Schmidt mit Dete

Sommerloch: Die Blumenkübel-Umfrage

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[Hinweis: Dieser Eintrag bzw. die Umfrage ist nicht ernst gemeint und nur verständlich, wenn man den „Blumenkübel“-Hype von heute miterlebt hat.]

Im Lauf des heutigen Tages wurde schnell klar, das sich rund um das Blumenkübel-Phänomen zahlreiche wissenschaftliche Fragen stellen, die nur durch rigorose empirische Forschung zu beantworten sind. Kurzentschlossen habe ich eine kleine Online-Umfrage erstellt, die auf zwei der wesentlichen Fragen eingeht:

  1. Woher wissen die Menschen vom Blumenkübel, wenn sie es nicht aus ihrer lokalen Tageszeitung erfahren haben?
  2. Wie wirkt sich der Blumenkübel auf das Leben ausserhalb des Balkons aus? Gibt es eventuell Gefahren, Risiken, Suchtpotenziale gar?

Um 14.39 Uhr startete ich die Online-Befragung mit einem Hinweis auf Twitter und stellte wenig später den Hinweis auch in Gruppe „Blumenkübel“ auf Facebook ein; dank zahlreicher ReTweets und weiterer Hinweise gab es eine hohe Resonanz. Derzeit (Stand: 17.08) haben 628 Menschen die Startseite aufgerufen und 197 Personen die Umfrage (die aus einer Seite mit zwei Fragen bestand) beendet. Da davon auszugehen ist, dass im Lauf des heutigen Tages die gesamte Weltbevölkerung von dem Thema Kenntnis erhalten hat (#Blumenkübel war in den Trending Topics on Twitter), liegt die Rücklaufquote etwas unter 1%, was aber nach wie vor in der Größenordnung vergleichbarer kommerzieller Marktforschung liegt.

Zu den (Zwischen-)Ergebnissen:

Auf die Frage „Wo haben Sie das erste Mal von Blumenkübeln gehört?“ antworteten

75%: Twitter

8,33%: Facebook

3,33%: Von Sascha Lobo

2,22%: Beim Mittagessen

1,67%: Google Wave

Fast jeder Zehnte (9,44%) gab eine andere Antwort: Meine Mutter rief mich an, von Jan Schmidt, Arbeitskollege, obi, http://kübelbanditen.net/, Praktiker, Gärtnerei, Unfallbeteiligung, eltern/großeltern?, meine mudda, Heiko hebig und Hardi Eiber, auf einer Achterbahnfahrt mit zwei Mimosen, Kinderschlaumachungsanstalt, von Jan Schmidt, nerdcore, Oma, Auf der Terrasse, bei meinem Vater, dem Gärtner,  Kollege

Um die zweite Frage zu beantworten, wurden die Befragten gebeten, ihre Zustimmung bzw. Ablehnung zu einer Reihe von Aussagen zu artikulieren. Die items waren in Anlehnung an eine Reihe von Aussagen aus Skalen zur Computerspiel- und Internetsucht formuliert; die Interpretation der (vorläufigen) Ergebnisse zeigt, dass positive wie negative Wirkungen auftreten.

stimmt genau (1) stimmt eher (2) stimmt kaum (3) stimmt nicht (4)
Gesamt
Mittelwert
Meine Gedanken kreisen ständig um Blumenkübel, auch wenn ich gar nicht auf dem Balkon bin. 50.56%
(90)
21.35%
(38)
11.24%
(20)
16.85%
(30)
178 1.94
Es kommt vor, dass ich eigentlich etwas ganz anderes tue und dann ohne zu überlegen zum Blumenkübel gehe 45.51%
(81)
24.72%
(44)
8.43%
(15)
21.35%
(38)
178 2.06
Weil ich soviel an den Blumenkübel denke, unternehme ich weniger mit anderen. 43.02%
(77)
25.14%
(45)
12.85%
(23)
18.99%
(34)
179 2.08
Ich habe das Gefühl, meinen Blumenkübel nicht kontrollieren zu können. 47.49%
(85)
17.88%
(32)
17.32%
(31)
17.32%
(31)
179 2.04
Ich muss immer länger mit dem Blumenkübel spielen, um zufrieden zu sein. 36.31%
(65)
24.02%
(43)
15.64%
(28)
24.02%
(43)
179 2.27
Ich habe vom Blumenkübel gelernt, wie ich in bestimmten Situationen mit Menschen zusammen arbeiten kann, um Ziele zu erreichen. 40.78%
(73)
24.02%
(43)
13.41%
(24)
21.79%
(39)
179 2.16
Seit ich den Blumenkübel kenne, kann ich mich auch an anderen Orten besser auf bestimmte Dinge konzentrieren. 35.39%
(63)
11.80%
(21)
24.16%
(43)
28.65%
(51)
178 2.46
Der Blumenkübel hat mir geholfen, ganz allgemein besser mit Computern oder dem Internet umzugehen. 46.07%
(82)
16.29%
(29)
15.17%
(27)
22.47%
(40)
178 2.14

Eine umfassende Analyse folgt möglicherweise in den kommenden Tagen – aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht hoch, weil das Thema morgen vergessen sein wird und drängendere Forschungsfragen anstehen.

Einen fröhlichen und vergnügten Sommer allen miteinander!

3 Kommentare

  1. Interessant, wie so ein Blumenkübel die Nachrichtenwelt verändert. Wann kommt denn der endgültige Bericht über die Auswertung der Umfrage?

  2. Pingback: Twitter und Online-Umfragen oder: Wie ein Blumenkübel die Welt veränderte | Globalpark Blog

  3. Pingback: Unipark-Blog » Twitterstudie über Unipark

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