<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Schmidt mit Dete &#187; Meta-Blogging</title>
	<atom:link href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/category/meta-blogging/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.schmidtmitdete.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Jan 2012 08:57:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.3</generator>
		<item>
		<title>Kurz zum neuen Institut für Internet und Gesellschaft</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/827</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/827#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 09:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=827</guid>
		<description><![CDATA[[Vorab zur Klarstellung/Offenlegung: Ich bin Mitarbeiter des Hans-Bredow-Instituts, das "integrierter Gründungskooperationspartner" des neuen Instituts ist; an der Vorbereitung oder Organisation des Berliner Instituts war/bin ich aber nicht beteiligt.] Kurz einige Bemerkungen zu den Reaktionen auf die gestrige  &#8220;Enthüllung&#8221; des Forschungsinstituts für Internet und Gesellschaft: Ich begrüße es voll und ganz, dass nun Anlauf genommen wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Vorab zur Klarstellung/Offenlegung: Ich bin Mitarbeiter des Hans-Bredow-Instituts, das "integrierter Gründungskooperationspartner" des neuen Instituts ist; an der Vorbereitung oder Organisation des Berliner Instituts war/bin ich aber nicht beteiligt.]</p>
<p>Kurz einige Bemerkungen zu den Reaktionen auf die gestrige  &#8220;Enthüllung&#8221; des <a href="https://sites.google.com/a/internetundgesellschaft.de/betasite/">Forschungsinstituts für Internet und Gesellschaft</a>:</p>
<p>Ich begrüße es voll und ganz, dass nun Anlauf genommen wird, um in Deutschland ein (letztlich auch über Deutschland hinausreichendes) interdisziplinäres wissenschaftliches Institut aufzubauen, das sich mit der Wechselwirkung von Internet und Gesellschaft auseinandersetzt. Nicht nur, weil mich dieses Thema selbst umtreibt, persönlich wie wissenschaftlich, sondern auch weil ich davon überzeugt bin, dass wir noch viel zu wenig darüber wissen, wie digitale Technologien die soziale Welt formen und umgekehrt (und mindestens genauso wichtig) wie wir gesellschaftlich digitale Technologien formen, gestalten, und auch: regulieren können und sollten.</p>
<p>Etwas den Kopf geschüttelt habe ich bei der Diagnose von Philip Banse, der Anschub  dieser Einrichtung durch Google sei ein &#8220;<a href="http://philipbanse.de/wp/googles-institut-fur-internet-und-gesellschaft-ein-armutszeugnis/">Armutszeugnis für die deutsche (Online-)Forschung</a>&#8220;; seine Stossrichtung geht ja einerseits an die Wissenschaftspolitik, die es nicht geschafft hat, entsprechende Institute selbst zu fördern, zum anderen an die Forscher/innen selbst, die international nicht wahrgenommen würden und sich nun auch noch von möglicherweise anrüchiger (weil von Google stammender) Finanzierung abhängig machten. Dankenswerterweise hat Martin Emmer bereits einige Dinge geradegerückt und einen <a href="http://mjemmer.wordpress.com/2011/07/12/wie-gehts-der-deutschen-online-forschung/">schönen Überblick zur sozialwissenschaftlichen Onlineforschung</a> in Deutschland zusammengestellt. Ich teile mit ihm den Eindruck, dass es durchaus jede Menge von Forschungsnetzwerken und Verbünden gibt, die Onlineforschung betreiben &#8211; und ich finde es auch gut, dass sich nicht alle davon primär als &#8220;Think Tank&#8221; für Politik und Öffentlichkeit begreifen, sondern Grundlagenwissenschaft jenseits von direkter wirtschaftlicher oder politischer Verwertbarkeit betreiben. Denn in der Tat (um Martin leicht abzuwandeln): &#8220;Ohne fundamentale Analyse und Erklärung der beobachteten Phänomene  [sollten keine] Regulierungs- und Geschäftsmodelle entwickelt und  diskutiert werden.&#8221;</p>
<p>Das beherrschende Thema in den Diskussionen, die ich so wahrnehme, ist aber die Frage nach Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Forschung angesichts des Anschubfinanziers Google. Gesunde Skepsis<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/827#footnote_0_827" id="identifier_0_827" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8220;Ungesunde Skepsis&amp;#8221; ist meines Erachtens die Vorstellung, Google w&uuml;rde eine Art ausgelagerte Marktforschung betreiben wollen &amp;#8211; dazu br&auml;uchten sie nun wahrlich kein Institut f&ouml;rdern, das seine Ergebnisse &ouml;ffentlich zur Verf&uuml;gung stellen wird&amp;#8230;.">1</a></sup> ist hier völlig angebracht &#8211; nicht, weil ich befürchte, dass sich das neue Institut Forschungsfragen oder Schlußfolgerungen wird vorschreiben lassen. Aber es ist ein gutes Zeichen, wenn gesellschaftlich hinterfragt wird, wie wissenschaftliche Forschung ermöglicht wird.  Hinter der Finanzierung eines Instituts durch Unternehmen stecken immer auch wissenschaftsfremde Interessen, selbst wenn es nicht um &#8220;bezahlte Auftragsforschung&#8221; a la Tabak- und Pharmalobby geht, sondern um Aktivitäten, die unter dem Label &#8220;corporate citizenship&#8221; laufen: <a href="http://www.nytimes.com/2011/05/16/technology/16iht-google16.htm">Googles Europa-Aktivitäten hat de NYT unlängst schön zusammen gefasst</a>.</p>
<p>Insofern ist es gut, wenn von Anfang an auf Unabhängigkeit gepocht wird. Ich bin in dieser Hinsicht aber zuversichtlich: Die Konstruktion des neuen Instituts sieht zum einen die Trennung von finanzieller Abwicklung<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/827#footnote_1_827" id="identifier_1_827" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das wird wohl &uuml;ber eine eigenst&auml;ndige F&ouml;rder-gGmbH laufen.">2</a></sup> und wissenschaftlicher Arbeit vor. Zum anderen sollen meines Wissens weitere Finanzquellen eröffnet werden; teils durch das Gewinnen weiterer Förderer aus dem Bereich der Internetwirtschaft, teils durch das gängige Einwerben von Drittmitteln im Rahmen der öffentlichen Wissenschaftsföderung. Und beides kann nur gelingen, wenn die wissenschaftliche Arbeit exzellent ist, das heißt transparent, unabhängig und den akademischen  Standards, nicht den unternehmerischen Interessen verpflichtet ist.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_827" class="footnote">&#8220;Ungesunde Skepsis&#8221; ist meines Erachtens die Vorstellung, Google würde eine Art <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/google-uni-institut?commentstart=9#cid-1446216">ausgelagerte Marktforschung betreiben</a> wollen &#8211; dazu bräuchten sie nun wahrlich kein Institut fördern, das seine Ergebnisse öffentlich zur Verfügung stellen wird&#8230;.</li><li id="footnote_1_827" class="footnote">Das wird wohl über eine <a href="https://sites.google.com/a/internetundgesellschaft.de/betasite/das-institut/die-direktoren">eigenständige Förder-gGmbH laufen</a>.</li></ol><div id="tweetbutton827" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F827&amp;text=Kurz%20zum%20neuen%20Institut%20f%C3%BCr%20Internet%20und%20Gesellschaft&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F827" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/827/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Social Media im Katastrophenfall</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/776</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/776#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 14:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=776</guid>
		<description><![CDATA[Die drei Katastrophen in Japan &#8211; Erdbeben, Tsnunami und Kernschmelze &#8211; spiegeln sich auch in den zahlreichen Social-Media-Öffentlichkeiten wieder; einschlägige hashtags wie #japan, #fukushima oder #prayforjapan sind unter den trending topics. Auf Youtube sind unzählige Augenzeugen-Videos zu sehen. Die Rolle, die Social Media im Katastrophenfall spielen kann, ist für vergangene Vorfälle und Krisen auch wissenschaftlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die drei Katastrophen in Japan &#8211; Erdbeben, Tsnunami und Kernschmelze &#8211; spiegeln sich auch in den zahlreichen Social-Media-Öffentlichkeiten wieder; einschlägige hashtags wie <a href="http://twitter.com/#%21/search/%23japan">#japan</a>, <a href="http://twitter.com/#%21/search/%23fukushima">#fukushima</a> oder <a href="http://twitter.com/#%21/search/%23prayforjapan">#prayforjapan </a>sind unter den trending topics. Auf <a href="http://youtube-trends.blogspot.com/">Youtube sind unzählige Augenzeugen-Videos</a> zu sehen.</p>
<p>Die Rolle, die Social Media im Katastrophenfall spielen kann, ist für vergangene Vorfälle und Krisen auch wissenschaftlich untersucht worden, z.B. von einer Forschergruppe zu &#8220;<a href="http://www.cs.colorado.edu/~palen/Home/Crisis_Informatics.html">Crisis Informatics</a>&#8221; rund um Leysia Palen (U of Colorado) oder von <a href="http://www.cci.edu.au/about/media/social-media-vs-the-floods">Axel Bruns am CCI in Brisbane</a>. Ich habe vor kurzem in anderem Zusammenhang damit begonnen, mich mit dem Forschungsstand zu beschäftigen und werde die kommenden Tage das sicher noch vertiefen.</p>
