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	<title>Schmidt mit Dete &#187; Presse Funk und Fernsehen</title>
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		<title>Boateng und das Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 12:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[(&#8230;) Zudem will ich anmerken, dass Sie als Soziologe sicherlich eine hervorragende Menschenkenntnis haben und bestimmt ein netter Typ sind. Aber: Der Fall Boateng ist ene reine Sache, die sich über den Fußball erklären lässt. Diese Emotionen entstehen nur durch den Fußball. Deswegen sind diese Reaktionen bei Facebook usw. auch nur kurzfristig. Sie werden sehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>(&#8230;) Zudem will ich anmerken, dass Sie als Soziologe sicherlich eine hervorragende Menschenkenntnis haben und bestimmt ein netter Typ sind.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Aber: Der Fall Boateng ist ene reine Sache, die sich über den Fußball erklären lässt. Diese Emotionen entstehen nur durch den Fußball. Deswegen sind diese Reaktionen bei Facebook usw. auch nur kurzfristig. Sie werden sehen, dass sich spätestens zur WM der Fall Boateng wiedergelegt hat.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Naja was ich damit sagen will ist, dass Sie sich bei solchen Themen als Soziologe lieber raushalten sollten. Unter anderem stellen Sie nämlich gleich wieder die Deutschen als Nazis dar. Ich denke unser geschichtlicher Hintergrund hat uns schon genug bestraft. Gerade Sie als stolzer Deutscher sollten doch bestrebt sein, dass dieses Image an Wert verliert.</em></p>
<p style="text-align: right;">(Aus einer Mail, die ich am 18.5. in Reaktion auf einen <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wm2010/deutsches-team/10450598-iptc-bdt-20100518-427-dpa_24880850.html#.00000002">Artikel bei gmx.de</a> erhielt)</p>
<p>Ich bin ja nun wirklich der Letzte, dem man <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/category/sport">mangelndes Interesse an Fussball</a> vorwerfen könnte. Und doch meine ich, dass es derzeit wichtigere Themen gibt, als das Foul von Kevin-Prince Boateng an Michael Ballack, die WM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft, und der Diskussion zu diesem Thema im Internet.</p>
<p>Aber ich habe in den vergangenen drei Tagen gefühlte 50 Prozent meiner Arbeitszeit mit Interviews und Stellungnahmen zu dem Thema verbracht, und auch oben stehende Mail erhalten, die ich&#8230; hmmm&#8230; interessant finde. Also werde ich einfach mal noch ein paar Gedanken zu dem Thema loswerden, auch und gerade als Soziologe. :-)</p>
<p>Zu Beginn stand ein Gespräch, das ich Dienstag mit einer dpa-Redakteurin geführt habe und in dem es um die Anti-Boateng-Gruppen auf Facebook sowie genereller um die unfreundlichen, teils auch rassistischen Kommentare gegen ihn in Internetforen, auf Twitter etc. ging. Die daraus entstandene dpa-Meldung wurde verschiedentlich unverändert veröffentlicht (z.B. auf <a href="http://portal.gmx.net/de/themen/wm2010/deutsches-team/10450598-iptc-bdt-20100518-427-dpa_24880850.html#.00000002">gmx.de</a>), teilweise um weitere Recherchen ergänzt (z.B. auf <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article7686753/Ballack-Foul-Hetzjagd-gegen-Boateng-im-Internet.html">welt.de</a> oder <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/413/511518/text/4/">sueddeutsche.de</a>), für die ich gelegentlich auch nochmal gesondert befragt wurde (z.B. auf <a href="http://www.swr.de/ratgeber/multimedia/boateng/-/id=1818/nid=1818/did=6403846/mv1vza/index.html">swr.de</a>), und sie war Ausgangspunkt für Hörfunkanfragen (z.B. Deutschlandfunk).</p>
<p>Zunächst mal eine grundsätzliche Feststellung zu meinem Zitat &#8220;Die Brutalität ist erschreckend&#8221;: Mir ist schon klar, dass rund um den Fussball relativ oft Bemerkungen oder Beschimpfungen fallen, die nicht jugendfrei, und leider oft auch rassistisch sind. Ich bin also nicht per se überrascht darüber, dass es sowas gibt &#8211; aber trotzdem erschrecke ich jedes mal, wenn ich mit solchen Sprüchen konfrontiert bin, ganz egal ob ich sie in den Fanrängen einer Arena um mich herum höre, in der U-Bahn oder eben in Internetforen. Auf die latente Fremdenfeindlichkeit und die außersportlichen Inszenierungen und Stigmatisierungen, die in der Diskussion um &#8220;Ghetta-Boateng vs. Capitano Ballack&#8221; ebenfalls eine Rolle spielen, will ich hier gar nicht ausführlich eingehen, siehe dazu z.B. &#8220;<a href="http://blog.derbraunemob.info/2010/05/19/essay-mit-zweierlei-masz-deutschlands-fouls-an-boateng/">Deutschlands Foul an Boateng</a>&#8221; oder den oben schon erwähnten <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/413/511518/text/4/">SZ-Artikel</a> sowie das ausgezeichnete ZEIT-Dossier über die beiden <a href="http://www.zeit.de/2010/20/DOS-Bolzplatz">Boateng-Brüder</a>.</p>
