Schmidt mit Dete

BMBF-Ausschreibung „Web 2.0 in der beruflichen Qualifizierung“

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Im Sommer letzten Jahres war ich auf einem Workshop des BMBF, bei dem über mögliche Förderinstrumente rund um das Thema „Web 2.0 und Bildung“ diskutiert wurde. Im Januar wurde nun eine entsprechende Ausschreibung veröffentlicht, auf die ich erst jetzt aufmerksam wurde (danke an Michael Höllen!). Ich muss mir die Ausschreibung (vollständiger Text hier) erstmal genauer anschauen, um beurteilen zu können, ob das etwas für das Hans-Bredow-Institut ist1, aber unabhängig davon klingt das doch schon mal recht interessant:

(…) Um Web 2.0 Technologien in der beruflichen Bildung breiter und intensiver zum Einsatz zu bringen und das Nutzungspotential zu erschließen, hat sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entschlossen, dazu notwendige Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsprozesse zu fördern.

Ziel der Förderung des BMBF ist es,

  • durch neue Web 2.0 Anwendungen den Markt der beruflichen Weiterbildung zu stimulieren und somit neue Möglichkeiten des lebenslangen Lernens zu erschließen,
  • neue kreativere Formen von Arbeits-, Qualifizierungs- und Kommunikationsprozessen durch den Einsatz innovativer, netzgestützter Technologien zu fördern, unter anderem auch zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit und der Minderung der digitalen Spaltung (digital divide),
  • ein Klima für Innovationen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch die Erforschung und Weiterentwicklung internetgestützter Lernformen zu erzeugen.

(…)

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die unter Nutzung von Web 2.0 Technologien den o.g. Zielsetzungen entsprechen. Schwerpunkt der Förderung sind Vorhaben,

  • die sich auf die Entwicklung innovativer Anwendungen und Dienste mit Pilotwirkung in der beruflichen Bildung konzentrieren,
  • die Web 2.0 Technologien mit dem Ziel der verbesserten Unterstützung von Lern-, Lehr- und Qualifizierungsprozessen weiterentwickeln,
  • die berufliche und soziale Gemeinschaften (Communities) mit spezifischem Potential für die berufliche Bildung untersuchen und deren Entstehung durch innovative Web 2.0 Anwendungen,
  • die sich mit der Verbindung von Technik und Didaktik bzw. von Technik und sozialen Prozessen im Rahmen der beruflichen Bildung beschäftigen.

Zu entwickelnde Anwendungen und Dienste sollen sich insbesondere an Berufs- bzw. Gesellschaftsgruppen richten, in denen die Notwendigkeit von kollaborativen Arbeitsformen (z.B. wissensintensive Berufe im Dienstleistungssektor) als besonders hoch einzuschätzen ist, und an solche, bei denen ein hohes Potential zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit und zur Erhöhung der Partizipation in der Wissensgesellschaft besteht. Im Rahmen der Vorhaben soll durch eine angemessene Evaluation und Begleitforschung auch ein Beitrag zur Qualitätssicherung und erfolgreichen Implementierung solcher Anwendungen und Dienste geleistet werden.

Technologievorhaben mit direktem Anwendungsbezug zur beruflichen Bildung können ebenfalls zur Förderung beantragt werden. Querschnittsthemen wie z. B. zur Medienforschung können als integrale Bestandteile von anwendungsorientierten Vorhaben bearbeitet werden. Nicht gefördert werden Studien und reine Entwicklungen ohne praktische Umsetzung. (…)

  1. Da wir keine Entwickler sind, wäre unsere Rolle wohl die „angemessene Evaluation und Begleitforschung“.

2 Kommentare

  1. Gem. der PM http://www.bmbf.de/press/2247.php des BMBF wird die Fördermaßnahme am 8. März 2008 um 13.30 Uhr auf der Computermesse Cebit in Halle 9 beim „Future Parc“ in dem öffentlichen Workshop „Web 2.0 in der Bildung“ vorgestellt und erörtert.

    Beste Grüße sendet aus Bonn
    Michael Höllen

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