<p>Für den Moment scheint mir bemerkenswert, wie sehr Twitter dabei hilft, eine <a href="http://portal.acm.org/citation.cfm?doid=1858948.1858955">&#8220;ad hoc crisis community&#8221; (Goolsby</a>) entstehen zu lassen. Es ist nicht nur Kanal für die Verbreitung von  Informationen, sondern auch der Ort, wo man Anteilnahme äußert, eigene Sorge oder Empörung ausdrückt und die Eindrücke verarbeitet, die die &#8211;  journalistischen wie nutzergenerierten &#8211; Bilder aus Japan auslösen. Angesichts der Sprachbarriere ist mir jedoch unklar, inwieweit dies  auch direkt in Japan zu beobachten ist und inwiefern hier Twitter oder andere Dienste von Krisenstäben benutzt werden, um Hinweise oder offizielle Stellungnahmen zu verbreiten.</p>
<div id="tweetbutton776" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F776&amp;text=Social%20Media%20im%20Katastrophenfall&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F776" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/776/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Q&amp;A zu &#8220;Digitalisierung und wissenschaftliches Arbeiten&#8221;</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/755</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/755#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 12:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=755</guid>
		<description><![CDATA[Am 14. und 15.2. bin ich auf Einladung des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) und des Deutschen Historischen Instituts Paris zu Gast in Essen bei der Konferenz “Öffentlichkeit, Medien und Politik – Intellektuelle Debatten und Wissenschaft im Zeitalter digitaler Kommunikation“. Zur Vorbereitung der “Delphi-Runde: Digitale Wissenschaftskommunikation – Drei Generationen der Mediennutzung” wurde ich gebeten, einen Fragenkatalog zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. und 15.2. bin ich auf Einladung des Kulturwissenschaftlichen  Instituts (KWI) und des Deutschen Historischen Instituts Paris zu Gast  in Essen bei der Konferenz “<a href="http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-360.html">Öffentlichkeit, Medien und Politik – Intellektuelle Debatten und Wissenschaft im Zeitalter digitaler Kommunikation</a>“. Zur Vorbereitung der “Delphi-Runde: Digitale Wissenschaftskommunikation – Drei Generationen  der Mediennutzung” wurde ich gebeten, einen Fragenkatalog zum Thema &#8220;Digitalisierung und wissenschaftliches Arbeiten&#8221; zu bearbeiten &#8211; meine Antworten dokumentiere ich gerne auch hier.</p>
<p><em>1. Wenn Sie Ihren wissenschaftlichen Werdegang bedenken, an welcher Stelle sind Ihnen – zunächst kursorisch und assoziativ – neue Informations- und Kommunikationstechnologien bekannt geworden, wann haben Sie sich damit ggf. vertraut gemacht, wann haben sie evtl. entsprechende Routinen entwickelt? Gibt es ein „Vorher/Nachher“, haben Sie digital gestützte Arbeitstechniken leicht einflechten können?</em></p>
<p>Ich habe bereits vor meinem Studium Erfahrung mit Computern (ab Mitte der 1980er Jahre) und Online-Technologien (lokale Mailbox-Systeme in den frühen 1990er Jahren) gesammelt. Mit Beginn des Studiums (1993) habe ich verschiedene Aufgaben (z.B. Exzerpte und Literatur verwalten; Hausarbeiten schreiben) eigentlich immer und quasi „natürlich“ mit dem PC erledigt; auch für die Kommunikation nutzte ich die damals erst langsam sich durchsetzende E-Mail und ein uni-internes Chatsystem. Wissenschafliche Recherche habe ich meiner Erinnerung nach spätestens in der zweiten Hälfte der 1990er onlinegestützt betrieben, damals aber nur als punktuelle Ergänzung zur damals viel gängigeren Arbeit „vor Ort“ in der Uni-Bibliothek.</p>
<p>Zu Beginn meiner wissenschaftlichen Arbeit nach dem Diplom (1999/2000) war dann das Internet, insbesondere das World Wide Web, zum selbstverständlichen Werkzeug für mich geworden – auch (aber sicher nicht nur) weil meine ersten Forschungsprojekte und meine Promotion verschiedene Aspekte der gesellschaftlichen Aneignung des Internets untersuchten.</p>
<p>Einen deutlichen Schub hat mein Einsatz onlinegestützter Technologien mit der gleichzeitigen „Entdeckung“ von Weblogs als Forschungsfeld und als Werkzeug für das eigene wissenschaftliche Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement erfahren; dieser Einschnitt 2004 korrespondiert mit meinem Übergang in die PostDoc-Phase. Es war eine faszinierende Erfahrung, innerhalb von wenigen Wochen und Monaten mit Hilfe meines eigenen Weblogs und der Teilnahme an den „distributed conversations“ anderer bloggender Wissenschaftler mein eigenes Netzwerk und meine Sichtbarkeit deutlich zu steigern, ohne dass ich es darauf wirklich angelegt hätte. Seit etwa zwei Jahren ist auch Twitter eine maßgebliche Ergänzung bzw. Erweiterung dieser Art von Online-Visitenkarte.</p>
<p><em>2. Welche Rolle spielen digitale Werkzeuge/Infrastrukturen/Kommunikationstechnologien in Ihren aktuellen Forschungsprojekten (liefern Sie ggf. Beispiele). Welche Art der wissenschaftlichen Arbeit lässt sich Ihrer Meinung nach gut durch digitale Werkzeuge/Infrastrukturen/Kommunikationstechnologien unterstützen, welche Ansätze weniger gut?</em></p>
<p>Die E-Mail als Kommunikationskanal und das World Wide Web als universale Informations- und Kommunikationsplattform sind aus meinem Arbeitsalltag nicht wegzudenken. In den letzten fünf Jahren habe ich zudem mit einer Reihe von „Web 2.0“-Anwendungen in Forschung, Lehre und Transfer experimentiert, darunter dezidierte (Lehr-)Veranstaltungs- oder Projektblogs, Wikis, spezialisierte Networking-Plattformen für Wissenschaftler, Tagging-/Verschlagwortungsplattformen oder onlinegestützte Präsentationsplattformen – eine Lehre aus diesen Erfahrungen: Nicht alle Werkzeuge sind für alle Zwecke, für alle organisatorischen Kontexte und für meine eigene Art zu Arbeiten gleichermaßen geeignet. Zwei Beispiele:</p>
<ul>
<li>Weblogs funktionieren meiner Ansicht nach sehr gut, um die eigenen Aktivitäten, Gedanken und Arbeiten zu präsentieren und davon ausgehend mit Personen in Kontakt zu treten, die sich mit ähnlichen Themen befassen. Beim Einsatz in Seminaren (ob als Gruppenblog oder als Reihe von Einzelblogs der Teilnehmer/innen) habe ich zwar keine wirklich schlechten, aber auch keine richtig guten Erfahrungen gemacht – die Motivation (ggfs. auch die Zeit), kontinuierlich über ein Semester den eigenen Lernfortschritt dort festzuhalten und sich mit den Kommiliton/innen auszutauschen, scheint mir bei der Mehrheit der Studierenden eher gering ausgeprägt; zumeist war es nur ein kleiner Anteil von Seminar-Teilnehmer/innen, die regelmäßig (und teilweise auch über das Seminar hinaus) bloggten.</li>
<li>Wikis funktionieren als niedrigschwelliges Werkzeug für das (Ein-)Sammeln von Materialien, Hinweisen, Ideen oder auch für das Abstimmen von Textvorlagen sehr gut, gleich ob im Seminar- oder im Projektkontext. Zumindest zu Beginn eines entsprechenden Vorhabens versuche ich immer ein Wiki für die anderen Beteiligten einzurichten, um solche Aufgaben zu unterstützen – auch wenn sich in späteren Projektphasen oft die Art der geforderten Texte (Zwischen-/Endberichte, Fragebögen, Aufsätze) ändert und man dann auf das klassische Word-Dokument zurückgreift. Bei Seminaren hat sich allerdings bewährt, statt einer klassischen Hausarbeit ein aufbereitetes Wiki-Dokument als Abschlußleistung zu verlangen.</li>
</ul>
<p><em>3. Beschreiben Sie Ihre Arbeitsweise mit Blick auf folgende Aspekte und vergleichen Sie sie mit Ihrer Vorgehensweise zu Beginn Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn:</em></p>
<p><em>Literaturrecherche</em>: Sieht man vom „Schneeballprinzip“ ab, bei dem ich in Literaturverzeichnissen interessanter Texte auf weitere einschlägige Literatur aufmerksam werden, läuft bei mir inzwischen die Literaturrecherche nahezu komplett online ab; dies schließt aber auch die Recherche in Bibliothekskatalogen mit ein. Zu Beginn meines Studiums habe ich noch MicroFiche-Kataloge benutzt….</p>
<p><em>Quellenverwaltung</em>: Für verschiedene Projekte bzw. projektübergreifende Themen führen wir im Institut citavi-Datenbanken. Für mich persönlich habe ich keine systematische Quellenverwaltung, aber ein Archiv mit Downloads sowie meiner Exzerpte (seit 1994 ;-)). Frühere Versuche, das alles in eine Access-Datenbank zu speichern, habe ich ~1999 aufgegeben, weil Aufwand und Nutzen nicht in Einklang standen.</p>
<p><em>Zugang zu Primärdaten:</em> Eigene Primärdaten erhebe ich seit ~2001 teilweise online; einerseits durch webgestützte Befragungen, andererseits durch Formen der teilnehmenden Beobachtung an meinem Forschungsgebiet – der digitalen interaktiven Medien.</p>
<p><em>Aufbereitung und Darstellung von Daten sowie wissenschaftliches Schreiben: </em>Beantworte ich zusammen – je nach Projektkontext gebe ich mehr oder weniger viele Einblicke in die laufende wissenschaftliche Tätigkeit. Dies geschieht entweder in Vorträgen, die ich in der Regel über Slideshare zur Verfügung stelle und über Blogs und Twitter ankündige, oder durch gelegentliche längere Blog-Einträge, in denen ich bestimmte Gedanken skizziere. Für meine letzte Monographie habe ich ein <a href="http://www.dasneuenetz.de/">begleitendes Weblog</a> aufgesetzt, das den Entstehungsprozess des Buch dokumentiert hat. Allerdings habe ich deutlich weniger „thoughts in progress“ gebloggt, als ich das zu Beginn vermutet hatte. Es entsprach meiner Arbeits- bzw. Schreibweise besser, Gedanken direkt in Manuskriptform zu verfassen, als in einem Blogeintrag, der argumentativ etwas anders ausholen muss als eine Buchpassage.</p>