<p>Mir geht es eher um die kommunikativen Mechanismen, die zu dieser Aufschaukelung geführt haben; sie sind einerseits recht einfach zu erklären, andererseits aber auch wieder etwas komplexer &#8211; man kann eben nicht von <em>der</em> Hetzjagd in <em>dem</em> Internet sprechen. Einige Gedanken hierzu:</p>
<p>Die rasche Prominenz, die die ersten Anti-Boateng-Gruppen<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/678#footnote_0_678" id="identifier_0_678" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ursprungsgruppe &amp;#8220;82.000.000 gegen Boateng&amp;#8221; scheint inzwischen gel&ouml;scht zu sein.">1</a></sup> auf Facebook erhalten haben, sind Resultat der Schneeballeffekte, die in den persönlichen Öffentlichkeiten der Plattform entstehen können: Jede Person, die einer Gruppe beitritt, kommuniziert automatisch genau dies auch an den eigenen Kontaktkreis; so wird jedes neue Mitglied wiederum zum Multiplikator. Nimmt man hinzu, dass diese Gruppen vermutlich auch an anderen Stellen im Netz verlinkt waren, und dass über sie auch in den reichweitestärkeren Medien berichtet wurde, verwundert die Dynamik ihres Wachstums nicht.</p>
<p>Etwas komplizierter ist die Frage, warum Menschen solchen Gruppen beitreten und sich ggfs. auch abfällig, beleidigend, rassistisch o.ä. äußern. Zunächst mal sind die beiden Dinge voneinander zu trennen: Wer einer Gruppe beitritt, meldet sich nicht automatisch dort in der &#8220;Diskussion&#8221; auch zu Wort &#8211; vielen reicht schon der Beitritt an sich als Statement, mit dem die eigene Haltung zu einem bestimmten Sachverhalt ausgedrückt (=auf dem eigenen Profil sichtbar und im eigenen Live Feed für das erweiterte soziale Netzwerk mitgeteilt) wird.</p>
<p>Eine beliebte Erklärung für ähnliche Online-Phänomene (Hassgruppen, Beleidigungen, etc.) ist die vorgebliche Anonymität bzw. Pseudonymität, aus der heraus man leicht schimpfen oder hetzen könne, weil ja keine Rückschlüsse auf die &#8220;echte Identität&#8221; der Person möglich seien. Ich meine, dass nicht die Pseudonymität allein per se problematisch ist, sondern ein zweiter Faktor der Architektur von onlinebasierten Kommunikationsräumen wichtig ist: Auch in pseudonymen Umgebungen können sich Regeln des kommunikativen Umgangs miteinander herausbilden, wenn die Nutzer wiederholt miteinander in Kontakt kommen. Dann können nämlich relativ stabile Erwartungen, &#8220;Fremdbilder&#8221; und Rollen entstehen &#8211; regelmäßige Nutzer eines Forums wissen z.B. einfach aus früherer Erfahrung, dass Nutzer &#8220;Muskelprotz74&#8243; auf eine bestimmte Art kommuniziert, während Nutzer &#8220;Schnuffelbärchen&#8221; gerne trollt und Nutzer &#8220;OldenburgRulez&#8221; ein Newbie ist. Auf solche halbwegs stabilen &#8220;Online-Identitäten&#8221; lässt sich reagieren, auch wenn man vielleicht gar nicht weiß, wer &#8220;Muskelprotz74&#8243; in Wirklichkeit ist: ihr Verhalten lässt sich einordnen und ggfs. sanktionieren.</p>
<p>In kommunikativen Umgebungen, in denen Pseudonymität herrscht UND Nutzer nur einmalig oder punktuell zusammentreffen, steigen hingegen die Chancen für unreguliertes und problematisches kommunikatives Verhalten. In den Kommentaren bei YouTube-Videos zeigt sich dies m.E. immer besonders ausgeprägt; nicht zufällig verlässt sich YouTube zusätzlich auf technisch unterstützte Mechanismen zur Regulierung von Kommentaren (den Daumen hoch/runter-Knopf), denn eine vorrangig diskursive soziale Kontrolle ist unter der dort herrschenden  Kommunikationsarchitektur eher schwierig durch zu halten.</p>
<p>Facebook-Gruppen sind aus dieser Perspektive ein durchaus interessanter Fall: Nutzer treten dort in der Regel mit ihrer echten Identität und mit Klarnamen auf  (was zumindest theoretisch eher &#8216;dämpfend&#8217; bzw. mäßigend wirken sollte, weil man ja ggfs. negative Sanktionen zu befürchten hätte). Gerade in solchen spontan entstandenen Gruppen scheint aber die Erwartung nicht sonderlich groß, dort über einen längeren Zeitraum aktiv zu sein, weswegen man auch eher mal eine unüberlegte Äußerung tätigt. Ohnehin scheint mir die überwiegende Mehrheit derjenigen, die sich im Kommentarbereich bzw. der Pinnwand zu Wort melden, nicht per se rassistisch oder verhetzend, sondern eher erbost, wütend, aufgebracht &#8211; also eine Reaktion aus dem Moment heraus, ohne dass über die Konsequenzen der eigenen Meinungsäußerung groß nachgedacht wurde. Das entspricht m.E. auch dem Kommunikationmodus, der in persönlichen Öffentlichkeiten dominiert: Man publiziert nicht, sondern man unterhält sich und betreibt Konversation; man wägt nicht objektiv Argumente gegeneinander ab, sondern drückt seine subjektive Meinung aus &#8211; in diesem Fall zugegebenermaßen alles in einem eher rauher Tonfall.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_678" class="footnote">Die Ursprungsgruppe &#8220;82.000.000 gegen Boateng&#8221; scheint inzwischen gelöscht zu sein.</li></ol><div id="tweetbutton678" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F678&amp;text=Boateng%20und%20das%20Internet&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F678" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Beitrag zu &#8220;zensursula&#8221; für BISS</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/551</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 11:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
