Aufsatz zur Computer-Geschichte

Im Online-Journal kommunikation@gesellschaft, das ich mit Klaus Schönberger und Christian Stegbauer herausgebe, ist ein Aufsatz von Michael Friedewald (Projektleiter am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe) erschienen:

Friedewald, Michael (2007): Computer Power to the People! Die Versprechungen der Computer-Revolution, 1968–1973. In: kommunikation@gesellschaft, Jg. 8, Beitrag 9. Online-Publikation:
http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B9_2007_Friedewald.pdf

Hier die Zusammenfassung:

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler, Politiker und Manager vorhergesagt, dass der breite Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik zu radikalen gesellschaftlichen Veränderungen und zur Herausbildung der „Informationsgesellschaft“ führen würde. Die teilweise utopisch anmutenden Versprechungen basieren auf einer Reihe von Annahmen, die bereits von den Pionieren des modernen Paradigmas der Computernutzung in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren formuliert worden waren. Um den Zusammenhang zwischen dieser Rhetorik und der Realität bewerten zu können, begibt sich dieser Beitrag auf die Suche nach den Wurzeln des Konzepts der „Informationsgesellschaft“. Dazu werden die Kon­zepte der (a) Benutzerfreundlichkeit, (b) des universellen Zugangs und (c) der Inter­aktivität als Abwandlungen der klassischen revolutionären Ideale (Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit) untersucht. Dabei erweist sich die Idee der Informationsgesellschaft als eine Fortschreibung des Fortschrittsglaubens der Moderne.

Da ich schon seit längerem gerne mal einen Aufsatz zu den Kontinuitäten des „Web 2.0“ (und damit implizit zur Frage seiner Neuheit) schreiben will, finde ich den Text von Friedewald besonders interessant, denn er zeigt die Wurzeln einer Ideologie, die sich durch die inzwischen etwa 30jährige Geschichte des Internet zieht. Ich bin ehrlich gesagt nicht sonderlich bewandert in der „Informatik-Geschichte“, ich wüsste z.B. noch nicht einmal, ob diese Teildisziplin schon publizistisch beackert oder gar institutionalisiert ist (Konferenzen? Lehrstühle? Journale?) – weiß jemand meiner geneigten Leserschaft hier mehr?

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