Mittendrin zur Monatsmitte (2026-06)

Und schon wieder quasi Jahresmitte… Was steht bei mir Mitte Juni 2026 so an?

  • Die letzten Wochen war ich sehr damit beschäftigt, die ersten Ergebnisse unserer Begleitforschung zum ARD-Dialogformat „Was Deutschland verbindet“ zu vermitteln. Das lief vielfach über Interviews (die hier dokumentiert sind), aber auch über einen Beitrag für das HBI-eigene Media Research Blog und eine Präsentation in der „Public Value Aula“ der ARD. Das ist ein regelmäßiges digitales Treffen von Mitarbeiter:innen aller ARD-Anstalten, die sich über neue Formate und Entwicklungen innerhalb ihrer Arbeitsbereiche austauschen. Durch einen anderen Vortrag bei dem Event bin ich auf die Sendung „Die 12. Der rbb Bürgerrat“ aufmerksam geworden, die ebenfalls anstrebt, den Austausch zu gesellschaftlich strittigen Themen zu fördern. Anders als bei „Was Deutschland verbindet“ sind es hier aber jeweils „nur“ 12 Personen und pro Sendung nur ein Thema.
  • Aber auch die „Zusammenhaltsstudie„, bei der ich vergangenes Jahr ARD, ZDF und Deutschlandradio wissenschaftlich begleitet habe, beschäftigt mich noch. Zum einen bin ich Ende dieser Woche in Mainz bei der Sitzung des ZDF-Fernsehrats zu Gast, um die Studie in diesem Kreis vorzustellen und zu diskutieren. Zum anderen ist gerade heute das Arbeitspapier „Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Teilhabeerfahrungen und Teilhabeerwartungen von Menschen mit Beeinträchtigung“ erschienen, das ich mit meiner Mitarbeiterin Milena Braun für die Aktion Mensch verfasst habe. Diese Veröffentlichung ergab sich eher ungeplant: Die Aktion Mensch hatte uns angefragt, ob sie Teile des Fragebogens der Zusammenhaltsstudie für eine eigene Befragung nutzen könne. Die Befragung adressierte die „Teilhabe-Community„, ein Online-Panel von Personen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen; wir konnten die Daten, die u.a. zu Indikatoren der sozialen Einbindung und zu zusammenhaltsbezogenen Einstellungen erhoben wurden, auswerten und gemeinsam mit der Aktion Mensch in dem Arbeitspapier zusammenfassen. So liegen nun aktuelle Befunde zur Wahrnehmung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in dieser besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe vor, die mit bevölkerungsrepräsentativen Befunden vergleichbar sind.
  • Und im Rahmen des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt bin ich weiterhin vor allem mit der Arbeit im qualitativen Panel beschäftigt. Die Feldphase mit den Interviews nähert sich langsam ihrem Abschluss und wir sind jetzt im Projektteam dabei, die Auswertung der ca. 90 Interviews zu organisieren. Das bedeutet in einem ersten Schritt vor allem, die Transkripte mit Hilfe von maxQDA zu codieren, also die einzelnen Passagen der Gespräche verschiedenen Oberthemen (z.B. „biographische Veränderungen“ oder „Mediennutzung“) zuzuordnen und die Kernaussagen jedes Gesprächs in einem „Fallportrait“ zusammen zu fassen. Auf dieser Grundlage können wir dann in weiteren Auswertungsschritten prüfen, welche Ähnlichkeiten, Unterschiede und Muster über die verschiedenen Interviews hinweg bestehen.

Und was lese ich gerade nach dem Home Office? Wie glaube ich schon öfter in der „Mittendrin zur Monatsmitte“-Reihe erwähnt wurde, bin ich ein Fan der „Blake und Mortimer“-Comicserie. Vor einigen Tagen habe ich mir den neuesten Band „Die atlantische Bedrohung“ gekauft, der aber noch ungelesen vor mir liegt. Vielleicht ist das auch was für meinen Sommerurlaub, der Anfang Juli beginnt.. :-)

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