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		<description><![CDATA[Anfang Juli bereits hatte ich für &#8220;BISS &#8211; Hamburgs Magazin für Politik und Lebensfreude&#8221; einen Beitrag über die Vorgänge rund um das zensursula-Gesetz und die Rolle der SPD verfasst. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion kann ich den Text nun auch hier bei mir veröffentlichen &#8211; wie gesagt, schon einige Wochen alt, aber möglicherweise dennoch für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Juli bereits hatte ich für &#8220;<a href="http://www.biss-verlag.de/">BISS &#8211; Hamburgs Magazin für Politik und Lebensfreude</a>&#8221; einen Beitrag über die Vorgänge rund um das zensursula-Gesetz und die Rolle der SPD verfasst. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion kann ich den Text nun auch hier bei mir veröffentlichen &#8211; wie gesagt, schon einige Wochen alt, aber möglicherweise dennoch für den einen oder die andere interessant.</p>
<blockquote><p><strong>Zensursula und die SPD. Oder: Wie man sich den eigenen Online-Wahlkampf verhagelt</strong></p>
<p>Barack Obama hatte 2007/2008 vorgemacht, wie man mit einem professionellen Online-Wahlkampf, der auf der Höhe der Zeit ist, einen grandiosen Erfolg feiert. Das ging auch an der SPD nicht spurlos vorbei: Hubertus Heil und andere Strategen aus dem Willy-Brandt-Haus waren in den USA zu Gast, und mit meinespd.net wurde eine Kommunikationsplattform etabliert, der die Kampagnenzentrale unter wahlkampf09.de an die Seite gestellt wurde. Immer mehr Kandidaten und Mandatsträger klinken sich in die sozialen Netzwerke von Facebook, studiVZ und Twitter ein, um dort ihre Person (und Botschaften) zu vertreten. Der Bundestagswahlkampf 2009 findet nicht mehr nur an Infostand und in den Massenmedien statt, sondern zu einem gehörigen Maß in den neuen Öffentlichkeiten des „Social Web“.</p>
<p>Das Anpassen von Werkzeugen ist jedoch nur ein Baustein; ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass diese Öffentlichkeiten nicht in der gleichen Weise bedient werden wollen, wie man es von Pressekonferenzen und 1:30-Statements bei Anne Will oder auch dem Verteilen von Flugblättern vor dem Supermarkt her kennt. Für viele Nutzer von Netzwerkplattformen, Blogs und Twitter sind Parteien zunächst einmal Eindringlinge in ihre eigenen kommunikativen Räume, insbesondere wenn Politiker dort nicht authentisch und dialogbereit auftreten. Die Kommunikation in diesen persönlichen Öffentlichkeiten ist oft eher Konversation als Publikation; sie richtet sich an kleinere Personenkreise, mit denen man in Freundschaft oder auch in eher entfernter Bekanntschaft verbunden  ist. Politische PR kommt dort nicht gut an, und weil die persönlichen Öffentlichkeiten untereinander stark vernetzt sind, verbreitet sich nicht nur die erhoffte Unterstützung, sondern eben auch Kritik sehr schnell.</p>
<p>Zu den zeitgemäßen Werkzeugen und der Kommunikation auf Augenhöhe müssen daher als drittes Element zukunftsweisende und glaubwürdige politische Inhalte und Positionen treten, die man gemeinsam mit den Bürgern bespricht, statt sie ihnen bloß zu verkünden, und bei Bedarf auch weiter entwickelt. Dumm nur, dass die SPD etwa ein Vierteljahr vor der Bundestagswahl gerade diejenigen Personen vollkommen gegen sich aufbrachte, die zwingend für eine positiv-wohlwollende Stimmung in den neuen Öffentlichkeiten nötig gewesen wären: Die Angehörigen der „Generation C64“ (C. Stöcker), für die – unabhängig vom tatsächlichen Alter – das Internet kein Cyberspace ist, der losgelöst von der realen Welt existieren würde, sondern selbstverständlicher Teil des Alltags. Einschränkungen von Informations- und Kommunikationsfreiheiten im Netz sind für sie genauso real und bedrohlich wie in der „offline-Welt“ – sie wissen, dass das Internet nie ein rechtsfreier Raum war, sorgen sich aber, dass es zu einem bürgerrechtsfreien Raum verkommt.</p>
<p>Diese Menschen erlebten fassungslos, wie die Große Koalition auf Drängen von „Zensursula“ von der Leyen ein Gesetz auf den Weg brachte, das die Einrichtung einer Sperr-Infrastruktur für das Internet vorsieht. So einverstanden man mit dem Ziel ist – die Bekämpfung von Kinderpornographie –, so kritisch steht man den im Gesetz vorgesehenen Mitteln gegenüber: Verhältnismäßig leicht zu umgehende Warnseiten sollen vom Besuch von Seiten abhalten, die möglicherweise kinderpornographische Bilder (möglicherweise aber auch ganz andere Dinge) enthalten. So werden die anstößigen Inhalte jedoch nur verhüllt, keinesfalls aber entfernt oder gar ihr Entstehen verhindert. Unverständlich also, warum das BKA, das diese geheime Listen ohne ausreichende Kontrolle durch andere Verfassungsorgane führen soll, nicht zuallererst für das Löschen kinderpornographischer Inhalte sorgt, von deren Existenz man ja spätestens beim Erstellen der Listen Kenntnis hat.</p>