<p><em>Gutachtertätigkeiten:</em> Die Kommunikation mit den anfragenden Kolleg/innen verläuft eigentlich immer auf elektronischem Wege, gelegentlich auch die Verwaltung meiner reviews bzw. die Eingabe in ein onlinegestütztes Journal- oder Konferenz-Management-System. Eine Ausnahme ist die Arbeit in der Redaktion von „Medien &amp; Kommunikationswissenschaft“, das vom Hans-Bredow-Institut herausgegeben wird; hier finden wöchentliche Redaktionssitzungen statt, auf denen die eingegangenen Manuskripte sowie die Reviews von uns sowie externen Reviewer/innen besprochen werden.</p>
<p><em>informelle Kommunikation mit Kollegen:</em> Gefühlt nimmt da der Austausch in der Teeküche, beim Mittagessen oder in den Pausen einer Konferenz ungefähr genauso viel Raum ein wie die Konversationen via Twitter oder Facebook. Auf keinen der beiden Wege würde ich verzichten wollen.</p>
<p><em>4. Beschreiben Sie die typischsten Formen wissenschaftlicher Kommunikation (Monographie, Journalartikel, Konferenzpaper, &#8230;) innerhalb Ihrer Disziplin und deren Entwicklung im Verlauf Ihrer Karriere.</em></p>
<p>In der Kommunikationswissenschaft haben in den letzten Jahren die peer-reviewed Journalartikel meiner Wahrnehmung nach deutlich an Bedeutung gewonnen. Trotzdem scheint mir, dass das Buch, insbesondere die Monographie, nach wie vor eine wichtige Rolle spielt und besonderes Prestige besitzt – allerdings ist die Zeit, ein solches zu verfassen, immer knapper.</p>
<p><em>5. Inwieweit sind Sie im Rahmen Ihrer wissenschaftlichen Ausbildung auf Ihre heutige Arbeitsweise adäquat vorbereitet worden?</em></p>
<p>Was die „Primärfertigkeiten“ angeht (analytisches Denken und empirische Methoden), bin ich sehr zufrieden mit dem Soziologie-Studium in Bamberg :-).</p>
<p>Wie ich diese Fertigkeiten in konkreten Projekten anwende und wie ich das gewonnene Wissen innerhalb und ausserhalb der Wissenschaft vermittle, konnte ich mir zum Glück während meines beruflichen Werdegangs in Bamberg und ab 2007 in Hamburg durch „learning by doing“ aneignen. Dies war aber kein Teil meiner „Ausbildung“ im Sinne eines von außen vorgegeben Lernrahmens, sondern konnte geschehen, weil ich sehr viele Freiheiten hatte, meinen eigenen Weg zu finden – teils selbstorganisierte, teils mir gewährte Freiheiten.</p>
<p><em>6. Inwieweit werden Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen heute in Hinblick auf digitale Tools und Infrastrukturen adäquat ausgebildet?</em></p>
<p>Ich habe keinen wirklich guten Einblick in die Lehre und die Arbeitsbedingungen direkt an den Universitäten. Mir scheint aber, dass es wie so oft eher punktuell geschieht bzw. von den Initativen einzelner Personen bzw. Teams an Lehrstühlen oder in Instituten abhängt. Die Handreichung „Web 2.0 in der Hochschule“ für die Hochschulrektorenkonferenz, an der ich mitgearbeitet habe, hilft hoffentlich weiter, dass der Blick für die Potenziale noch geschärft wird.</p>
<p><em>7. Wie wirkt sich der Einsatz digitaler Werkzeuge und Infrastrukturen innerhalb Ihrer Disziplin insgesamt aus? Sind etwaige Veränderungen Ihrer Meinung nach positiv oder negativ zu bewerten?</em></p>
<p>Auch wenn es, wie immer bei Werkzeugen, letztlich auf den konkreten Gebrauch ankommt, beurteile ich die Veränderungen des wissenschaftlichen Arbeitens durch die Digitalisierung unterm Strich als positiv. Meine Disziplin, die Kommunikationswissenschaft, scheint mir hier nicht besser oder schlechter aufgestellt zu sein als andere Disziplinen. Ich glaube, dass durch digitale Technologien die interne Organisation des wissenschaftlichen Arbeitens verbessert, aber auch dass der Austausch und die Vernetzung zwischen Wissenschaftler/innen gesteigert wird, was die Chance auf innovative Ideen und Inspirationen erhöht. Nicht zuletzt bin ich überzeugt davon, dass das Internet es erleichtert, wissenschaftliche Erkenntnisse an eine breitere Öffentlichkeit zu vermitteln und so etwas an die Gesellschaft zurückzugeben, die uns bezahlt.</p>
<p><em>8. Wie hat sich das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit Ihrer Meinung nach durch das Internet verändert? Wie sind beispielsweise nicht-wissenschaftliche Quellen wie Wikipedia zu beurteilen?</em></p>
<p>Wie bereits angedeutet: Das Internet erleichtert es, wissenschaftliches Wissen an die Öffentlichkeit zu vermitteln, auch im Sinne einer Bringschuld von uns Akademiker/innen. Wikipedia halte ich für ein – trotz aller Probleme im Detail – fantastisches Phänomen, das im besten Sinne aufklärerische Ziele verfolgt und sich dabei auch wissenschaftlicher Strategien bedient (objektive Darstellung von Sachverhalten; diskursive Aushandlung von Konflikten mit – idealerweise – dem Primat des besseren Arguments). Dass die Wikipedia in Hausarbeiten oder Referaten zitiert wird, ist kein Problem der Wikipedia, sondern eins des institutionellen Kontexts Schule oder Hochschule, wenn dort nicht ausreichend genug vermittelt wird, wann welche Quelle angemessen ist und wie man ihre Verlässlichkeit überprüft.</p>
<p><em>9. Haben digitale Werkzeuge/Infrastrukturen zu einer Demokratisierung wissenschaftlicher Kommunikation geführt? Sind typische (Kommunikations-)Hierarchien im Wissenschaftsbetrieb „flacher“ geworden?</em></p>
<p>Das kann man pauschal wohl nicht sagen, auch weil entsprechende Hierarchien nicht nur durch die Wahl der Kommunikationskanäle (re-)produziert werden, sondern sich aus ganz handfesten Machtunterschieden speisen, die z.B. durch die Verfügungsgewalt über knappe Ressourcen (Forschungsförderung, Assistenzstellen, etc.) zustande kommen. Ich hatte das Glück, an meinen bisherigen beruflichen Stationen nie persönlich eine starke einengende universitäre Hierarchie erleben zu müssen, insofern nehme ich auch keine ausgeprägte „Demokratisierung“ wahr. Sowohl im akademischen Alltag als auch beim eher informell-freundschaftlichen Austausch ist der Ton kollegial und konstruktiv, zu manchen Personen auch freundschaftlich. War das vor zehn oder dreissig Jahren anders? Ich kann es nicht beurteilen.</p>
<p><em>10. Bilden sich Ihrer Meinung nach durch digitale Werkzeuge/Infrastrukturen/ Kommunikationstechnologien neue wissenschaftliche Eliten heraus?</em></p>
<p>Die Technologien erleichtern es, Reputation und Netzwerke aufzubauen, also zwei mögliche Grundlagen für einen Elite-Status. Ich glaube, dass es Wissenschaftler/innen gibt und geben wird, die mit diesen Werkzeugen erfolgreicher umgehen können als andere, und so gewonnene Reputation und Sozialkapital möglicherweise auch in einflussreiche Schlüsselpositionen innerhalb des akademischen Systems werden „eintauschen“ können.</p>
<p>Bisher sehe ich keine Gefahr, dass bestimmte Gruppen innerhalb des wissenschaftlichen Systems den Zugang zu diesen Technologien beschränken bzw. monopolisieren könnten, sodass ich keine Gefahr einer problematischen, weil abschottenden Elite-Bildung sehe. Allerdings gilt dies im globalen Maßstab wohl nur auf „unserer“ Seite der digitalen Spaltung.  Die Situation an Hochschulen in Entwicklungsländern wird in dieser Hinsicht wohl anders bzw. problematischer sein (z.B. was den Zugang zu Breitbandverbindungen angeht), aber das tatsächliche Ausmaß dieser Unterschiede kann ich nicht einschätzen.</p>
<div id="tweetbutton755" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F755&amp;text=Q%26%23038%3BA%20zu%20%26%238220%3BDigitalisierung%20und%20wissenschaftliches%20Arbeiten%26%238221%3B&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F755" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/755/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vorträge im Frühjahr 2011</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/743</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/743#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 08:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=743</guid>
		<description><![CDATA[Neues Jahr, neue Reisen &#8211; auch 2011 stehen wieder eine ganze Reihe von Vorträgen an, die ich hier, so gut es geht, schon mal ankündigen möchte. Am morgigen Freitag, 14.1. bin ich beim Medienforum Ingolstadt zu Gast, das sich mit dem Thema &#8220;Das Ende der Privatheit. Medien zwischen öffentlicher und privater Kommunikation&#8221; befasst. Ich werde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Jahr, neue Reisen &#8211; auch 2011 stehen wieder eine ganze Reihe von Vorträgen an, die ich hier, so gut es geht, schon mal ankündigen möchte.</p>
<ul>
<li> Am morgigen Freitag, 14.1. bin ich beim Medienforum Ingolstadt zu Gast, das sich mit dem Thema &#8220;<a href="http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/WWF/Lehrstuehle/OP/mforum/home">Das Ende der Privatheit. Medien zwischen öffentlicher und privater Kommunikation</a>&#8221; befasst. Ich werde einen einleitenden Überblicksvortrag halten; die <a href="http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/WWF/Lehrstuehle/OP/mforum/program">weiteren Vorträge</a> widmen sich u.a. dem Reality TV oder rechtlichen Fragen der &#8216;öffentlichen Privatheit&#8217;.</li>
