Der erste „Mittendrin“-Beitrag für 2026 hat gleich wieder einiges zu bieten. Woran arbeite ich gerade?
- Zum 1. Januar hat das Bredow-Institut sein Organigramm geändert und ist nun in drei „Programmbereiche“ gegliedert, die im Sinne von wissenschaftlichen Abteilungen unsere Forschungs- und Transferaktivitäten strukturieren. Innerhalb eines Programmbereichs gibt es dann jeweils verschiedene Forschungsgruppen, die sich spezifischen Themen oder Perspektiven widmen. Ich habe für die nächsten drei Jahre die Leitung des Programmbereichs „Gesellschaftliche Funktionen von Kommunikation und Medien“ übernommen, was vor allem viele koordinierende und planerische Aufgaben mit sich bringt. Die bearbeite ich zum einen mit den Kolleginnen und Kollegen im Programmbereich und seinen Forschungsgruppen, zum anderen aber auch in unserem neuen „Leitungsgremium“ (das die Leitungen der drei Programmbereiche sowie der Abteilungen unserer Verwaltung umfasst) und mit dem Vorstand. Die letzten Wochen etwa ging es u.a. um die Verständigung über Forschungsthemen und das Budget für 2027, aber natürlich auch um grundlegende Vereinbarungen über die Kommunikationswege, Meetingstrukturen o.ä. in dieser neuen Organisationseinheit.
- Neben dieser institutsinternen Managementaufgabe habe ich zum Glück aber auch noch Zeit für eigene Forschungsvorhaben. Im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt hatten wir noch Ende 2025 die ersten Interviews der dritten Befragungswelle des qualitativen Panels geführt; mit Jahresbeginn steigen wir nun in die Terminplanungen für die nächsten Gespräche ein und kommen parallel in Routinen, das Material aus geführten Interviews (das Transkript des Interviews sowie die von den Befragten gestalteten Karten ihres Medienrepertoires) aufzubereiten und zu sichern. Weil neben uns ja auch Teams an den FGZ-Standorten Göttingen und Bremen an dem Panel beteiligt sind, ist das eine durchaus komplexe und absprachenintensive Aufgabe…
- Und dann ist da ja noch unser neues Gebäude – seit Dezember ist das HBI in der Warburgstr. 30b zu finden. Ich habe mich in meinem neuen Büro mittlerweile eingerichtet, auch wenn noch nicht alle Regale geliefert wurden und daher auch noch einige Umzugskartons bei mir stehen. Aber es ist eine sehr schöne (und privilegierte) Situation, in einem von Grund auf renovierten, neu ausgestatteten und an unsere Institutsbedürfnisse angepassten Gebäude zu arbeiten.

Da ich mittlerweile wieder öfter (wenn auch nicht jeden Tag) ins Büro fahre, habe ich auch wieder Lesezeit in der S-Bahn. Und was lese ich gerade beim S-Bahn-Pendeln? U.a. den Aufsatz „Social media feeds as curatorial assemblages: A conceptual framework“ von Bareither/Wirth in „Media, Culture & Society“, der einen sehr interessanten und plausiblen Vorschlag macht, wie sich „Feeds“ von Social-Media-Plattformen als technisch und sozial (re)produziertes Objekt konzeptionell beschreiben lassen.
