diskussionen anstoßen), kommt aber an seine Grenzen, insbesondere wenn es um die Persistenz, Durchsuchbarkeit und Replizierbarkeit der Daten geht.<br />
Die erwartete bzw. intendierte Öffentlichkeit einzuschätzen ist in der Tat schwierig; Zugangsbeschränkung durch Registrierung/Login (wie bei den meisten Netzwerkplattformen) wäre für mich z.B. schon mal ein Indikator, aber auch die Inhalte (da wird es dann schon schwammig). Und als Faustregel (mein Vorschlag zur sozialen Norm&#8230;): Als Beobachter lieber zu viel Privatheit annehmen und beim Urheber nachfragen, als zu viel Öffentlichkeit annehmen und dann ggfs. Privatsphäre verletzen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sebastian Deterding</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1615</link>
		<dc:creator>Sebastian Deterding</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 21:19:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1615</guid>
		<description>Hallo Jan,
danke für den wirklich spannenden Fall.

Ich sehe an ihm mindestens zweierlei: 

Journalistisch ist da die dreifache Unsauberkeit, 
(a) das Recht am eigenen Bild nicht zu achten - das gilt auch bis 10 Jahre nach dem Tod, und ob es sich bei den abgebildeten Opfern um &quot;relative Personen der Zeitgeschichte&quot; handelt, wie es juristisch so schön heißt, ist zumindest diskutabel;
(b) sich selbst fälschlich als Bildquelle auszugeben; 
(c) das Urheberrecht nicht zu achten: Auf der genannten Homepage der Familie findet sich nirgends ein Lizenzhinweis zur freien Weiterverwendung der Inhalte auf der Seite, insofern sind sie alle urheberrechtlich geschützt, und das Urheberrecht geht an die nächsten Angehörigen über; von denen hätten sich die Redakteure das Recht zum Abdruck mindestens der Bilder einholen müssen (bei den Textausschnitten könnte man zitatrechtlich argumentieren).

Was nun zweitens die persönlichen Öffentlichkeiten im Netz anbelangt, sehe ich die Sache als faszinierter kulturrelativistischer Ethnologe im eigenen Land: Diese Art Öffentlichkeit ist etwas kulturell (relativ) neues, für das es keine impliziten geteilten Konventionen noch gar explizite, in Gesetzen, Standards, Berufskodizes etc. kodifizierte Normen gibt. Wir befinden uns aktuell mittem im sozialen Aushandlungsprozess genau dieser Normen anhand genau solcher Fälle wie diesem. 

Kulturrelativismus heißt hier, dass es eben keine vorhandene ethische Antwort auf die Frage gibt, ob der Journalist &quot;richtig&quot; gehandelt hat, sondern jede/r von uns aus seinem/ihrem moralischen Empfinden und dann nachgelagert rationaler Begründung dieses Empfindens heraus Position bezieht, und aus der Abstimmung dieser Positionen dann geteilte Normen entstehen. In der Minidebatte in diesen Kommentaren nehmen wir &quot;live&quot; an diesem Aushandlungsprozess teil. 

Aber die Frage ist enorm spannend: Was ist die - hm - gerechtfertigt erwartbare intendierte Öffentlichkeit einer Äußerung im Web? Oder einfach gesagt: Wenn ich einen Blogpost sehe, woran kann ich begründet einschätzen, an wen diese Äußerung gerichtet ist und mit welcher Verbreitung ihr Autor einverstanden wäre? Letztlich geht es bei Google Books um die ähnliche Frage, ob ein Autor als Urheber das Recht hat, der Aufnahme seines Buch-Volltextes in den Google-Index und damit die Erhöhung der *Findbarkeit* seines Buches zu widersprechen, und ob der rechtliche Default für solche Dinge Opt-Out/bis auf Widerspruch oder Opt-In/Einverständnis sein sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jan,<br />
danke für den wirklich spannenden Fall.</p>
<p>Ich sehe an ihm mindestens zweierlei: </p>
<p>Journalistisch ist da die dreifache Unsauberkeit,<br />
(a) das Recht am eigenen Bild nicht zu achten &#8211; das gilt auch bis 10 Jahre nach dem Tod, und ob es sich bei den abgebildeten Opfern um &#8220;relative Personen der Zeitgeschichte&#8221; handelt, wie es juristisch so schön heißt, ist zumindest diskutabel;<br />
(b) sich selbst fälschlich als Bildquelle auszugeben;<br />
(c) das Urheberrecht nicht zu achten: Auf der genannten Homepage der Familie findet sich nirgends ein Lizenzhinweis zur freien Weiterverwendung der Inhalte auf der Seite, insofern sind sie alle urheberrechtlich geschützt, und das Urheberrecht geht an die nächsten Angehörigen über; von denen hätten sich die Redakteure das Recht zum Abdruck mindestens der Bilder einholen müssen (bei den Textausschnitten könnte man zitatrechtlich argumentieren).</p>
<p>Was nun zweitens die persönlichen Öffentlichkeiten im Netz anbelangt, sehe ich die Sache als faszinierter kulturrelativistischer Ethnologe im eigenen Land: Diese Art Öffentlichkeit ist etwas kulturell (relativ) neues, für das es keine impliziten geteilten Konventionen noch gar explizite, in Gesetzen, Standards, Berufskodizes etc. kodifizierte Normen gibt. Wir befinden uns aktuell mittem im sozialen Aushandlungsprozess genau dieser Normen anhand genau solcher Fälle wie diesem. </p>
<p>Kulturrelativismus heißt hier, dass es eben keine vorhandene ethische Antwort auf die Frage gibt, ob der Journalist &#8220;richtig&#8221; gehandelt hat, sondern jede/r von uns aus seinem/ihrem moralischen Empfinden und dann nachgelagert rationaler Begründung dieses Empfindens heraus Position bezieht, und aus der Abstimmung dieser Positionen dann geteilte Normen entstehen. In der Minidebatte in diesen Kommentaren nehmen wir &#8220;live&#8221; an diesem Aushandlungsprozess teil. </p>
<p>Aber die Frage ist enorm spannend: Was ist die &#8211; hm &#8211; gerechtfertigt erwartbare intendierte Öffentlichkeit einer Äußerung im Web? Oder einfach gesagt: Wenn ich einen Blogpost sehe, woran kann ich begründet einschätzen, an wen diese Äußerung gerichtet ist und mit welcher Verbreitung ihr Autor einverstanden wäre? Letztlich geht es bei Google Books um die ähnliche Frage, ob ein Autor als Urheber das Recht hat, der Aufnahme seines Buch-Volltextes in den Google-Index und damit die Erhöhung der *Findbarkeit* seines Buches zu widersprechen, und ob der rechtliche Default für solche Dinge Opt-Out/bis auf Widerspruch oder Opt-In/Einverständnis sein sollte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Paniker</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1614</link>
		<dc:creator>Paniker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 19:41:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1614</guid>
		<description>Dazu noch folgendes Zitat:
&quot;Da Blogs aus dem Bereich der Online-Tagebücher entstammen, ist von daher der Schutz des Urheberrechts eigentlich einfach: Der Blogger selbst und der von ihm geschaffene Content sind ggf. vor der unberechtigten Übernahme durch Dritte zu schützen. Sofern der Blogger die Tagesberichterstattung zum Gegenstand seiner Betrachtungen und Bewertungen macht, so ist er selbst nach § 50 UrhG [Berichterstattung über Tagesereignisse] bei der Tagesberichterstattung geschützt.&quot;
Quelle:
http://www.jur-blog.de/multimediarecht/rechtsanwalt/2008-08/blogs-urheberrecht-kein-thema/

