Mitte Mai, und eine ganze Menge passiert gerade.
- Vergangene Woche fanden in Leipzig und Baden-Baden die Aufzeichnungen für das ARD-Dialogformat „Was Deutschland verbindet„. Es brachte 84 Menschen zusammen, die sich vorher nicht kannten und zwei Tage lang über verschiedene Themen diskutieren sollten – ohne enge Vorgaben (bis auf einige Grundregeln des höflichen Umgangs) und ohne journalistische Moderation. Zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen führe ich eine kleine Begleitforschung durch: Wir haben die Teilnehmer:innen kurz vor der Diskussion und kurz hinterher jeweils zu ihren Erwartungen und Erfahrungen befragt sowie einige Einstellungen rund um Dialog, Polarisierung und gutes Zusammenleben erhoben. In einigen Monaten werden wir sie ein drittes Mal befragen. Wr möchten so herausfinden, ob die Teilnahme an der Diskussionsrunde dazu führt, dass Menschen anders über Gespräche mit Anderen denken und möglicherweise auch gesellschaftliche Polarisierung anders wahrnehmen. Die ersten beiden Befragungen werten wir derzeit aus; ich habe aber schon einige Radio-Interviews zu dem Projekt geführt, u.a. bei NDR Info und bei rbb Radio 3.
- Vor wenigen Tagen ist auch endlich in Media Perspektiven der Beitrag erschienen, den Dieter Storll und ich über die wichtigsten Ergebnisse der Zusammenhaltsstudie verfasst haben. Eine der Schlußfolgerungen der Studie ist ja, dass Menschen in Deutschland die dialogorientierten Leistungen der öffentlich-rechtlichen Medien weniger positiv bewerten als synchronisierende oder repräsentierende Leistungen. Insofern ist das Dialogprojekt „Was Deutschland verbindet“ ein sehr guter Schritt, um diesem Defizit entgegen zu wirken.
- Außerdem habe ich vor kurzem die schöne Nachricht bekommen, dass der Vorstand der Friedrich-Ebert-Stiftung mich in den Auswahlausschuss der Studienförderung der Stiftung berufen hat. Dieses Gremium trifft sich einige Male pro Jahr, um über die Vergabe von Studien- und Promotionsstipendien zu entscheiden. Seit 2016 bin ich bereits als Vertrauensdozent der Stiftung aktiv und führe regelmäßig Auswahlgespräche mit Bewerberinnen und Bewerbern. In der neuen Rolle bin ich noch enger eingebunden – mich freut das sehr, weil ich als Student selbst ein Stipendium der Ebert-Stiftung erhalten hatte und sehr von der Förderung profitiert habe. Jetzt kann ich als Dank etwas meiner Zeit zurückgeben…
Und was lese ich gerade nach dem Home Office? U.a. den Comic „Gaming. Eine Pixel-Zeitreise“ – eine Geschichte der Computerspiele als Comic. Gerade aus den 1980er Jahren erkenne ich jede Menge Spiele wieder.. :-)