<li> Am 19.1. bin ich bei der (nicht öffentlichen) Konferenz der Studienleitenden für politische Jugendbildung innerhalb der Evangelischen Akademien und Jugendbildung in Hofgeismar. Ich werde dort über die bisherigen Erkenntnisse zur Social-Web-Nutzung von Heranwachsenden und die daraus resultierenden Herausforderungen für die politische (Jugend-)Bildung sprechen.</li>
<li> Am 25. und 26. Januar bin ich auf Einladung des dortigen <a href="http://www.kultmed.umu.se/english/">Department for Culture and Media Studies</a> im schwedischen Umeå. Neben der Teilnahme an einem PH.D.-Seminar werde ich auch einen Vortrag mit dem pompösen Titel &#8220;Another structural transformation of the public sphere? On recent challenges and current research projects&#8221; halten &#8211; Jürgen Habermas möge mir verzeihen, dass ich mich an seiner &#8220;catchphrase&#8221; bedient habe&#8230; Etwas Sorgen macht mir noch die <a href="http://www.wetter.de/wettervorhersage/946-1460-17-tage/wetter-umea.html">Wetter- bzw. Temperaturvorhersage</a> für Umeå, das ja doch nochmal <a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=Umea,+Schweden&amp;sll=37.0625,-95.677068&amp;sspn=34.122306,79.013672&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Ume%C3%A5+Municipality,+V%C3%A4sterbotten,+Sweden&amp;ll=63.840668,20.258789&amp;spn=9.527275,39.506836&amp;t=h&amp;z=5">eine ganze Ecke weiter nördlich</a> ist als Hamburg.. :-)</li>
<li> Wohlbehalten und wieder aufgewärmt aus der Ferne zurück, geht es am 7.2. in die Nähe: Nach Ratzeburg, zur <a href="http://www.ratzeburg.ansveruskreuz.de/index.html">katholischen Pfarrei Sankt Answer</a>, wo ich einen Abendvortrag zum Thema: &#8220;Im Netz sein &#8211; Chancen und Risiken der Computergeneration&#8221; halten werde.</li>
<li>Am 14./15.2. bin ich auf Einladung des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) und des Deutschen Historischen Instituts Paris zu Gast in Essen bei der Konferenz &#8220;<a href="http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-360.html">Öffentlichkeit, Medien und Politik – Intellektuelle Debatten und Wissenschaft im Zeitalter digitaler Kommunikation</a>&#8220;. Aus der Tagungsbeschreibung: &#8220;<em>Intellektuelle Debatten spielen sich schon lange nicht mehr nur im  Feuilleton der großen Zeitungen ab. Und die Klagen mehren sich: über die  tägliche Informationsflut und über das undifferenzierte Stimmengewirr  im Web 2.0. Aber was genau passiert, wenn plötzlich alle mitreden? Hat  sich die Rolle des Intellektuellen damit überholt? Ist die „reine“  Wissenschaft die letzte Bastion, in der das geistige Eigentum noch  hochgehalten wird oder ist das in Zeiten von Open Access ein  Trugschluss? Wie verändern digitale Medien das wissenschaftliche  Arbeiten – wird es einfacher, egalitärer, besser?</em>&#8221; Am Montag Abend lausche ich dem Vortrag von <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2011/01/11/in-eigener-sache-duisburg-essen/">Christoph Bieber</a> zu den &#8220;Metamorphosen des politischen Intellektuellen&#8221;, am Dienstag nachmittag bin ich dann selbst gefordert, nämlich in einer &#8220;Delphi-Runde: Digitale Wissenschaftskommunikation &#8211; Drei Generationen der Mediennutzung&#8221;.</li>
<li>Am 16.2. findet in Düsseldorf eine Fachtagung der <a href="http://www.lfm-nrw.de/">LfM NRW</a> statt, bei der u.a. die Ergebnisse aus unserem Projekt zu <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/kompetenzerwerb-exzessive-nutzung-abhaengigkeitsverhalten-computerspielen">Kompetenzen und exzessiver Nutzung von Computerspielern</a> präsentiert werden &#8211; den genauen Ort und Zeit reiche ich nach, sobald sie feststehen.</li>
<li>Von dort geht es gleich weiter nach Luxemburg, wo ich am 17.2. bei der Konferenz &#8220;<a href="http://www.bee-secure.lu/de/tcp-youth-net">Youth on the Net &#8211; Seminar on information safety, security and quality</a>&#8221; zum Thema &#8220;Social Networking Sites and Privacy: Recent Data and Developments&#8221; sprechen werde; dabei werde ich auch Daten aus dem<a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/eu-kids-online-ii"> &#8220;EU Kids Online II&#8221;-Projekt</a> vorstellen. Veranstalter ist <a href="http://www.bee-secure.lu/de">Bee Secure</a>, die<a href="http://www.saferinternet.org/web/guest/centre/-/centre/luxembourg?p_p_lifecycle=1&amp;p_r_p_1607082367_country=Luxembourg&amp;"> Luxemburger Koordinierungsstelle des Safer Internet &#8211; Programms der EU</a>.</li>
<li>Am 3./4. März findet der zweite (interne) Workshop des &#8220;<a href="http://www.uni-hamburg.de/fachbereiche-einrichtungen/medienpsychologie/dfg_network_privacy_and_web_2_0_e.html">Young Scholars Network on Privacy and Web 2.0</a>&#8220;, bei dem es u.a. um die Vorbereitung einer internationalen Befragung und ein Buchprojekt gehen wird.</li>
<li>Am 10./11.3. verschlägt es mich ein weiteres Mal in den Süden, genauer: nach Eichstätt, und noch genauer: zur <a href="http://www.sozialinformatik.de/fileadmin/1805/pdf_documents/Fachtagung/Programm-Fachtagung-Sozialinformatik.pdf">6. Fachtagung Sozialinformatik</a>. Dort kann ich mich als Prophet beweisen, denn mein Vortragstitel lautet:  &#8220;Zur Zukunft des Internet – wie entwickelt sich die Online-Kommunikation?&#8221;.</li>
<li>Am 14.3. bin ich bei der Fachtagung &#8220;<a href="http://www.medienarbeit-nrw.de/index.php?id=26&amp;tx_ttnews[tt_news]=233&amp;tx_ttnews[backPid]=3&amp;cHash=49e39e315f6246bf332045bc83e93255">Digital ist besser! Medienprojekte für alle</a>&#8220;  zu Gast, die von der <a href="http://www.medienarbeit-nrw.de/">Landesgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW</a> und der <a href="http://www.tjfbg.de/front_content.php">Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft</a> veranstaltet wird. Ich werde einige kommunikationssoziologische Gedanken zum Thema &#8220;Menschen und Medien&#8221; vorstellen und diskutieren.</li>
<li>Danach bleibe ich in Düsseldorf, denn vom 14. bis 16.3. findet dort die &#8220;<a href="http://www.gor.de/gor11/index_en.php">General Online Research 2011</a>&#8220;-Konferenz statt; alle Jahre wieder ein Pflichttermin, auf den ich mich schon freue.</li>
<li>Am 8.4. werde ich bei den <a href="http://www.demokratietage-zda.ch/de/3_adt_2011/index.php">Aarauer Demokratietagen 2011</a> auf dem Panel &#8220;<a href="http://www.demokratietage-zda.ch/de/3_adt_2011/tagung/panel2.php">e-Democracy, Politische Bildung und Web 2.0</a>&#8221; zusammen mit <a href="http://jessicaschattschneider.de/">Jessica Schattschneider</a> und <a href="http://wiki.doebe.li/Beat/WebLog">Beat Doebeli Honegger</a> (der für das famose &#8220;<a href="http://beat.doebe.li/bibliothek/index.html">Biblionetz</a>&#8221; verantwortlich ist) diskutieren.</li>
<li>&#8230; und wenn ich nach all dem Reisen und Reden der vergangenen Wochen noch Luft habe, dann fahre ich natürlich auch vom 13. bis 15. März nach Berlin zur<a href="http://re-publica.de/11/"> re:publica</a>.</li>
</ul>
<p>Sehen wir uns denn irgendwo?</p>
<div id="tweetbutton743" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F743&amp;text=Vortr%C3%A4ge%20im%20Fr%C3%BChjahr%202011&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F743" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/743/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vortrag beim Salon Surveillance</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/720</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/720#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 08:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=720</guid>
		<description><![CDATA[Kommenden Freitag (22.10.) werde ich auf Einladung des Leipziger Vereins “Engagierte Wissenschaft e.V.” in der Veranstaltungsreihe “Salon Surveillance” eine Veranstaltung zum Thema “Informationelle Selbstbestimmung im Social Web” bestreiten. Beginn ist um 19 Uhr in der Moritzbastei; es wird einen kurzen Impulsvortrag geben, an den sich eine hoffentlich lebhafte Diskussion anschließt. Zur Vorbereitung habe ich ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommenden Freitag (22.10.) werde ich auf Einladung des Leipziger Vereins “<a href="http://www.engagiertewissenschaft.de/">Engagierte Wissenschaft e.V.</a>”  in der Veranstaltungsreihe “Salon Surveillance” eine Veranstaltung zum Thema “<a href="http://www.qype.com/events/498078-Salon-Surveillance-Verstrickt-im-Netz-Moritzbastei-Zentrum-Leipzig">Informationelle  Selbstbestimmung im Social Web</a>” bestreiten. Beginn ist um 19 Uhr in der Moritzbastei; es wird einen kurzen Impulsvortrag geben, an den sich eine hoffentlich lebhafte Diskussion anschließt. Zur Vorbereitung habe ich ein Thesenpapier erstellt, das ich vorab hier einfach schon einmal veröffentliche &#8211; Anregungen, Fragen und Kommentare speise ich gern am Freitag in die Diskussion mit ein.</p>