Stellt sich die Frage, ob ich das überhaupt zitieren durfte ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu noch folgendes Zitat:<br />
&#8220;Da Blogs aus dem Bereich der Online-Tagebücher entstammen, ist von daher der Schutz des Urheberrechts eigentlich einfach: Der Blogger selbst und der von ihm geschaffene Content sind ggf. vor der unberechtigten Übernahme durch Dritte zu schützen. Sofern der Blogger die Tagesberichterstattung zum Gegenstand seiner Betrachtungen und Bewertungen macht, so ist er selbst nach § 50 UrhG [Berichterstattung über Tagesereignisse] bei der Tagesberichterstattung geschützt.&#8221;<br />
Quelle:<br />
<a href="http://www.jur-blog.de/multimediarecht/rechtsanwalt/2008-08/blogs-urheberrecht-kein-thema/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.jur-blog.de/multimediarecht/rechtsanwalt/2008-08/blogs-urheberrecht-kein-thema/'>http://www.jur-blog.de/multimediarecht/rechtsanwalt/2008-08/blogs-urheberrecht-kein-thema/</a></p>
<p>Stellt sich die Frage, ob ich das überhaupt zitieren durfte ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Paniker</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1613</link>
		<dc:creator>Paniker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 19:01:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1613</guid>
		<description>Nicht nur Berufsethik spielt hier eine Rolle (gegen die ganz sicher verstoßen wurde - siehe Pressekodex) oder eine nicht erfolgte &quot;Anonymisierung&quot; bzw. ein Versuch, die Texte so zu verändern, dass sie nicht im Netz zu finden sind.
Auch das Urheberrecht ist hier verletzt worden. Ein Blog mag öffentlich im Netz stehen, das heißt m. E. noch lange nicht, dass er ohne Einwilligung des Verfassers zitiert oder gar abgedruckt werden darf - Hinweis: geistiges Eigentum.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur Berufsethik spielt hier eine Rolle (gegen die ganz sicher verstoßen wurde &#8211; siehe Pressekodex) oder eine nicht erfolgte &#8220;Anonymisierung&#8221; bzw. ein Versuch, die Texte so zu verändern, dass sie nicht im Netz zu finden sind.<br />
Auch das Urheberrecht ist hier verletzt worden. Ein Blog mag öffentlich im Netz stehen, das heißt m. E. noch lange nicht, dass er ohne Einwilligung des Verfassers zitiert oder gar abgedruckt werden darf &#8211; Hinweis: geistiges Eigentum.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: onlinejournalismus.de - Das Magazin zum Thema &#187; Blog Archive &#187; Exklusives &#8220;Internet-Tagebuch des Familienmörders&#8221;</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/422/comment-page-1#comment-1612</link>
		<dc:creator>onlinejournalismus.de - Das Magazin zum Thema &#187; Blog Archive &#187; Exklusives &#8220;Internet-Tagebuch des Familienmörders&#8221;</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 16:53:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=422#comment-1612</guid>
		<description>[...] Auch Sozialwissenschaftler Jan Schmidt besch&#228;ftigt sich aufgrund dieses &#8220;Abendblatt&#8221;-Artikels noch mal eingehend mit der &#8220;Journalistischen Ethik im Social Web&#8221;. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Auch Sozialwissenschaftler Jan Schmidt besch&#228;ftigt sich aufgrund dieses &#8220;Abendblatt&#8221;-Artikels noch mal eingehend mit der &#8220;Journalistischen Ethik im Social Web&#8221;. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