<p>Dass dies unkompliziert möglich ist, demonstrierte der „Arbeitskreis Zensur“, der durch Hinweise an die Provider entsprechende Seiten rasch abschalten ließ. Zudem machte er jedoch auch deutlich, dass zahlreiche auf europäischen Sperrlisten geführte Server keine kinderpornographischen Inhalte enthielten, also die Gefahr des Overblocking besteht. Ohnehin ist fraglich, ob man durch Websperren dem Problem gerecht wird, da Kinderpornografie im Internet fast ausschließlich in geschlossenen Nutzergruppen über andere Dienste als das World Wide Web verbreitet wird. Die Bundesregierung musste in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion selbst zugeben, keine Erkenntnisse über die internationale Verteilung von Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten zu haben.</p>
<p>Der Protest gegen das Gesetzesvorhaben artikulierte sich im Netz und sprang von dort auch auf einige etablierte Medien über; er kulminierte in der bislang größten E-Petition, die innerhalb von vier Wochen über 130.000 Menschen zeichneten (darunter auch ich). Die Kritik entzündete sich nicht nur an dem augenscheinlich überhasteten und ungeeigneten Gesetzvorhaben, sondern vor allem an seinen möglichen Konsequenzen. Die Befürchtung, dass sich hier ein Dammbruch ereigne und die einmal eingerichtete Sperr-Infrastruktur bei den Providern ohne weiteres auch für andere Zwecke gebraucht werden könnte, erhielt rasch neue Nahrung, als verschiedene Unionspolitiker eine Ausweitung auf (wahlweise) Killerspiele, Raubkopien oder überhaupt alles Schlechte dieser Welt forderten.</p>
<p>Und was tat die SPD? Anstatt die Argumente dieser bislang lebhaftesten Debatte zur Regulierung des Internets aufzunehmen und sich von den zahlreichen Experten die Konstruktionsfehler und schädlichen Konsequenzen des Gesetzes erläutern zu lassen, wurde das Vorhaben in einer Mischung aus Koalitionsdisziplin, Unkenntnis und/oder Ignoranz sowie Angst vor einer Kampagne der BILD durchgepeitscht. Last-Minute-Initiativen u.a. von Ex-Juso-Vorsitzendem Björn Boehnig oder vom Online-Beirat beim Parteivorstand (dem ich auch angehöre), um die SPD-Fraktion doch noch zu überzeugen, blieben wirkungslos.</p>
<p>Dies ist in dreierlei Hinsicht bestürzend: Erstens handelt es sich um eine gefährliche politische Entwicklung, wurde doch mit Stimmen der SPD ein Gesetz beschlossen, das in unverhältnismäßiger Weise in die Informationsfreiheit eingreift. Zweitens macht es deutlich, dass die Partei Probleme hat, sich Diskursen in neuen Öffentlichkeiten zu öffnen, wichtige Themen auch kontrovers zu diskutieren und sich insbesondere dann überzeugen zu lassen, wenn die Argumente gegen die eigene Ausgangsposition sprechen. Drittens schließlich macht es den Online-Wahlkampf 2009 reichlich aussichtslos. Er sollte die SPD auch in der internetaffinen Bevölkerung, den relativ jungen und gut ausgebildeten Wissensarbeitern aus IT-, Medien-, Kultur- und Wissenschaftsbranchen verankern – das ist inzwischen so gut wie ausgeschlossen, denn man hat selbst die Wohlwollenden unter ihnen nachhaltig vergrätzt. Selbst wenn diese nicht geschlossen zu der one-issue-Partei der Piraten überlaufen, und selbst wenn einige von ihnen mit knirschenden Zähnen noch einmal Rot wählen sollten: Das Vertrauen dieser Multiplikatoren von heute und Entscheidungsträger von (spätestens) morgen in die SPD wird nicht so leicht wieder herzustellen sein. Man muss sogar damit rechnen, dass die Gegner der Netz-Sperren sich nun aktiv – und gut organisiert – in den Bundestagswahlkampf einmischen werden. Das könnten gerade die SPD-Politiker zu spüren bekommen, die sich öffentlich für das Gesetz eingesetzt haben. Und das ist doppelt schade, denn eines hat die Debatte um die Netzsperren erreicht: Viele – vor allem – junge Menschen interessieren sich plötzlich wieder für die Politik!</p></blockquote>
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		<title>HNA über Wahlkampf im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits Anfang der Woche hatte die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine (HNA) eine Themenseite zum Onlinewahlkampf veröffentlicht, die auch ein kurzes Interview mit mir enthielt. Das Gespräch lässt sich hier auf der HNA-Homepage abrufen; die ganze Seite darf ich mit freundlicher Genehmigung auch als .pdf anbieten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits Anfang der Woche hatte die <a href="http://www.hna.de/index.html">Hessisch/Niedersächsische Allgemeine (HNA)</a> eine Themenseite zum Onlinewahlkampf veröffentlicht, die auch ein kurzes Interview mit mir enthielt. Das Gespräch lässt sich <a href="http://www.hna.de/politikstart/00_20090810072203_Wahlkampf_im_Web___quotPolitiker_sind_zu_stati.html">hier auf der HNA-Homepage</a> abrufen; die ganze Seite darf ich mit freundlicher Genehmigung auch <a href="http://www.schmidtmitdete.de/pdf/HNA_Wahlkampf_2009.pdf">als .pdf</a> anbieten.</p>