<blockquote><p>I.  Das Internet ist zum Social Web geworden, in denen Nutzer sich ihre eigenen persönlichen Öffentlichkeiten schaffen können. Dort teilen sie Informationen von persönlicher Relevanz mit einem Publikum, zu dessen Mitgliedern soziale Beziehungen unterschiedlicher Stärke bestehen.</p>
<p>II. Der vorherrschende Kommunikationsmodus im Social Web ist die Konversation, nicht das Publizieren. Aber auch diese Art der Kommunikation unterliegt einer Spannung zwischen Selbstoffenbarung einerseits und Kontrolle der eigenen Privatsphäre andererseits.</p>
<p>III. Die kommunikative Architektur dieser Räume – die online vorliegenden Daten sind persistent, kopierbar, durchsuchbar und aggregierbar – erschwert die Grenzziehung zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit. Dadurch kommt es zum „privacy paradox“: Für die Social-Web-Nutzer ist Privatsphäre nach wie vor ein wichtiger Wert, doch im tatsächlichen Handeln verlieren sie unter Umständen die Kontrolle über die eigenen persönlichen Daten.</p>
<p>IV. Unter diesen Bedingungen ist eine Rückbesinnung auf den Gedanken der informationellen Selbstbestimmung notwendig, die normatives Konzept, ausgeübte Praxis und notwendige Kompetenz zugleich ist: Informationelle Selbstbestimmung wird durch spezifische rechtliche, technische und ethische-moralische Bedingungen gerahmt, setzt aber auch Fertigkeiten und Wissen voraus, um in digitalen vernetzten Umgebungen verantwortungsvoll handeln zu können.</p>
<p>V. Informationelle Selbstbestimmung ist zudem mehr als das Wahrnehmen des „Rechts auf Privatheit”, sondern umfasst z.B. auch die informationelle Autonomie (im Sinne der freien Wahl von Quellen und Kommunikationsräumen) oder die selbstbestimmte Übertragung des eigenen Wissens an die Gemeinschaft oder marktliche Akteure.</p>
<p>Weiterführende Informationen</p>
<p><a href="http://www.schau-hin.info">www.schau-hin.info</a><br />
<a href="http://www.netzcheckers.de">www.netzcheckers.de</a><br />
<a href="http://www.surfer-haben-rechte.de">www.surfer-haben-rechte.de</a><br />
<a href="http://www.klicksafe.de">www.klicksafe.de</a><br />
<a href="http://www.datenschutzzentrum.de">www.datenschutzzentrum.de</a><br />
<a href="http://www.saechsdsb.de">www.saechsdsb.de</a></p></blockquote>
<div id="tweetbutton720" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F720&amp;text=Vortrag%20beim%20Salon%20Surveillance&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F720" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/720/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie viele Blogs gibt es in Deutschland?</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/707</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/707#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=707</guid>
		<description><![CDATA[Heute wurde ich mal wieder von einem Journalisten mit der Frage konfrontiert, die ich am liebsten weiträumig meide: &#8220;Wie viele Blogs gibt es in Deutschland?&#8221; Ich habe ihm per Mail etwas ausführlicher geantwortet und veröffentliche das leicht abgewandelt auch hier nochmal, um bei späteren Anfragen etwas zum Drauf-Verweisen zu haben.. :-)1 Warum meide ich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurde ich mal wieder von einem Journalisten mit der Frage konfrontiert, die ich am liebsten weiträumig meide: &#8220;Wie viele Blogs gibt es in Deutschland?&#8221; Ich habe ihm per Mail etwas ausführlicher geantwortet und veröffentliche das leicht abgewandelt auch hier nochmal, um bei späteren Anfragen etwas zum Drauf-Verweisen zu haben.. :-)<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/707#footnote_0_707" id="identifier_0_707" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vor fast genau vier Jahren habe ich &uuml;brigens schon mal genau zu diesem Thema gebloggt.">1</a></sup></p>
<p>Warum meide ich die Frage nach der Anzahl der Blogs in Deutschland? Weil es einfach keine verlässlichen Zahlen geben  kann. Denn&#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; es gibt keine Registrierungspflicht o.ä. (anders als bei Netzwerkplattformen, wo man die Zahl der registrierten Mitglieder kennt);</li>
<li>&#8230; es ist schwer abzugrenzen, welche Blogs aktiv sind, welche evtl. für  einige Wochen oder Monate ruhen, aber noch auffindbar sind, und welche  definitiv nicht mehr geführt werden;</li>
<li>&#8230; es gibt Mischformen bzw. Überlappungsbereiche zwischen Blogs und anderen Social-Web-Gattungen, insbesondere Netzwerkplattformen; Myspace-Nutzer oder Mitglieder von Netlog können z.B. auch ein Blog auf ihrer Seite einrichten &#8211; zählt man die mit oder nicht?</li>
<li>Was ist mit Blogs von Deutschen, die auf englisch geführt werden? Was  ist mit deutschsprachigen Blogs, die von Österreichern oder Schweizern  (oder deutsch lernenden Usbeken) geführt werden?</li>
</ul>
<p>All das macht es schwierig, eine auch nur ungefähre Zahl von Blogs in Deutschland (ob aktiv oder passiv) zu nennen.  Aber was mache ich, wenn ich die Frage trotzdem gestellt bekomme?</p>
<p>Ich weiche aus und sage etwas über die Zahl der Blogger in Deutschland, das kann man nämlich etwas besser quantifizieren. So gibt es z.B. in der <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/">ARD/ZDF-Onlinestudie</a> regelmäßig repräsentative Daten zum Anteil der Blogger unter den Internetnutzern. Und man kann daraus (seeeeeehr wackelige) Näherungswerte ermitteln, nämlich so:</p>
<ul>
<li>Etwa 70% der Deutschen ab 14 Jahren sind Onliner, das sind 49 Mio Personen.</li>
<li>7 Prozent der deutschen Onliner nutzen zumindest ab und zu Blogs, das  sind etwa 3,5 Millionen.</li>
<li>40 Prozent der Weblognutzer haben auch schon einmal Inhalte selbst  verfasst, das sind etwa 1,4 Millionen.</li>
<li>Wenn man jetzt davon ausgeht, dass nicht alle davon ein eigenes Blog  führen (oder geführt haben), sondern die Frage auch so verstanden werden konnte,  ob man schon mal einen Kommentar in einem Blog abgegeben hat, muss man die Zahl weiter  reduzieren; sagen wir einfach mal auf eine runde Million Deutsche ab 14 Jahren, die schon mal  ein Blog geführt haben oder noch führen.</li>
<li>Da manche Menschen mehrere Blogs führen, nehmen wir das mal 1,5, landen also bei 1,5 Mio Blogs (aktive und ruhende).</li>
</ul>
<p>Aber weil das alles so wackelig ist (nicht zuletzt aufgrund der statistischen Schwankungsbreite bei den Zahlen der ARD/ZDF-Onlinestudie), lasse ich mich am Liebsten in etwa wie folgt zitieren:</p>
<p>&#8220;Man kann die Zahl nicht wirklich verlässlich schätzen, aber ich gehe davon aus, dass es derzeit  mehrere hunderttausend aktive Blogs in Deutschland gibt; dazu kommt eine  deutlich größere Zahl von inzwischen nicht mehr aktiv betriebenen Blogs,  die noch online stehen.&#8221;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_707" class="footnote">Vor fast genau vier Jahren habe ich übrigens schon mal genau <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/548">zu diesem Thema</a> gebloggt.</li></ol><div id="tweetbutton707" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F707&amp;text=Wie%20viele%20Blogs%20gibt%20es%20in%20Deutschland%3F&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F707" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/707/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Boateng und das Internet</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/678</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/678#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 12:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=678</guid>
		<description><![CDATA[(&#8230;) Zudem will ich anmerken, dass Sie als Soziologe sicherlich eine hervorragende Menschenkenntnis haben und bestimmt ein netter Typ sind. Aber: Der Fall Boateng ist ene reine Sache, die sich über den Fußball erklären lässt. Diese Emotionen entstehen nur durch den Fußball. Deswegen sind diese Reaktionen bei Facebook usw. auch nur kurzfristig. Sie werden sehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>(&#8230;) Zudem will ich anmerken, dass Sie als Soziologe sicherlich eine hervorragende Menschenkenntnis haben und bestimmt ein netter Typ sind.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Aber: Der Fall Boateng ist ene reine Sache, die sich über den Fußball erklären lässt. Diese Emotionen entstehen nur durch den Fußball. Deswegen sind diese Reaktionen bei Facebook usw. auch nur kurzfristig. Sie werden sehen, dass sich spätestens zur WM der Fall Boateng wiedergelegt hat.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Naja was ich damit sagen will ist, dass Sie sich bei solchen Themen als Soziologe lieber raushalten sollten. Unter anderem stellen Sie nämlich gleich wieder die Deutschen als Nazis dar. Ich denke unser geschichtlicher Hintergrund hat uns schon genug bestraft. Gerade Sie als stolzer Deutscher sollten doch bestrebt sein, dass dieses Image an Wert verliert.</em></p>
<p style="text-align: right;">(Aus einer Mail, die ich am 18.5. in Reaktion auf einen <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wm2010/deutsches-team/10450598-iptc-bdt-20100518-427-dpa_24880850.html#.00000002">Artikel bei gmx.de</a> erhielt)</p>
