Auch Mitte September beschäftigen mich wieder ganz unterschiedliche Dinge. Zur Abwechslung geht es heute mal nicht um Projekte, sondern um eine Publikation und diverse Reisen.
- Anfang September ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „Ligante. Fachdebatten aus der Präventionsarbeit“ erschienen. Ich habe auf Anfrage der Redaktion einen Artikel mit dem Titel „Soziale Medien und der Wandel der gesellschaftlichen Verständigungsordnung“ beigesteuert, der auch online abrufbar ist.
- Kommende Woche werde ich zunächst nach Leipzig zur Jahrestagung des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt, die unter dem Motto steht: „Ein neues Ungleichheitsregime? Reichtumskonzentration, soziale Spaltungen und die Zukunft des gesellschaftlichen Zusammenhalts„. Für das auf 11 Standorte verteilte FGZ sind die Jahreskonferenzen sehr wichtig, um zum einen nach innen die vielen verschiedenen Forscher:innen für einige Tage zusammen zu bringen; zum anderen aber auch die Vielfalt der disziplinären Perspektiven und Befunde unserer Forschung nach außen zu vermitteln und ins Gespräch mit der Gesellschaft zu kommen.
- Von Leipzig geht es weiter nach Berlin, wo die Fachgruppe „Digitale Kommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft auf ihrer Jahrestagung ihr 30jähriges Jubiläum feiert. Die Organisator:innen am Weizenbaum-Institut haben das Tagungsmotto gewählt: „Utopien und Dystopien der digitalen Gesellschaft: 30 Jahre Forschung zu computervermittelter Kommunikation“. Ich war selbst von 2008 bis 2012 zusammen mit Martin Emmer Co-Sprecher der Fachgruppe, die damals noch „computervermittelte Kommunikation“ hieß. Monika Taddicken (Sprecherin von 2012 bis 2016) habe ich in den letzten Monaten einen ganz eigenen Rückblick auf 30 Jahre Fachgruppengeschichte erstellt, den wir als MC Moni und DJanni in der Mittagspause am Donnerstag präsentieren werden. Da ich nicht weiß, wer von den geschätzten Kolleg:innen hier mitliest, will ich mal lieber noch nichts spoilern, nur so viel: Es wird musikalisch! :-)
- Am 29.9. bin ich auf Einladung der Katholischen Akademie Fulda zu Gast bei der Fachtagung „Meinungsbildung im Digitalen Raum: zwischen Freiheit und Verantwortung„, um den Vortrag „Zwischen Partizipationsversprechen und Algorithmenmacht“ zu halten.
- Zwischen diesen Tagungen steht noch eine weitere Dienstreise an: Ich nehme am ersten von insgesamt vier Terminen der Fortbildungsreihe „Führung leben“ teil, die die Leibniz-Führungskräfteakademie anbietet. Die Reihe richtet sich an die mittlere Führungsebene in Forschung, Infrastruktur oder Verwaltung von Instituten der Leibniz-Gemeinschaft; als Leiter des Programmbereichs „Gesellschaftliche Funktionen von Kommunikation und Medien“ (seit Anfang des Jahres) falle ich in diese Gruppe und freue mich sehr, dass ich für die Teilnahme ausgewählt wurde. Wir hatten in den letzten Jahren im Rahmen der Reorganisation unserer Forschungsbereiche am HBI bereits eine ganze Reihe von Führungskräfte-Fortbildungen mit Vorstand, den Leitungen der Forschungsteams sowie der fachlichen Bereiche in der Verwaltung. Ich habe diese Veranstaltungen als ungemein hilfreich erlebt, um gemeinsam neue Führungs- und Organisationsstrukturen zu erarbeiten, unsere eigenen Rollen zu reflektieren und wichtige Kompetenzen zu lernen. Von der anstehenden Fortbildungsreihe erhoffe ich mit weitere Impulse, insbesondere aber auch die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer Leibniz-Institute zu lernen.
Und was lese ich gerade nach dem Home Office? Passend zur kleinen Konversation in den Kommentaren meines letzten Blogbeitrags u.a. den Band „Die Magie des schwarzen Auges„, eine Spielhilfe für das Fantasy-Rollenspiel „Das schwarze Auge„. Nach über 30 Jahren Pause (als Jugendliche habe ich viel DSA gespielt) habe vor einigen Monaten in meiner Nachbarschaft eine Gruppe gefunden, mit der ich jetzt hin wieder als Magier in die Welt Aventuriens abtauche…