<div id="tweetbutton556" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F556&amp;text=HNA%20%C3%BCber%20Wahlkampf%20im%20Internet&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F556" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Interviews zum neuen Netz</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 23:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich gleich zwei Interviews zu aktuellen Entwicklungen des neuen Netzes geführt; mit &#8220;WDR 3 Resonanzen&#8221; habe ich mich über Twitter unterhalten. Der einleitende Beitrag ist hier zu hören, das Interview selbst ist meines Wissens leider nicht online. Dafür gibt es ein 30 Minuten langes Stück [mp3] von &#8220;SWR 1 Der Abend&#8221; über Netzwerkplattformen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich gleich zwei Interviews zu aktuellen Entwicklungen des neuen Netzes geführt; mit &#8220;<a href="http://www.wdr3.de/resonanzen/aktuell.html">WDR 3 Resonanzen</a>&#8221; habe ich mich über Twitter unterhalten. Der <a href="http://www.wdr3.de/resonanzen/details/artikel/wdr-3-resonanzen-9933f2b715.html">einleitende Beitrag ist hier zu hören</a>, das Interview selbst ist meines Wissens leider nicht online.</p>
<p>Dafür gibt es ein <a href="http://mp3.swr.de/swr1/mantel/der_abend/264101.6444m.mp3">30 Minuten langes Stück</a> [mp3] von &#8220;<a href="http://www.swr.de/swr1/bw/programm/-/id=446250/nid=446250/did=4588464/rap7q0/index.html">SWR 1 Der Abend</a>&#8221; über Netzwerkplattformen, Privatsphäre, um digitalen Voyeurismus und die Ausweitung sozialer Beziehungen. Ich habe mich am Nachmittag recht lange mit der SWR-Redakteurin unterhalten und kommen in den 30 Minuten immer wieder zu Wort.</p>
<div id="tweetbutton446" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F446&amp;text=Interviews%20zum%20neuen%20Netz&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F446" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kurzinterview zu Politblogs</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/436</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 13:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurzer Hinweis: Eine Gruppe von Studierenden der UDK Berlin, die sich mit der Rolle des Internets für die Politik auseinandersetzen, hat mich zu politischen Blogs interviewt. Meine Antworten sind in der &#8220;Wahlkampfarena&#8221; und im gleichnamigen Blog auf freitag.de zu finden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Hinweis: Eine Gruppe von Studierenden der UDK Berlin, die sich mit der Rolle des Internets für die Politik auseinandersetzen, hat mich zu politischen Blogs interviewt. Meine Antworten sind in der &#8220;<a href="http://wahlkampfarena.wordpress.com/2009/03/09/blogger-im-politischen-diskurs-und-weblogs-als-gegenoffentlichkeit-wka-im-interview-mit-dem-blogforscher-dr-jan-schmidt/">Wahlkampfarena</a>&#8221; und im <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/wahlkampfarena/blogger-im-politischen-diskurs-interview-mit-blogforscher-jan-schmidt">gleichnamigen Blog auf freitag.de</a> zu finden.</p>
<div id="tweetbutton436" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F436&amp;text=Kurzinterview%20zu%20Politblogs&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F436" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Elektrischer Reporter&#8221; über Twitter und beim ZDF</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/362</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 17:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Meta-Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mario Sixtus aka &#8220;Elektrischer Reporter&#8221; ist nun auch beim ZDF zu sehen. In der neuesten Folge geht es um Twitter, und ich komme auch mit einer kurzen Einschätzung zu Wort. Wer das nicht in der ZDF-Mediathek sehen möchte, kann auch hier vorbeischauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mario Sixtus aka &#8220;<a href="http://www.elektrischer-reporter.de/">Elektrischer Reporter</a>&#8221; ist nun auch <a href="http://elektrischerreporter.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7413239,00.html">beim ZDF zu sehen</a>. In der neuesten Folge geht es um Twitter, und ich komme auch mit einer kurzen Einschätzung zu Wort. Wer das nicht in der ZDF-Mediathek sehen möchte, kann auch <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/83/">hier vorbeischauen</a>.</p>