<p>Ich bin ja nun wirklich der Letzte, dem man <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/category/sport">mangelndes Interesse an Fussball</a> vorwerfen könnte. Und doch meine ich, dass es derzeit wichtigere Themen gibt, als das Foul von Kevin-Prince Boateng an Michael Ballack, die WM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft, und der Diskussion zu diesem Thema im Internet.</p>
<p>Aber ich habe in den vergangenen drei Tagen gefühlte 50 Prozent meiner Arbeitszeit mit Interviews und Stellungnahmen zu dem Thema verbracht, und auch oben stehende Mail erhalten, die ich&#8230; hmmm&#8230; interessant finde. Also werde ich einfach mal noch ein paar Gedanken zu dem Thema loswerden, auch und gerade als Soziologe. :-)</p>
<p>Zu Beginn stand ein Gespräch, das ich Dienstag mit einer dpa-Redakteurin geführt habe und in dem es um die Anti-Boateng-Gruppen auf Facebook sowie genereller um die unfreundlichen, teils auch rassistischen Kommentare gegen ihn in Internetforen, auf Twitter etc. ging. Die daraus entstandene dpa-Meldung wurde verschiedentlich unverändert veröffentlicht (z.B. auf <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wm2010/deutsches-team/10450598-iptc-bdt-20100518-427-dpa_24880850.html#.00000002">gmx.de</a>), teilweise um weitere Recherchen ergänzt (z.B. auf <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article7686753/Ballack-Foul-Hetzjagd-gegen-Boateng-im-Internet.html">welt.de</a> oder <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/413/511518/text/4/">sueddeutsche.de</a>), für die ich gelegentlich auch nochmal gesondert befragt wurde (z.B. auf <a href="http://www.swr.de/ratgeber/multimedia/boateng/-/id=1818/nid=1818/did=6403846/mv1vza/index.html">swr.de</a>), und sie war Ausgangspunkt für Hörfunkanfragen (z.B. Deutschlandfunk).</p>
<p>Zunächst mal eine grundsätzliche Feststellung zu meinem Zitat &#8220;Die Brutalität ist erschreckend&#8221;: Mir ist schon klar, dass rund um den Fussball relativ oft Bemerkungen oder Beschimpfungen fallen, die nicht jugendfrei, und leider oft auch rassistisch sind. Ich bin also nicht per se überrascht darüber, dass es sowas gibt &#8211; aber trotzdem erschrecke ich jedes mal, wenn ich mit solchen Sprüchen konfrontiert bin, ganz egal ob ich sie in den Fanrängen einer Arena um mich herum höre, in der U-Bahn oder eben in Internetforen. Auf die latente Fremdenfeindlichkeit und die außersportlichen Inszenierungen und Stigmatisierungen, die in der Diskussion um &#8220;Ghetta-Boateng vs. Capitano Ballack&#8221; ebenfalls eine Rolle spielen, will ich hier gar nicht ausführlich eingehen, siehe dazu z.B. &#8220;<a href="http://blog.derbraunemob.info/2010/05/19/essay-mit-zweierlei-masz-deutschlands-fouls-an-boateng/">Deutschlands Foul an Boateng</a>&#8221; oder den oben schon erwähnten <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/413/511518/text/4/">SZ-Artikel</a> sowie das ausgezeichnete ZEIT-Dossier über die beiden <a href="http://www.zeit.de/2010/20/DOS-Bolzplatz">Boateng-Brüder</a>.</p>
<p>Mir geht es eher um die kommunikativen Mechanismen, die zu dieser Aufschaukelung geführt haben; sie sind einerseits recht einfach zu erklären, andererseits aber auch wieder etwas komplexer &#8211; man kann eben nicht von <em>der</em> Hetzjagd in <em>dem</em> Internet sprechen. Einige Gedanken hierzu:</p>
<p>Die rasche Prominenz, die die ersten Anti-Boateng-Gruppen<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/678#footnote_0_678" id="identifier_0_678" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ursprungsgruppe &amp;#8220;82.000.000 gegen Boateng&amp;#8221; scheint inzwischen gel&ouml;scht zu sein.">1</a></sup> auf Facebook erhalten haben, sind Resultat der Schneeballeffekte, die in den persönlichen Öffentlichkeiten der Plattform entstehen können: Jede Person, die einer Gruppe beitritt, kommuniziert automatisch genau dies auch an den eigenen Kontaktkreis; so wird jedes neue Mitglied wiederum zum Multiplikator. Nimmt man hinzu, dass diese Gruppen vermutlich auch an anderen Stellen im Netz verlinkt waren, und dass über sie auch in den reichweitestärkeren Medien berichtet wurde, verwundert die Dynamik ihres Wachstums nicht.</p>
<p>Etwas komplizierter ist die Frage, warum Menschen solchen Gruppen beitreten und sich ggfs. auch abfällig, beleidigend, rassistisch o.ä. äußern. Zunächst mal sind die beiden Dinge voneinander zu trennen: Wer einer Gruppe beitritt, meldet sich nicht automatisch dort in der &#8220;Diskussion&#8221; auch zu Wort &#8211; vielen reicht schon der Beitritt an sich als Statement, mit dem die eigene Haltung zu einem bestimmten Sachverhalt ausgedrückt (=auf dem eigenen Profil sichtbar und im eigenen Live Feed für das erweiterte soziale Netzwerk mitgeteilt) wird.</p>
<p>Eine beliebte Erklärung für ähnliche Online-Phänomene (Hassgruppen, Beleidigungen, etc.) ist die vorgebliche Anonymität bzw. Pseudonymität, aus der heraus man leicht schimpfen oder hetzen könne, weil ja keine Rückschlüsse auf die &#8220;echte Identität&#8221; der Person möglich seien. Ich meine, dass nicht die Pseudonymität allein per se problematisch ist, sondern ein zweiter Faktor der Architektur von onlinebasierten Kommunikationsräumen wichtig ist: Auch in pseudonymen Umgebungen können sich Regeln des kommunikativen Umgangs miteinander herausbilden, wenn die Nutzer wiederholt miteinander in Kontakt kommen. Dann können nämlich relativ stabile Erwartungen, &#8220;Fremdbilder&#8221; und Rollen entstehen &#8211; regelmäßige Nutzer eines Forums wissen z.B. einfach aus früherer Erfahrung, dass Nutzer &#8220;Muskelprotz74&#8243; auf eine bestimmte Art kommuniziert, während Nutzer &#8220;Schnuffelbärchen&#8221; gerne trollt und Nutzer &#8220;OldenburgRulez&#8221; ein Newbie ist. Auf solche halbwegs stabilen &#8220;Online-Identitäten&#8221; lässt sich reagieren, auch wenn man vielleicht gar nicht weiß, wer &#8220;Muskelprotz74&#8243; in Wirklichkeit ist: ihr Verhalten lässt sich einordnen und ggfs. sanktionieren.</p>
<p>In kommunikativen Umgebungen, in denen Pseudonymität herrscht UND Nutzer nur einmalig oder punktuell zusammentreffen, steigen hingegen die Chancen für unreguliertes und problematisches kommunikatives Verhalten. In den Kommentaren bei YouTube-Videos zeigt sich dies m.E. immer besonders ausgeprägt; nicht zufällig verlässt sich YouTube zusätzlich auf technisch unterstützte Mechanismen zur Regulierung von Kommentaren (den Daumen hoch/runter-Knopf), denn eine vorrangig diskursive soziale Kontrolle ist unter der dort herrschenden  Kommunikationsarchitektur eher schwierig durch zu halten.</p>
<p>Facebook-Gruppen sind aus dieser Perspektive ein durchaus interessanter Fall: Nutzer treten dort in der Regel mit ihrer echten Identität und mit Klarnamen auf  (was zumindest theoretisch eher &#8216;dämpfend&#8217; bzw. mäßigend wirken sollte, weil man ja ggfs. negative Sanktionen zu befürchten hätte). Gerade in solchen spontan entstandenen Gruppen scheint aber die Erwartung nicht sonderlich groß, dort über einen längeren Zeitraum aktiv zu sein, weswegen man auch eher mal eine unüberlegte Äußerung tätigt. Ohnehin scheint mir die überwiegende Mehrheit derjenigen, die sich im Kommentarbereich bzw. der Pinnwand zu Wort melden, nicht per se rassistisch oder verhetzend, sondern eher erbost, wütend, aufgebracht &#8211; also eine Reaktion aus dem Moment heraus, ohne dass über die Konsequenzen der eigenen Meinungsäußerung groß nachgedacht wurde. Das entspricht m.E. auch dem Kommunikationmodus, der in persönlichen Öffentlichkeiten dominiert: Man publiziert nicht, sondern man unterhält sich und betreibt Konversation; man wägt nicht objektiv Argumente gegeneinander ab, sondern drückt seine subjektive Meinung aus &#8211; in diesem Fall zugegebenermaßen alles in einem eher rauher Tonfall.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_678" class="footnote">Die Ursprungsgruppe &#8220;82.000.000 gegen Boateng&#8221; scheint inzwischen gelöscht zu sein.</li></ol><div id="tweetbutton678" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F678&amp;text=Boateng%20und%20das%20Internet&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F678" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/678/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einige Notizen zu den rivva-Leitmedien</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/662</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/662#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 16:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>
		<category><![CDATA[rivva]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=662</guid>
		<description><![CDATA[Heute ist bei carta ein interessantes Portrait von Frank Westphal, dem Macher von rivva.de erschienen. Das hat mich daran erinnert, dass ich seit einigen Tagen schon vorhatte, Ergebnisse einer kleinen Auswertung zu bloggen, die ich mit meiner studentischen Mitarbeiterin Jessica Kunert vor knapp einem Monat vorgenommen habe. Im Kern ging es uns darum zu ermitteln, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist bei <a href="http://carta.info/25259/portraet-frank-westphal-ich-wuerde-gern-die-frank-schirrmacher-maschine-bauen/">carta ein interessantes Portrait von Frank Westphal</a>, dem Macher von <a href="http://rivva.de/">rivva.de</a> erschienen. Das hat mich daran erinnert, dass ich seit einigen Tagen schon vorhatte, Ergebnisse einer kleinen Auswertung zu bloggen, die ich mit meiner studentischen Mitarbeiterin Jessica Kunert vor knapp einem Monat vorgenommen habe.</p>
