Schmidt mit Dete

Wissenstypen im Web 2.0

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Vor etwa fünf Monaten hatte ich (noch im Bamblog) einen Aufsatz erwähnt, den ich zusammen mit Tina Guenther für einen Sammelband zu wissenssoziologischen Perspektiven auf das Internet geschrieben habe. Nachdem wir beide in der letzten Zeit immer wieder mal auf den Text bzw. einzelne Gedanken daraus verwiesen haben (in unseren Blogs oder anderen Publikationen), die tatsächliche Veröffentlichung aber noch auf sich warten lässt (Bücher haben einfach andere Rhythmen…), wollen wir zumindest einen preprint online stellen. Hier also der Aufsatz „Wissenstypen im „Web 2.0″ – eine wissenssoziologische Deutung von Prodnutzung im Internet“ als .pdf. Wir werden noch Gelegenheit haben, kleinere Änderungen in der Druckfahne zu korrigieren – wem also etwas auffällt, bitten wir um eine kurze Mail (Sarah, Axel – Eure Korrekturen von vor einigen Wochen habe ich bekommen, die sind in der jetzigen Fassung noch nicht drin.. :)).

Hier die Zusammenfassung, die sehr dicht geraten ist; der Text liest sich hoffentlich etwas flüssiger.. ;-)

Das Schlagwort „Web 2.0“ fasst eine Reihe von Entwicklungen zusammen, die das Internet in den letzten Jahren geprägt haben. Aus wissenssoziologischer Perspektive ist insbesondere die Prodnutzung von Interesse, worunter diejenigen dezentralen, heterarchischen und öffentlichen Prozesse verstanden werden, in denen aktive Nutzer beständig Informationen, Wissens- und Kulturgüter erzeugen, verbessern, organisieren und verbreiten. Sie stellen den etablierten Eigentums- und Wa­rencharakter des Wissens sowie die dar­auf basierenden Organisations-, Geschäfts-, und Distributionsmodelle infrage und setzen ihnen ein nicht-marktliches, non-pro­­­prietäres Modell der Wissensproduktion und –di­stri­bu­t­ion entgegen. Aufbauend auf der phänomenologischen Wissenssoziologie identifiziert dieser Beitrag die Besonderheiten der drei Wissenstypen Content, Code und Metadaten sowie verschiedene Formen der Kritik, die zu der Weiterentwicklung des Wissens durch die Prodnutzer beitragen. Anhand von Weblogs werden diese Praktiken schließlich beispielhaft verdeutlicht.

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