<div id="tweetbutton362" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F362&amp;text=%26%238220%3BElektrischer%20Reporter%26%238221%3B%20%C3%BCber%20Twitter%20und%20beim%20ZDF&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F362" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Beitrag bei Deutsche-Welle-TV</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/332</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/332#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 18:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen war ein Team der Deutschen Welle bei mir im Büro zu Besuch, um mich über Datenpreisgabe, Privatheit und Öffentlichkeit im Social Web zu interviewen. Der Beitrag, in dem ich unter anderem auch mein Facebook-Netzwerk erkläre, ist inzwischen online (und kann in den nächsten sechs Wochen abgerufen, aber auch gespeichert werden). PS: Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen war ein Team der Deutschen Welle bei mir im Büro zu Besuch, um mich über Datenpreisgabe, Privatheit und Öffentlichkeit im Social Web zu interviewen. Der Beitrag, in dem ich unter anderem auch mein Facebook-Netzwerk erkläre, ist inzwischen <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3745616,00.html">online</a> (und kann in den nächsten sechs Wochen abgerufen, aber auch gespeichert werden).</p>
<p>PS: Wer zuerst alle Spiele identifiziert, die im Regal hinter mir zu sehen sind, erhält ein Extralob! :)</p>
<div id="tweetbutton332" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F332&amp;text=Beitrag%20bei%20Deutsche-Welle-TV&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F332" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Beim Deutschlandradio &#8211; und Wunschparade</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/266</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/266#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 08:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[[Update] Das hat ja ganz phänomenal geklappt &#8211; herzlichen Dank für die vielen Vorschläge (die ich leider nicht alle weitergeben konnte&#8230;). Hier meine Wunschliste, die eben an die Redaktion ging: Mein must have: &#8220;Alles klar auf der Andrea Doria&#8221; (Udo Lindenberg) &#8220;Dreiklangsdimensionen&#8221; (Rheingold) hat drei explizite Stimmen bekommen; &#8220;Sunny&#8221; fanden einige gut, aber Boney M [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[<strong>Update</strong>] Das hat ja ganz phänomenal geklappt &#8211; herzlichen Dank für die vielen Vorschläge (die ich leider nicht alle weitergeben konnte&#8230;). Hier meine Wunschliste, die eben an die Redaktion ging:</p>
<ul>
<li>Mein <em>must have</em>: &#8220;Alles klar auf der Andrea Doria&#8221; (Udo Lindenberg)</li>
<li>&#8220;Dreiklangsdimensionen&#8221; (Rheingold) hat drei explizite Stimmen bekommen; &#8220;Sunny&#8221; fanden einige gut, aber Boney M fanden alle doof, also hab ich die Version von Bobby Hebb (die auch wirklich schön ist) angegeben</li>
<li> &#8220;Schmidtchen Schleicher&#8221; (Nico Haak) fand ich so aus dem Bauch raus das beste Wildcard-Stück.</li>
</ul>
<p>Falls eines der Lieder nicht verfügbar sein sollte, habe ich noch &#8220;The Scientist&#8221; von Coldplay angegeben, das auch einige Stimmen bekam (und da freut sich meine studentische Mitarbeiterin Julia, von der kam nämlich der Vorschlag). Jetzt bin ich mal gespannt, was alles gespielt wird!</p>
<p>[Noch ein Update] Was ich vergessen habe: Die Sendung wird für ein halbes Jahr auf der Deutschlandradio-Seite archiviert &#8211; aber ohne die Musik (wegen der Verwertungsrechte). Wer also die Musik hören will, sollte unbedingt am Samstag vormittag ab 9.05 Uhr einschalten.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Diesen Samstag bin ich zusammen mit Stefan Niggemeier Gast in der Sendung &#8220;<a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/imgespraech/">Radiofeuilleton &#8211; Im Gespräch</a>&#8221; auf Deutschlandradio Kultur. Wir werden uns über Weblogs unterhalten &#8211; und weil die Sendung zwei Stunden dauert, immer wieder von Musik unterbrochen. Das Schöne ist, dass Stefan und ich als Studiogäste uns jeder 3-4 Titel wünschen dürfen. Ich zermartere mir jetzt schon den ganzen Tag den Kopf, welche Lieder ich mir wünschen könnte; heute morgen kam mir dann auf dem Fahrrad die Idee: Lass doch einfach Deine geneigten Leser/innen entscheiden!</p>
<p>Deswegen hier also die große Deutschlandradio-Lieder-Wunschparade. Kurz die Regeln:</p>
<ul>
<li>Jeder hat zwei Stimmen, bitte einfach in die Kommentare eintragen.</li>
<li>Eine Stimme muss für eines der vorgegebenen Lieder abgegeben werden. Die andere Stimme ist die wildcard &#8211; da könnt Ihr ein eigenes Lied vorschlagen, oder ein von anderen vorgeschlagenes Lied &#8220;faven&#8221;.</li>
<li>Von den vorgegebenen Liedern nehme ich das mit den meisten Stimmen. Von den wildcard-Liedern nehme ich das, was die Faktoren &#8220;gefällt mir&#8221;, &#8220;gefällt meinen Lesern&#8221; und &#8220;passt in eine Deutschlandradio-Sendung am Samstag vormittag&#8221; optimiert.</li>
<li>Ach ja: Ich muss vermutlich spätestens morgen, Freitag, meine Lieder an die Redaktion weitergeben. irgendwann schließ ich also vermutlich die Abstimmung ohne Vorwarnung.</li>