<p>Im Kern ging es uns darum zu ermitteln, welches die Leitmedien für die deutschsprachige Blogosphäre sind, also woher die Nachrichten (im weiten Sinne verstanden) stammen, die in der Blogosphäre diskutiert werden. Dazu haben wir uns rivva vorgenommen &#8211; die Plattform scannt nicht die gesamte deutschsprachige Blogosphäre, sondern folgt &#8220;3.800 deutschsprachigen Quellen und 850 englischsprachigen.  Im Pool befinden sich fast genau 150.000 Twitter-Accounts, von denen zurzeit etwa 50.000 aktiv verfolgt werden&#8221; (Auskunft F. Westphal in einer mail an mich vom 5.3.<span style="text-decoration: line-through;">2003</span>2010).</p>
<p>Rivva führt auf der gesonderten Seite „<a href="http://rivva.de/leitmedien">Leitmedien</a>“ eine tagesaktuelle Auswertung, welchen Anteil einzelne Online-Angebote im Lauf der vergangenen 100 Tage an den Beiträgen auf Startseite von Rivva besitzen, also wieviel Prozent der Beiträge, die auf der Startseite von Rivva auftauchten (weil sie eine &#8220;Aufmerksamkeitsschwelle&#8221; überschritten, indem sie von Blogs verlinkt oder getwittert wurden), von Spiegel Online, Netzpolitik.org o.ä. stammen. Für unsere erste Auswertung haben wir am 2.3.2010 die Daten entnommen und etwas näher untersucht:</p>
<ul>
<li>Betrachtet man den prozentualen Anteil, den einzelne Angebote an den Meldungen auf der Startseite von Rivva aufweisen, lässt sich eine für vernetzte Öffentlichkeiten typische Verteilung feststellen &#8211; auf einige wenige Quellen konzentriert sich ein relativ hoher Anteil der Aufmerksamkeit: Aus den zehn Top-Quellen stammen zusammen genommen 28 Prozent aller Startseiten-Beiträge; die Top 100 Quellen (von insgesamt 588 aufgeführten Quellen) sogar 68 Prozent.</li>
</ul>
<p><em>Die zehn aufmerksamkeitsstärksten Angebote im Rivva-Leitmedienindex</em></p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="84" valign="top">Rang</td>
<td width="239" valign="top">Name</td>
<td width="292" valign="top">Anteil an Beiträgen auf Startseite   (in %)</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">1</td>
<td width="239" valign="top">SPIEGEL ONLINE</td>
<td width="292" valign="top">6,74</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">2</td>
<td width="239" valign="top">FAZ.NET</td>
<td width="292" valign="top">4,19</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">3</td>
<td width="239" valign="top">The Official Google   Blog</td>
<td width="292" valign="top">2,76</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">4</td>
<td width="239" valign="top">ZEIT ONLINE</td>
<td width="292" valign="top">2,59</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">5</td>
<td width="239" valign="top">heise online News</td>
<td width="292" valign="top">2,49</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">6</td>
<td width="239" valign="top">netzpolitik.org</td>
<td width="292" valign="top">2,40</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">7</td>
<td width="239" valign="top">Artikel / sueddeutsche.de</td>
<td width="292" valign="top">2,03</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">8</td>
<td width="239" valign="top">CARTA</td>
<td width="292" valign="top">1,96</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">9</td>
<td width="239" valign="top">TechCrunch</td>
<td width="292" valign="top">1,43</td>
</tr>
<tr>
<td width="84" valign="top">10</td>
<td width="239" valign="top">Stefan Niggemeier</td>
<td width="292" valign="top">1,41</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Stand: 2.3.2010</p>
<p>In einem nächsten Schritt haben wir uns die 100 führenden Quellen des Leitmedienindexes näher angesehen und anhand verschiedener Kriterien kategorisiert, nämlich Sprache; Anzahl und journalistischer Hintergrund der Autoren; Typ der Öffentlichkeit (s.u.)<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/662#footnote_0_662" id="identifier_0_662" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eine eingehende Analyse, bspw. von Themenwahl, Pr&auml;sentationsstil, redaktioneller Organisation oder Regelm&auml;&szlig;igkeit der Ver&ouml;ffentlichungen der Quellen, haben wir aus Zeitgr&uuml;nden zun&auml;chst weg gelassen.">1</a></sup>. Diese Auswertung erbrachte:</p>
<ul>
<li>Etwa zwei Drittel der 100 führenden Quellen sind deutschsprachige Angebote (70), denen 30 englischsprachige Quellen gegenüberstehen.</li>
<li>Etwa ein Drittel der Quellen (34) sind Angebote, die nur von einer Person betrieben werden. 45 Angebote haben – soweit erkennbar – einen festen Stamm von Autor/innen, und 21 Angebote haben „Magazin-Charakter“, d.h. es gibt wechselnde Autor/innen.</li>
<li>Ein Drittel der Quellen (32) lässt sich dem Typ „persönliche Öffentlichkeit“ zurechnen, in dem Themen vorrangig nach Kriterien der individuell-persönlichen Relevanz ausgewählt und aufbereitet werden. Jeweils etwa ein Viertel der Quellen sind neue publizistische Öffentlichkeiten (z.B. Netzpolitik oder Spreeblick; 23), sind Bestandteil publizistischer Angebote, die auch ausserhalb des Internets etabliert sind (also z.B. Spiegel Online, tagesschau.de oder auch Blogs im Onlineauftritt der FAZ; 22) oder Angebote im Rahmen von unternehmerischer bzw. organisationaler Öffentlichkeitsarbeit bzw. PR (23).</li>
<li>Bei etwas mehr als der Hälfte aller Quellen (54) war kein professionell-journalistischer Hintergrund des/der Autor/innen erkennbar. Bei den übrigen 46 Angeboten war dies entweder durch die Art des Angebots (z.B. Online-Auftritt eines etablierten Mediums) oder durch Selbstcharakterisierungen (im Impressum, einem Selbstverständnis o.ä.) ersichtlich, wobei in neun Fällen journalistische und nicht-journalistische Autor/innen gemeinsam verantwortlich zeichnen.</li>
</ul>
<p>Bereits erwähnt habe ich, dass die 100 populärsten Quellen für etwa zwei Drittel aller Beiträge (68 Prozent) auf der Startseite von Rivva verantwortlich sind. Schlüsselt man den Anteil auf, den die vier publizistischen Typen an diesen Beiträgen haben, ergibt sich folgendes Bild: 41 Prozent (aller Beiträge der &#8220;Top 100&#8243;-Quellen auf der Startseite) entfallen auf etabliert-publizistische Angebote, 23 Prozent auf neue publizistische Angebote, 19 Prozent auf persönliche Öffentlichkeiten und 17 Prozent auf Quellen aus dem Bereich der PR oder Organisations- bzw. Unternehmenskommunikation. Achtung: Wir haben nicht den &#8220;long tail&#8221; der übrigen 488  &#8220;Startseiten-Artikel-Lieferanten&#8221; untersucht, sodass man diese Prozentwerte nicht auf alle Beiträge verallgemeinern kann, die in der Blogosphäre diskutiert werden.</p>
<p>Was kann man nun mit diesen Erkenntnissen anfangen? Zunächst mal ist es ein weiterer Beleg dafür, dass blogbasierte Öffentlichkeiten mit professionell-journalistischen Öffentlichkeiten verschränkt sind; nimmt man noch den Befund aus einer<a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/456"> früheren kleinen Studie</a> hinzu, dass weniger als zehn Prozent der Verweise von Blogs auf massenmediale Quellen explizit kritisch sind, sondern es überwiegend reine Referenzierungen oder sogar Empfehlungen sind, erhärtet sich der Befund, dass Blogs die Aufmerksamkeit für journalistische Inhalte noch vergrößern.</p>
<p>Allerdings machen die Online-Angebote etablierter (=auch ausserhalb des Internets vertretener) Medien nur einen kleinen Teil der Quellen aus; neben neue publizistische Anbieter tritt auch der neue Typ der &#8220;persönlichen Öffentlichkeit&#8221;, bei dem einzelne Personen ohne journalistische Vorbildung oder expliziten Anspruch Themen liefern, die von anderen Blogs aufgegriffen und diskutiert werden.</p>
<p>Interessant wäre es natürlich, diesen Schnappschuss von Anfang März 2010 um weitere Analysen zu ergänzen, also z.B. Verläufe über Monate oder Jahre hinweg zu identifizieren (Werden etablierte Medien als Quelle wichtiger? Werden deutsche oder englischsprachige Quellen wichtiger?) oder aber die Kategorien zu verfeinern, anhand derer die &#8220;Leitmedien der Blogosphäre&#8221; klassifiziert werden können. Mal sehen, wann ich dazu komme.. ;-)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_662" class="footnote">Eine eingehende Analyse, bspw. von Themenwahl, Präsentationsstil, redaktioneller Organisation oder Regelmäßigkeit der Veröffentlichungen der Quellen, haben wir aus Zeitgründen zunächst weg gelassen.</li></ol><div id="tweetbutton662" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F662&amp;text=Einige%20Notizen%20zu%20den%20rivva-Leitmedien&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F662" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/662/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>21</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rezension zu &#8220;International Blogging&#8221;</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/642</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/642#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 14:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=642</guid>
