Schmidt mit Dete

„Das Buch als Debattenmedium“

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Am 25. Januar bin ich auf dem IXX. Mainzer Kolloquium „Das Buch als Debattenmedium“ zu Gast, um einen Vortrag über „Die Macht der Blogosphäre – Schnittstellen zwischen alten und neuen Öffentlichkeiten“ zu halten. Das Programm (.pdf) ist auf der Homepage des veranstaltenden Instituts für Buchwissenschaft zu finden; die Teilnahme ist kostenlos, aber es wird um Anmeldung gebeten.

Ich möchte in meinem Vortrag (neben einigen grundlegenden Bemerkungen zu den Veränderungen von Öffentlichkeiten) gerne auch Beispiele für die Wechselwirkungen zwischen Buch und Weblogs anführen.

So auf die Schnelle fallen mir da zunächst die Bücher ein, die Texte aus Weblogs in Printform bündeln, z.B. das Blog-Buch von Don Alphonso und Kai Pahl oder readme.txt und mindestens haltbar von Knallgrau. Andersherum gibt es aber vermutlich deutlich mehr Beispiele, wie Bücher in Weblogs thematisiert werden (von Rezensionen über Versuche, Bücher in Blogs zu konzipieren und zu schreiben bis hin zu Alltagserlebnissen, in denen Bücher eine Rolle spielen). An den Titel der Veranstaltung anknüpfend, wären Beispiele für Debatten über Bücher in Blogs ganz spannend.

Ich hab mich noch nicht hingesetzt und das systematisch recherchiert (ich hab ja noch kein Internet zuhause… :)), aber vielleicht hat jemand aus der geneigten Leserschaft Vorschläge?

8 Kommentare

  1. Neben den von Dir genannten Beispielen fällt mir spontan noch das hier ein: http://www.ein-roman-in-einem-jahr.de/ , eine Anleitung einen Roman zu schreiben, wobei die Kapitel des ‚Anleitungs-Buches‘ im Blog eingestellt werden, woraus dann wieder Bücher der Teilnehmer entstehen sollen/können…

    Ansonsten gibt es in meiner Linkliste einige Literaturblogs, die entweder u.a. Gedichte und andere Entwürfe vor der Buchveröffentlichung im Blog veröffentlichen (z.B. Alban Nikolai Herbst) oder über den Entwurf von Romanen berichten (Turmsegler, P.-’s Veranda) oder z.B. ..is a blog, die immer wieder über die Übersetzung von Büchern berichtet. Vielleicht findet sich da ja das ein oder andere interessante für Dich…

  2. Großartig, keine halbe Stunde nach dem Posting schon die ersten wertvollen Tipps… Danke Kaya!

  3. Hallo Jan,

    Ich meine das sowohl Scobles Naked Conversations als auch Meerman Scots New Rules of Marketing und PR im Blog entstanden sind – in der Diskussion mit den Leser die Kapitel rezensieren konnten etc. – da schaue ich aber gerne auch noch mal nach. Anderes aktuelles Beispiel: Anfang nächsten Monats kommt das Buch zum bestatterweblog raus – das es ohne bestatterweblog natürlich nie gegeben hätte.

    Grüße, Bastian

  4. – rainaldgoetz.de: „Abfall für Alle“ (1999)
    – dumontverlag.de/null: „Null. Literatur im Netz“ (2000)
    – am-pool.de: „The Buch – Leben am Pool“ (2001)
    – tage-bau.de: „Mein Pixel-Ich“ (2001)
    Die Idee Texte aus dem Netz als Buch zu veröffentlich beginnt ja ein schon bißchen früher. Interessant scheint mir vielmehr, dass durch Weblogs (etwa ab dem Blogs!-Buch) andere Autoren als durch Verlage etablierte plötzlich auch in Buchform publizieren konnten.

    Ach ja, letztes Jahr gab es auch noch das „Berlin oder so“-Buch.

  5. Ach ja, dann gibt es natürlich noch litblogs.net und ab Februar das dazugehörige Buch obwohl das eher eine ‚Zeitschrift‘ ist, aber kannst Du ja mal ansehen…

  6. Großartig, ich habe die allerbesten Leser der Welt… :) Danke!

  7. Interessant erscheint mir auch das Buch von Jeremy Blachmann, das aus einem Blog heraus entstanden ist, von seiner Form her Blogeinträgen ähnelt und stetig das zu Grunde liegende Blog thematisiert.
    http://jeremyblachman.typepad.com/
    http://anonymouslawyer.blogspot.com/

  8. Pingback: Schmidt mit Dete » XIII. Mainzer Kolloquium

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