</ul>
<p>Ok, hier meine Vorschläge [Stimme 1]</p>
<ol>
<li>Angel Eyes (Roxy Music/Bryan Ferry) [<a href="http://www.youtube.com/watch?v=3Mu4mSy4_Z8">video</a>]</li>
<li>Dreiklangsdimensionen (Rheingold) [<a href="http://www.youtube.com/watch?v=EoNOQs0QI68">video</a>]</li>
<li>Sunny (Boney M., aber vielleicht gibt es ja noch eine schönere Version?) [<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ErR5p138upM">video</a>]</li>
<li>I was made for dancing (Leif Garrett) [<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hihp_Jjdnsg">video</a>]</li>
<li>The Scientist (Coldplay) [<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hihp_Jjdnsg">Video</a>]</li>
</ol>
<p>[Stimme 2] Nicht Eure Wildcard vergessen..</p>
<p>Ach ja, völlig ausser Konkurrenz und auf jeden Fall läuft &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=QU8YiEIyPUw">Alles klar auf der Andrea Doria</a>&#8221; von Udo Lindenberg.</p>
<div id="tweetbutton266" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F266&amp;text=Beim%20Deutschlandradio%20%26%238211%3B%20und%20Wunschparade&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F266" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sonntags &#8211; Hinter den Kulissen</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/122</link>
		<comments>http://www.schmidtmitdete.de/archives/122#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 17:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftscafe]]></category>

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		<description><![CDATA[[Update: Inzwischen sind der Beitrag und das Studiogespräch in der ZDF Mediathek abrufbar.] Heute vormittag war ich in Mainz, um in der Aufzeichnung der &#8220;Sonntags&#8221;-Sendung als Studiogast zum Thema &#8220;Privatsphäre im Internet&#8221; Rede und Antwort zu stehen. Alles lief gut, und ich bin inzwischen schon wieder zuhause, um als kleinen Vorgucker auf die morgige Sendung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[<strong>Update</strong>: Inzwischen sind <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/472622?inPopup=true">der Beitrag und das Studiogespräch in der ZDF Mediathek </a>abrufbar.]</p>
<p>Heute vormittag war ich in Mainz, um <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/121">in der Aufzeichnung der &#8220;Sonntags&#8221;-Sendung</a> als Studiogast zum Thema &#8220;Privatsphäre im Internet&#8221; Rede und Antwort zu stehen. Alles lief gut, und ich bin inzwischen schon wieder zuhause, um als kleinen Vorgucker auf die morgige Sendung ein paar Impressionen von hinter den Kulissen zu bloggen.</p>
<p><img src="http://www.schmidtmitdete.de/images/sonntags_1.jpg" height="225" width="300" />Der Vorlauf für diese Sendung begann schon vor einigen Wochen, als mich die zuständige Redakteurin Rita Döbbe kontaktierte. Wir telefonierten in den folgenden Tagen zweimal und trafen uns auch auf der re:publica, um uns über den Themenkomplex &#8220;Internet, Web 2.0, Datenschutz und Privatsphäre&#8221; zu unterhalten &#8211; sehr angeregte und interessante Gespräche, vor allem weil ich das Gefühl hatte, dass Frau Döbbe nicht mit einer vorgefassten Meinung an dieses Thema heranging, sondern wirklich interessiert an den aktuellen Entwicklungen war. Bald wurde klar, dass das Herausfordernde sein würde , die gegenwärtigen Entwicklungen für das Publikum von &#8220;Sonntags&#8221; aufzubereiten &#8211; aufgrund von Sender und Sendezeit (nämlich Sonntags um neun Uhr vormittags) dürfte es sich um Personen handeln, die nicht unbedingt durch die Bank mit den neuesten Trends im Internet vertraut sind. Um zumindest einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie das Magazin so aufgebaut ist, stellte ich mir extra vergangenes Wocheende den Wecker auf etwas früher als gewöhnlich &#8211; und war sehr angetan, denn die Sendung beschäftigt sich mit interessanten Themen, die in kurzen Beiträgen und einem Studiogespräch aufbereitet werden.</p>
<p><img src="http://www.schmidtmitdete.de/images/sonntags_2.jpg" />Um acht Uhr heute früh ging es dann für mich nach Mainz, wo die Aufzeichnung stattfand. Aufgrund der Flugtermine war ich etwas vor der Zeit auf dem Gelände und konnte mir die Zeit im &#8220;Studiogästewarteraum&#8221; vertreiben<sup><a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/122#footnote_0_122" id="identifier_0_122" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Gl&uuml;ck hatte ich mir noch kurzweilige Lekt&uuml;re besorgt: &amp;#8220;Was wir uns &uuml;berlegt haben zu verschiedenen Themen!&amp;#8221; vom Supatopcheckerbunny und dem Hilfscheckerbunny, sehr empfehlenswert!">1</a></sup>, bevor es<br />
ins Studio ging. Die Sendung wird &#8220;unter Live-Bedingungen&#8221; aufgezeichnet, das heißt Moderation, Beiträge und Gespräch folgen in einem Rutsch hintereinander, so wie sie auch in der fertigen Fassung gesendet werden &#8211; trotzdem besteht Gelegenheit, um notfalls Anmoderationen o.ä. zu wiederholen.</p>