		<description><![CDATA[Für eine der kommenden Ausgaben von Medien &#38; Kommunikationswissenschaft habe ich ein Buch lesen und besprechen dürfen; unten die um einige Links angereicherte Rezension: Russell, Adrienne / Nabil Echchaibi (Hrsg.): International Blogging. Identity, Politics, and networked publics. New York: Peter Lang. 205 Seiten. Auch wenn Netzwerk- und Videoplattformen oder die Wikipedia deutlich weiter verbreitet sind: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine der kommenden Ausgaben von <a href="http://www.m-und-k.info/">Medien &amp; Kommunikationswissenschaft</a> habe ich ein Buch lesen und besprechen dürfen; unten die um einige Links angereicherte Rezension:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Russell, Adrienne / Nabil Echchaibi (Hrsg.): <a href="http://www.amazon.de/International-Blogging-Identity-Networked-Formations/dp/1433102331">International Blogging. Identity, Politics, and networked publics</a>. New York: Peter Lang. 205 Seiten.</p>
<p>Auch wenn Netzwerk- und Videoplattformen oder die Wikipedia deutlich weiter verbreitet sind: Blogs haben sich als niedrigschwellige Formate des onlinebasierten Publizierens und damit als prototypische Vertreter des Web 2.0 etabliert. Dies drückt sich auch in einem stetig wachsenden Forschungsstand aus, in dem jedoch international vergleichende Untersuchungen nach wie vor eher dünn gesät sind. Die zu besprechende Aufsatzsammlung vereint neun länder- bzw. sprachbezogene Fallstudien, deren Anspruch Ko-Herausgeberin <a href="http://adrienne.typepad.com/">Adrienne Russell</a> (University of Denver, USA) in ihrer Einleitung formuliert: Stellenwert und Folgen von Blogs sollen in Beziehung zum jeweiligen nationalen Mediensystem sowie dem politischen und kulturellen Kontext diskutiert werden. So ließe sich zum einen der Dominanz des us-amerikanischen Modells von Blogs und ihrer gesellschaftlichen Institutionalisierung entgegnen, zum anderen einer impliziten Technikeuphorie vorbeugen, die gesellschaftliche Wirkungen vorrangig aus technischen Merkmalen ableitet.</p>
<p>Die Fallstudien besitzen in „Identität“ und „Politik“ zwei gemeinsame inhaltliche Nenner. Diese verweisen darauf, dass Blogs eine Verbindung zwischen individueller Selbstpräsentation (durch das explizit-Machen und Aushandeln von Identitätsaspekten) und kollektiven Handeln (durch die Artikulation politischer Positionen oder Widerstände) schaffen können. Zur weitergehenden Strukturierung des Bandes taugen diese beiden Leitbegriffe allerdings nur bedingt; die Autor/innen argumentieren letztlich doch zu sehr von unterschiedlichen Perspektiven und aufgrund unterschiedlicher methodischer Zugänge, sodass die inhaltliche Klammer des Bandes eher schwach bleibt.</p>
<p>Positiv ist hervorzuheben, dass alle Kapitel einen kurzen historischen Überblick zur Verbreitung und Institutionalisierung von Blogs in den betrachteten Ländern haben. Darauf aufbauend liegt der Fokus mal auf einzelnen Angeboten wie dem „<a href="http://yahoo.bondyblog.fr/">Bondy Blog</a>“, das N. Echchaibi als Forum für marginalisierte Stimmen aus den französischen Banlieues charakterisiert, oder dem Blog des italienischen Komikers <a href="http://www.beppegrillo.it/">Beppe Grillo</a>, das in Kombination mit anderen Online-Werkzeugen graswurzelartige politische Strukturen in Italien fördert (G. Navarria). Andere Beiträge analysieren die Rolle von Blog-Netzwerken: <a href="http://snurb.info/">Bruns</a>/Adams zeigen auf Grundlage von Netzwerk- und Inhaltsanalysen der australischen politischen Blogosphäre, dass dort eine hohe Polarisierung, aber eher links-progressive Tendenzen vorzufinden ist, die sie als Gegengewicht zu den eher konservativen Mainstream-Medien des Landes deuten. In Singapur hingegen, so Y. Ibrahim, stehen Blogs vor allem in Konflikt mit der dort herrschenden politischen Kultur, die Pluralismus als Bedrohung ansieht und sich u.a. in einer starken Regulierung bis hin zur direkten Kontrolle der etablierten Medien äußert.</p>
<p>In einem besonders lesenswerten Text diskutieren Alexanyan/Koltsova, wie sich auf der Plattform „<a href="http://www.livejournal.com/">LiveJournal</a>“ sowohl die nationale wie die transnationale russissche Online-Kultur manifestiert. Interessant ist diese Fallstudie auch deswegen, weil LiveJournal 1999 in den USA gegründet wurde, seit 2007 aber in Besitz des russischen Medienunternehmens SUP ist. Diese Übernahme erzeugte vor allem bei den nicht in Russland lebenden russigsprachigen Nutzern Sorgen: „[On LiveJournal] there is the large Russian diaspora, many with powerfully negative memories of the Soviet Union, and with a deep-seated distrust of anything associated with Russian commercial or political interests. These people specifically chose LiveJournal as ‘their online home’ because of its American ownership, and their reaction to having any part of their LiveJournal data ‘transferred’ to Russia is akin to having themselves symbolically deported.” (78)</p>
<p>Die Beiträge zur muslimischen Blogosphäre (E. Siapera) sowie zu Blogs in Marokko (A. Douai) und China (K. de Vries) sind insofern problematisch, als bei ihnen nur auf englischsprachige Blogs zurückgegriffen wird. Dadurch können sie zwar herausarbeiten, wie sich in den Blogs „reconfigurations of western modernity“ (Siapera) artikulieren oder Verbindungen zu globalen Diskursen über Menschenrechte, Demokratisierungsbemühungen o.ä. hergestellt werden. Leider bleibt durch diese Beschränkung jedoch unklar, welchen Stellenwert Blogs jenseits dieser – relativ gesehen – Elitendiskurse der international orientierten Blogger haben. Dies führt zum letzten Kritikpunkt an dem Band: Der Fokus auf politische Kommunikation und die Verbindungen zu massenmedialen politischen Öffentlichkeiten lässt zu selten deutlich werden, ob bzw. zu welchem Grad Blogs in den jeweiligen Gesellschaften noch andere Sphären des Identitäts- und Beziehungsmanagements berühren, beispielsweise in Bezug auf das Verhältnis von lokalen und globalen Populärkulturen, oder für die Pflege von erweiterten sozialen Netzwerken aus dem Privatleben. Für die international vergleichende Blogforschung gibt es also noch eine ganze Menge zu tun.</p>
<div id="tweetbutton642" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F642&amp;text=Rezension%20zu%20%26%238220%3BInternational%20Blogging%26%238221%3B&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F642" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/642/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blogging practices &#8211; framework visualized</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/615</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/615#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 10:44:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmidtmitdete.de/?p=615</guid>
		<description><![CDATA[What a surprise: A couple of months ago I discussed some aspects of my blogging practice framework with Manolo Vergara from Mexico, who was working at his masters&#8217; thesis in Communication at that time.  As part of that work, he collaborated with designer Mariana González Guzmán-Poirê (check out her collection of Mexican kitsch.. :-)) to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>What a surprise: A couple of months ago I discussed some aspects of my <a href="http://jcmc.indiana.edu/vol12/issue4/schmidt.html">blogging practice framework</a> with <a href="http://www.contramedia.name/">Manolo Vergara</a> from Mexico, who was working at his masters&#8217; thesis in Communication at that time.  As part of that work, he collaborated with designer <a href="http://marianasix.deviantart.com/">Mariana González Guzmán-Poirê</a> (check out her <a href="http://marianasix.deviantart.com/art/Kitsch-137909489">collection of Mexican kitsch</a>.. :-)) to create the following visualization of the framework &#8211; much better than the one I&#8217;ve created<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/615#footnote_0_615" id="identifier_0_615" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; using MS Word.. ;-) ">1</a></sup> for the original article .</p>
<p>Thanks to both of You!</p>
<p><a href="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2009/12/BloggingPractices2.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-614" title="BloggingPractices2" src="http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/uploads/2009/12/BloggingPractices2-231x300.png" alt="BloggingPractices2" width="231" height="300" /></a></p>
<p>(Click to enlarge)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_615" class="footnote">&#8230; using MS Word.. ;-) </li></ol><div id="tweetbutton615" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F615&amp;text=Blogging%20practices%20%26%238211%3B%20framework%20visualized&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F615" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmidtmitdete.de/archives/615/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