<p><img src="http://www.schmidtmitdete.de/images/sonntags_3.jpg" height="300" width="400" />Nach einem einleitenden Stück <a href="http://sonntags.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,7224898,00.html">über die Roboter-Robbe &#8220;Paro&#8221;</a>, die in Altenheimen mit Demenzkranken eingesetzt wird (auf dem Foto vom Studio auch zu sehen&#8230;), kam der Block zur Privatsphäre im Netz. Zunächst zeigte ein Filmbeitrag am Beispiel von zwei Social-Web-Nutzern, wie und wo Menschen persönliche Erlebnisse, Fotos, Eindrücke o.ä. im Netz veröffentlichen und mit anderen teilen. Im Anschluß unterhielt ich mich mit Moderatorin Alexandra Vacano über die Beweggründe der Nutzer, über die Grenzen zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, und über die Notwendigkeit neuer Medienkompetenzen. Näheres dann morgen früh im Fernsehen&#8230;</p>
<p><img src="http://www.schmidtmitdete.de/images/sonntags_4.jpg" />Nach einer knappen Stunde war alles im Kasten und ich hatte Gelegenheit, mir in der Regie die komplette Aufzeichnung der Sendung nochmal anzusehen. Merkwürdig, sich selbst in so einer &#8220;Fernsehsituation&#8221; auf dem Bildschirm zu erleben, ich wirke am Anfang glaube ich auch ein klein wenig verkrampft, entspanne ich mich dann aber. Und letztlich ist das eh wie bei mündlichen Prüfungen oder ähnlichen Situationen: Die Zeit geht viel schneller rum, als man meint. Dadurch blieben auch eine ganze Reihe von spannenden Fragen außen vor, aber dafür habe ich ja mein Blog.. :-)</p>
<p>Fazit: Eine interessante Erfahrung und eine schöne Gelegenheit, mal für ein Publikum über &#8220;das neue Netz&#8221; zu sprechen, das sich vermutlich nicht tagtäglich in ebendiesem bewegt. Sollte nach der Sendung jemand auf mein Blog und diesen Eintrag hier gestoßen sein (von der Sendungs-Homepage ist es verlinkt): Herzlich Willkommen, und schauen Sie sich ruhig mal um!</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_122" class="footnote">Zum Glück hatte ich mir noch kurzweilige Lektüre besorgt: &#8220;<a href="http://www.fischerverlage.de/sixcms/detail.php?template=fv_wide_wrapper&amp;_content_template=buch_detail&amp;_navi_area=fv_home&amp;_navi_item=03.00.00.00&amp;id=944307">Was wir uns überlegt haben zu verschiedenen Themen!</a>&#8221; vom Supatopcheckerbunny und dem Hilfscheckerbunny, sehr empfehlenswert!</li></ol><div id="tweetbutton122" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F122&amp;text=Sonntags%20%26%238211%3B%20Hinter%20den%20Kulissen&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F122" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Samstag geht&#8217;s nach Mainz zu &#8220;Sonntags&#8221;</title>
		<link>http://www.schmidtmitdete.de/archives/121</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 19:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schmidt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das neue Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Presse Funk und Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen mache ich einen kurzen Abstecher nach Mainz zum ZDF &#8211; ich bin zu Gast in der Sendung &#8220;Sonntags&#8220;, die am gleichnamigen Tag um 9.00 Uhr ausgestrahlt, aber am Samstag schon aufgezeichnet wird. Unter dem Titel &#8220;Entblößt im Internet?&#8221; wird es u.a. um &#8220;die neue Offenherzigkeit im Internet&#8221; gehen, also um die Auswirkungen von Blogs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen mache ich einen kurzen Abstecher nach Mainz zum ZDF &#8211; ich bin zu Gast in der Sendung &#8220;<a href="http://sonntags.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,2042251,00.html">Sonntags</a>&#8220;, die am gleichnamigen Tag um 9.00 Uhr ausgestrahlt, aber am Samstag schon aufgezeichnet wird. Unter dem Titel &#8220;<a href="http://sonntags.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,7223990,00.html">Entblößt im Internet?</a>&#8221; wird es u.a. um &#8220;die neue Offenherzigkeit im Internet&#8221; gehen, also um die Auswirkungen von Blogs und Social Network Sites auf Identitätsmanagement, Privatsphäre und soziale Beziehungen. Mal sehen, wie die Sendung verläuft, sie wird ja anschließend auch in der ZDF Mediathek verfügbar sein. Vielleicht klappt es auch, dass ich ein paar Fotos hinter den Kulissen machen kann, um wieder ein &#8220;making of&#8221; bloggen zu können wie beim <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/641">3Sat-Interview Anfang 2007</a>.</p>
<div id="tweetbutton121" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F121&amp;text=Samstag%20geht%26%238217%3Bs%20nach%20Mainz%20zu%20%26%238220%3BSonntags%26%238221%3B&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.schmidtmitdete.de%2Farchives%2F121" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.schmidtmitdete.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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